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1:1 gegen Hannover : Mühsam ernährt sich Werder

  • -Aktualisiert am

Immerhin 1:1 - Mertesacker sichert Werder einen Punkt Bild: AFP

Werder Bremen verhindert gegen Hannover 96 immerhin den Sturz auf Relegationsplatz 16. Mertesacker gleicht für die Hansestädter aus. Nach dem 1:1 im Sonntagsspiel ist die Zukunft in Bremen dennoch ungewiss.

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          Wie tief Werder Bremen gesunken ist, bewies der Tabellenplatz vor Spielbeginn - durch den Sieg des 1. FC Köln gingen die Bremer als Tabellen-Sechzehnter in die Sonntagspartie gegen Hannover 96 (siehe auch: )Die Bundesliga in Zahlen: Tabelle, Ergebnisse, Statistik. Eine Plazierung, die am Saisonende Relegationsspiele gegen den Tabelle-Dritten der Zweiten Liga bedeuten würde. Und das als kurzzeitiger, aber in der Vorrunde ausgeschiedener Teilnehmer an der laufenden Champions-League-Runde. So weit ist es noch nicht, doch das enttäuschende 1:1 gegen Hannover belässt Werder auf Rang 15 in unmittelbarer Nähe zu den Abstiegsrängen und macht die Ausgangslage vor den Partien beim Hamburger SV und gegen Bayer Leverkusen sehr kompliziert für die Mannschaft von Thomas Schaaf.

          Die Tore in einem unterhaltsamen und von Werders Überlegenheit und Ungenauigkeit gekennzeichneten Spiel schossen Ya Konan für Hannover und Per Mertesacker für Bremen. Hannover behält die Europa-League-Ränge durch den clever erspielten Punktgewinn im Auge. Bremen hingegen wird wohl bis zum letzten Spieltag in Abstiegsgefahr bleiben.

          Es begann gut für Werder. Schwungvoll, offenbar beflügelt vom späten Punktgewinn am vergangenen Samstag in Mainz (siehe: Mainz 05: Wie im falschen Film), waren die Bremer gleich voll da und bestürmten das Tor der Hannoveraner. In der neunten Minute wäre Claudio Pizarro beinahe die Bremer Führung geglückt, seinen Drehschuss hielt jedoch Zieler im Tor der Niedersachsen. Der junge Torwart der „Roten“ stand einige Male im Blickpunkt: Werder erkämpfte sich Eckball auf Eckball, und Zieler musste einige Male mit den Fäusten dazwischen gehen.

          Was ist der Punkt wert? Werder-Trainer Schaaf weiß es auch noch nicht

          Wandel in der Kabine

          Die Bremer waren deutlich überlegen und machten energisch weiter, als wollten sie Hannover überrollen. Aber man merkte eben auch, dass Werder nicht in bester Form ist, den Spielfluss früherer Tage nur selten findet und es an Kleinigkeiten mangelt - so war es Pech, dass Schmiedebach bei Prödls gutem Kopfball auf der Linie stand und den Ball abwehrte. Mit der Hand? Schiedsrichter Brych fand, es war die Brust (21.). Hannover hatte bis dahin nichts gezeigt, aber das Gefühl blieb: ein Konter der Niedersachsen, und es würde gefährlich. So kam es in der 26. Minute: weder Silvestre noch Prödl noch Mertesacker konnten Ya Konan stoppen, der ivorische Stürmer der Hannoveraner schoss ohne Mühe ins lange Eck. Hannover führte 1:0, und die Bremer waren wie unter Schock: bis zur Pause gelang ihnen nichts Wesentliches mehr.

          Etwas muss sich in der Kabine getan haben, denn Werder Bremen ging wild entschlossen in die zweite Halbzeit. Gleich die erste Strafraumaktion führte zum Ausgleich: die Freistoßflanke Hunts köpfte Per Mertesacker ins Tor der Hannoveraner. Das umjubelte 1:1 in der 50. Minute beflügelte die Bremer sichtlich. Hannover stand unter Dauerdruck. Arnautovic raffte sich auf und hatte ein paar gute Szenen, doch immer wieder waren es Bremer Ungenauigkeiten oder Abseitsstellungen, die mehr als einen Treffer verhinderten.

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