https://www.faz.net/-gtm-8np0b

1:1 gegen Hoffenheim : Gladbach nutzt seine Chancen nicht

  • Aktualisiert am

Ihm und den Seinen fehlt derzeit die Erleuchtung: Gladbachs Trainer Schubert Bild: Jonas Güdpa

Nach dem Remis in der Champions League gegen Manchester City gelingt den Gladbachern auch in der Bundesliga trotz Führung kein Heimsieg. Hoffenheim bleibt weiter ungeschlagen.

          2 Min.

          Borussia Mönchengladbach konnte die sportliche Misere in der Fußball-Bundesliga erneut nicht beenden. Trotz einer erneuten Führung kam die Mannschaft des in der öffentlichen Kritik stehenden Trainers André Schubert nicht über ein 1:1 (1:0) gegen das Überraschungsteam von 1899 Hoffenheim hinaus und ist seit nunmehr sieben Spielen ohne Erfolgserlebnis. Mahmoud Dahoud sorgte mit seinem Tor (25. Minute) für das 1:0 der Gladbacher, das zum dritten Mal binnen einer Woche nicht zu einem Sieg führte. Schon im Derby gegen den 1. FC Köln (1:2) und in der Champions League gegen Manchester City hatte die Borussia geführt, aber nicht gewonnen. Dem eingewechselten Nadiem Amiri (53.) gelang der Ausgleich für Hoffenheim, das auch nach dem zwölften Spieltag in der Liga ungeschlagen ist.

          Für Trainer Schubert dürfte der Erfolgsdruck im Gastspiel bei Borussia Dortmund am kommenden Samstag nicht geringer werden. Den von Julian Nagelsmann trainierten Kraichgauern bietet sich am gleichen Tag beim 1. FC Köln die Gelegenheit zur Revanche für das Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal.

          Da war die Freude noch groß: Gladbacher Traube nach Dahouds Treffer zum 1:0 Bilderstrecke

          Bei den Gastgebern war wieder der im Derby gegen den 1. FC Köln gesperrte Weltmeister Christoph Kramer und auch Thorgan Hazard, der aus privaten Gründen gegen Manchester fehlte, dabei. Trainer Schubert ließ sein Team in einer 4-2-3-1-Formation spielen und reagierte damit auch auf die Ausrichtung der Gäste. Bei denen überraschte Coach Nagelsmann mit den Hereinnahmen von Eugen Polanski, Adam Szalai und Fabian Schär, die für die angeschlagenen Kerem Demirbay und Kevin Vogt sowie Nadiem Amiri aufliefen. Szalai bildete zusammen mit Sandro Wagner und Andrej Kramaric einen Dreier-Sturm.

          Wieder eine gute erste Gladbacher Halbzeit

          Wie schon in den Heimspielen gegen Köln und Manchester kam die Borussia gut in die Partie. Über weite Strecken der ersten Hälfte bestimmte das Schubert-Team das Geschehen, ließ Hoffenheim durch das kompakte Auftreten kaum Freiräume und erarbeitete sich gute Offensivmomente. Die erste klare Chance hatte Lars Stindl (20. Minute), der allerdings mit seinem Schuss aus 13 Metern an Hoffenheims Keeper Oliver Baumann scheiterte.

          Der war wenig später allerdings machtlos, als Dahoud nach kurzem Pass von Kramer den Ball aus 15 Metern ins lange Eck zirkelte. Dabei sah Hoffenheims Schär schlecht aus, als er den Ball nach einer Flanke direkt vor die Füße von Kramer abwehrte. Kurz vor der Pause gelang Polanski mit einer Direktabnahme aus 22 Metern der erste Torschuss für die Gäste, Yann Sommer im Gladbacher Tor war allerdings auf dem Posten. Nicht viel später verhinderte Baumann mit einer Blitzreaktion nach einer Direktabnahme des früheren Hoffenheimers Tobias Strobl das 2:0.

          Nagelsmann regierte zur zweiten Hälfte und brachte Mark Uth und Amiri für Schär und Szalai. Zudem stellte der junge Coach auf eine Viererkette um. Das 2:0 hatte aber zunächst Stindl auf dem Fuß, der nach Pass von Raffael aber freistehend an Baumann scheiterte. Dann kam Hoffenheim besser ins Spiel. Bei einem Kopfball von Niklas Süle rettete Jannik Vestergaard für Gladbach auf der Linie, und der nachfolgende Kopfball von Benjamin Hüber ging knapp über das Tor. Hoffenheim drückte weiter, und der eingewechselte Amiri war mit einem Schuss aus 20 Metern erfolgreich.

          Nun machte sich bei den Gastgebern am Ende einer englischen Woche auch der Kräfteverschleiß bemerkbar. Dennoch ergaben sich für das Schubert-Team noch beste Möglichkeiten. Nachdem ein Raffael-Freistoß knapp am Hoffenheimer Tor vorbeistrich (77.), verfehlte der eingewechselte Fabian Johnson alleinstehend das Gäste-Gehäuse (78.).

          Weitere Themen

          Mit schrulliger Fachlichkeit

          100 Jahre „Kicker“ : Mit schrulliger Fachlichkeit

          Seit 100 Jahren prägt der „Kicker“ die deutschsprachige Fußballlandschaft – weil er den Fußball zur Hauptsache macht und Nebensächlichkeiten ignoriert.

          Auflehnung als Attitüde

          FAZ Plus Artikel: Wirbel um Union Berlin : Auflehnung als Attitüde

          Trotz aller Widerstände plant der Bundesligaklub Union Berlin ab der neuen Saison mit einem vollen Stadion. Das passt zu einem Klub, der Rebellion auch als Geschäftsmodell versteht. Was steckt genau dahinter?

          Topmeldungen

          Für jene, die nichts erben, wird das Eigenheim wohl oft ein unerfüllter Traum bleiben.

          Finanzierung : Eigenheime und Aktien sind Granaten

          Sollte man Hauskredite so langsam abbezahlen wie möglich und das Geld lieber in Aktien stecken? Wer so handelt, braucht starke Nerven. Wer die nicht hat, sollte anders vorgehen.
          Unser Autor: Johannes Pennekamp

          F.A.Z.-Newsletter : Französische Tristesse am Nationalfeiertag

          Am wichtigsten Feiertag des Landes will Emmanuel Macron das französische Volk nach dem Corona-Chaos wieder hinter sich bringen. Wie er das schaffen will und was sonst wichtig wird, steht im Newsletter für Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.