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1:1 gegen Mainz : „Joker“ Sliskovic trifft Dortmund kurz vor Schluss

  • -Aktualisiert am

Das war knapp: Dortmund führt lange, doch Mainz schlägt spät zurück - 1:1 Bild: REUTERS

Lange führt Dortmund durch ein Tor von Hummels. Kurz vor Abpfiff aber gleicht Mainz durch „Joker“ Sliskovic aus - obwohl der Borusse Subotic am Boden liegt. Die Trainer Tuchel und Klopp liefern sich anschließend ein hitziges Wortgefecht.

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          Wenn Jürgen Klopp auf seine alte Liebe aus Mainz trifft, scheint eine Frage unvermeidlich: Ist es ein besonderes Spiel? Der Fußball-Lehrer, der im dritten Jahr für Borussia Dortmund arbeitet, hatte die Mainzer Gemeinschaft, wie sie kickt und lacht, lange mitgeprägt. Aber die immer wiederkehrende Frage kann er vermutlich nicht mehr hören. Dennoch dachte Klopp sich für die neueste Auflage eine originelle Antwort aus.

          „Es ist deswegen schon ein besonderes Spiel für mich, weil es das einzige an diesem Wochenende ist, an dem wir beteiligt sind“, sagte er. Und das Einzige, in dem Dortmund im Kampf um die Meisterschaft seine Vormachtstellung untermauern konnte. Das ist dem Tabellenführer beim 1:1 gegen den FSV Mainz 05 nicht gelungen.

          Dank des Treffers von Verteidiger Mats Hummels (8. Minute) lag Dortmund zwar bis kurz vor Schluss in Führung. Doch in der 89. Minute gelang Einwechselspieler Petar Sliskovic überraschend der Ausgleich. Der Bundesliga-Zweite Bayer Leverkusen kann mit einem Heimerfolg über Schalke 04 an diesem Sonntag (15.30 Uhr / FAZ.NET-Bundesliga-Liveticker) seinen Rückstand auf sieben Punkte verkürzen und den Titelkampf vielleicht doch noch einmal spannend machen.

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          Kraftprobe nicht ganz bestanden: Mainz trotzt der Dortmunder Stärke : Bild: dpa

          Klopp wirft den Mainzern Unfairness vor

          Jürgen Klopp war nach der Begegnung mächtig aufgeregt. Der späte Gegentreffer sorgte für viel Diskussionsstoff, weil der Dortmunder Neven Subotic verletzt auf dem Boden lag und die Mainzer den Ball nicht ins Aus schossen. Thomas Tuchel und Jürgen Klopp lieferten sich nach dem Abpfiff im Fernsehstudio ein hitziges Wortgefecht. Klopp warf den Rheinhessen Unfairness vor. Dennoch musste auch er eingestehen: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Mainz ist die ganze Zeit wahnsinnig gefährlich geblieben. Der Gegner hat einfach Qualität.“

          Die Dortmunder machten früh deutlich, dass sie sich von der jüngsten Niederlage in Hoffenheim nicht aus dem Rhythmus oder gar von ihrem Weg zum Titel abbringen lassen wollten. Sie orientierten sich von Beginn an nach vorn, während die Mainzer vor allem darauf bedacht waren, den eigenen Strafraum zu sichern und dem Gegner wenig Raum zu lassen. Doch die Sicherheitssysteme der Rheinhessen arbeiteten in der Anfangsphase nicht störungsfrei.

          Hummels, der nach seiner Verletzung in die Elf zurückgekehrt ist, verlängerte einen Freistoß von Mario Götze mit dem Rücken zum frühen Führungstreffer ins Netz. Nur zehn Minuten später bot sich den Borussen die Chance, den Vorsprung auszubauen. Als Barrios versuchte, den Ball an FSV-Torwart Christian Wetklo vorbeizu legen, ging er zu Boden. Schiedsrichter Felix Brych ahndete den rustikalen Widerstand des Mainzers mit einem Elfmeter. Den Vollstreckungsauftrag übernahm Nuri Sahin, obwohl er in letzter Zeit nicht als zuverlässiger Strafstoßschütze aufgefallen war.

          „Joker“ Sliskovic trifft Dortmund spät

          Und wieder vermochte der türkische Nationalspieler die Chance nicht zu nutzen. Sein schwacher Schuss wurde zu einer sicheren Beute für Wetklo (17.). Mehr als der verschossene Strafstoß dürfte die Dortmunder die Verletzung geschmerzt haben, die Barrios bei dem Zusammenprall mit dem Torhüter erlitt - der Dortmunder Stürmer musste verletzt den Platz verlassen; er wurde durch Robert Lewandowski ersetzt.

          Nach der Pause blieben die Dortmunder bemüht, klare Verhältnisse zu schaffen, aber die Mainzer blieben wehrhaft und gestatteten dem BVB nicht mehr viele Torchancen. den Gegner nur selten so zum Abschluss kommen wie bei den Chancen für Blaszczykowski, Lewandowski und Sahin, die das Dortmunder Zittern vorzeitig hätten beenden können. Auf der Gegenseite schienen die Mainzer lange zu sehr mit der Abwehrarbeit beschäftigt, als dass sie den BVB hätten in Gefahr bringen können. Doch kurz vor Schluss setzte Sliskovic doch noch den Treffer zum Ausgleich.

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