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1:1 gegen Kaiserslautern : Wieder kein Sieg für den Hamburger SV

  • -Aktualisiert am

Torschütze und trotzdem sauer: Guerreros zweites Tor wurde nicht anerkannt Bild: dpa

Auch unter dem neuen Trainer Fink kommt der Hamburger SV gegen Kaiserslautern nicht über ein Remis hinaus. Rajkovic sieht Rot. Wenigstens Guerrero trifft.

          1 Min.

          Seine Verpflichtung soll dem Hamburger SV mehr Ruhe und Erfolg bescheren. Aber der Drittletzte der Tabelle wartet weiter auf den ersten Bundesligasieg unter der Regie seines neuen Trainers Thorsten Fink. Im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern musste sich der HSV wie schon in der Vorwoche gegen den VfL Wolfsburg mit einem 1:1 begnügen. Nachdem der Serbe Slobodan Rajkovic wegen einer Unbeherrschtheit in der 22. Minute gegen Lauterns Spielführer Christian Tiffert mit einem Platzverweis bestraft worden war, gingen die Gäste durch ein Tor von Pierre de Wit (38.) in Führung. Die Hamburger erkämpften sich in Unterzahl zumindest noch den Ausgleich, den Paolo Guerrero (65.) erzielte.

          Auf der Suche nach Veränderungen und Verbesserungen, die Fink innerhalb von zwölf Tagen möglich gemacht hat, wird man in jedem Fall bei den spannenden Spielverläufen fündig. Der Premiere in der Vorwoche, als das erste Gegentor nach nur zwei Minuten gefallen war, folgte gestern Abend ein bitterer Platzverweis und ein verzweifelter Kampf um den Ausgleich. Was auch immer Rajkovic veranlasst hatte, bei einem eher belanglosen Zweikampf an der Außenlinie so hart einzusteigen: Weil der Innenverteidiger mit dem Ellenbogen voran Tiffert attackierte hatte, war Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) keine andere Wahl geblieben, als Rajkovic die Rote Karte zu zeigen.

          Der Führungstreffer für die Pfälzer, die eine erste Drangphase des Hamburger SV ohne große Gefahrenmomente überstanden hatten, war in Überzahl und schön herausgespielt worden. Nachdem Tiffert minutenlang an der Außenlinie behandelt und an der linken Augenbraue genäht worden war, hatten die Lauterer einen von Olcay Sahan eingeleiteten Angriff erfolgreich abgeschlossen. De Wit war bei seinem Tor unbedrängt zum Schuss gekommen. Der bis dahin starke HSV-Torhüter Jaroslav Drobny konnte nur machtlos mit ansehen, wie der Ball im rechten Torwinkel landete.

          Der Platzverweis und das 0:1 hatten für eine aufgeheizte Stadionatmosphäre gesorgt. Viele der 55.500 Zuschauer kümmerte es wenig, dass Tiffert von Rajkovic verletzt worden war. Pfeifkonzerte gegen den Gefoulten, der weiterspielen konnte und Referee Schmidt waren die Folge. Es dauerte eine ganze Weile, bis der HSV zu mehr Stabilität in der Defensive fand. Doch den Hamburgern fehlte in Unterzahl zunächst das richtige Konzept. Erst beim Ausgleichstreffer von Guerrero, der eine gelungene Flanke von Gökhan Töre mit dem Kopf vollendete, war wieder die nötige Entschlossenheit für ein Erfolgserlebnis zu erkennen.

          Hamburger SV - 1. FC Kaiserslautern 1:1 (0:1)

          Hamburger SV: Drobny - Westermann, Rajkovic, Bruma, Aogo - Kacar (83. Tesche), Rincón - Töre (81. Lam), Jansen - Berg (38. Diekmeier), Guerrero
          1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Amedick, Abel, Bugera - de Wit (75. Shechter), Kirch - Sahan (67. Sukuta-Pasu), Tiffert, Fortounis (90. Petsos) - Kouemaha
          Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
          Zuschauer: 55 348 Tore: 0:1 de Wit (38.), 1:1 Guerrero (65.)
          Gelbe Karten: Diekmeier (1), Westermann (3) / Kouemaha (1), Sukuta-Pasu (3)
          Rote Karten: Rajkovic (22./grobe Unsportlichkeit) / -

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