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1:1 gegen Hertha : Wieder reicht Werder eine Führung nicht

  • -Aktualisiert am

Diskussionen am Spielfeldrand: Bremens Trainer Florian Kohfeldt und Leonardo Bittencourt Bild: dpa

Drittes Remis in Serie: Bremen kommt gegen Berlin nicht über ein 1:1 hinaus tritt damit auf der Stelle. Doch auch für die Hertha ist der Punkt eigentlich zu wenig.

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          Ein gutes, schnelles Spiel mit vielen Chancen – aber richtig weitergekommen sind weder Werder Bremen noch Hertha BSC Berlin. Das 1:1 war ein gerechtes Resultat zwischen zwei Mittelklasseteams. Das Warten auf die Stützen der kickenden Gesellschaft hält in Bremen also an. Wieder fehlten Trainer Kohfeldt sechs verletzte Stammspieler. Die Saison geht in die zweite Hälfte der Hinrunde, und Werder hat kein einziges Mal mit der Elf gespielt, die sich Kohfeldt im Sommer ausgemalt hatte. So hat sich ein 30 Jahre alter Verteidiger wie Christian Groß festgespielt.

          Bundesliga

          Eigentlich war er für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Nord eingeplant. Jammern wollen die Bremer Verantwortlichen nicht. Sie fordern „Mentalität“ von der Mannschaft, Behauptungswillen also. Der fehlte auch gegen die Hertha nicht. Nur ist Bremen die Leichtigkeit abhandengekommen – und die Verwertung der Chancen war mangelhaft. Das war unter dem Strich dann doch enttäuschend.

          Es wird nicht leichter für Werder mit Spielen in Leverkusen und Gladbach, gegen Freiburg und Schalke, und dieses Remis gibt keinen Rückenwind, um das ausgegebene Saisonziel Europa League nicht aus den Augen zu verlieren – was bei der Ausgeglichenheit der Bundesliga in dieser Spielzeit kompliziert genug ist. Werder machte es gegen die nun viermal in Serie unbesiegten Berliner zunächst gut. Rasch ging die Mannschaft in Führung, als Josh Sargent den Pass von Maximilian Eggestein ins Hertha-Tor schoss – mit Unterstützung Dedrick Boyatas (7. Minute).

          Die Bremer drückten, Hertha wirkte zu passiv, musste zufrieden sein, nur ein Gegentor bekommen zu haben, denn Milot Rashica und Christian Groß ließen Chancen liegen. Der Vorwärtsdrang hielt an, während Hertha bei eigenen Angriffen den zielgerichteten Pass vermissen ließ. Das gefiel Trainer Ante Covic am Spielfeldrand gar nicht. Nach der Pause spielte zunächst nur Werder. Hertha wirkte schläfrig, Bremen verpasste das zweite Tor.

          Mit der Einwechslung von Dodi Lukebakio kam Schwung ins Spiel. Lukebakio verlud in der 70. Minute Theodor Gebre Selassie und traf mit links zum Ausgleich. Kohfeldt brachte kurz vor Schluss Pizarro. Das änderte am Remis nichts mehr, obwohl beide Teams mutig nach vorn spielten.

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