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1:1 gegen Hannover : Dortmund misslingt die Frustbewältigung

  • Aktualisiert am

Geführt, aber nicht gewonnen: Dortmund Kehl ärgert sich über das Remis gegen Hannover Bild: dpa

Die erhoffte Frustbewältigung ist Borussia Dortmund misslungen. Drei Tage nach dem unglücklichen Uefa-Pokal-K.o. bei Udinese Calcio gab es für die Mannschaft von Trainer Klopp mit dem 1:1 gegen Hannover in der Bundesliga den nächsten Dämpfer.

          Die erhoffte Frustbewältigung ist den Fußball-Profis von Borussia Dortmund misslungen. Drei Tage nach dem unglücklichen Uefa-Pokal-K.o. bei Udinese Calcio gab es für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp am Sonntag mit dem 1:1 (1:1) gegen Hannover 96 in der Bundesliga den nächsten Dämpfer.

          Im siebten Spiel innerhalb von 23 Tagen brachte Nelson Valdez den BVB zwar bereits in der zehnten Minute in Führung, doch nach dem Ausgleich durch Mikael Forssell (25.) mussten die Westfalen vor 66.900 Zuschauern mit einem Zähler zufrieden sein. Nach drei Niederlagen ohne Torerfolg holten die in Dortmund letztmals 2003 geschlagenen 96er ihren ersten Auswärtspunkt in dieser Saison.

          „Wir wären der verdiente Sieger gewesen“

          „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt mit einem Supertor und einem zweiten, das auch sehr schön war, wie ich fand“, spielte BVB-Trainer Jürgen Klopp auf die Szene in der 17. Minute an, als Schiedsrichter Wolfgang Stark einem Kopfball-Treffer von Robert Kovac die Anerkennung verweigerte. „Wir wären der verdiente Sieger gewesen.“

          96-Coach Dieter Hecking meinte: „Mit den ersten 20 Minuten war ich nicht einverstanden. Da waren wir zu passiv. Wir hätten uns über das 0:2 nicht beschweren dürfen.“

          Valdez mit einfach Körpertäuschung und em Tor

          Trotz der 120-minütigen Extra-Schicht am Donnerstag im Uefa-Pokal war von einem Kräfteverschleiß bei den Dortmundern zunächst nichts zu sehen. Die Westfalen schlugen ein ungemein hohes Tempo an und ließen ihrem Gegner kaum Zeit zum Luftholen. Schon in der zehnten Minute sah sich Trainer Jürgen Klopp in seiner Entscheidung bestätigt, Torjäger Alexander Frei zunächst wieder auf der Bank zu lassen und im Angriff auf Valdez und Jakub Blaszczykowski zu bauen.

          Der seit Wochen in Topform befindliche Pole spielte auf Valdez, der mit einer geschickten Körpertäuschung Vinicius aussteigen ließ und Robert Enke mit einem knallharten Schuss unter die Latte keine Chance ließ. Sieben Minuten später wurde der BVB durch Schiedsrichter Wolfgang Stark um das 2:0 gebracht, als Robert Kovac nach Ecke von Tamas Hajnal köpfte und Enke den Ball erst deutlich hinter der Torlinie zu fassen bekam.

          BVB-Ärger nicht verraucht, da trifft schon 96

          Doch die Hausherren protestierten vergeblich bei dem Unparteiischen aus Landshut. Der Ärger war noch nicht verraucht, da schlugen die Niedersachsen bei ihrer ersten Torchance eiskalt zu. Der Finne Forssell stoppte eine Flanke von Steven Cherundolo und jagte den Ball artistisch in den Winkel des Dortmunder Kastens.

          Das erste Auswärtstor der Saison gab den 96ern sichtlich Auftrieb, während die Borussia den Faden verlor. Bei einer Großchance für Szabolcs Huszti drohte sogar das 1:2 (30.).

          Dortmund muss hohem Anfangstempo Tribut zollen

          Mit Frei für Florian Kringe und neuem Schwung starteten die Gastgeber in die zweite Spielhälfte, die mit einer Möglichkeit für Hajnal begann. Enke lenkte den Schuss des Ungarn reaktionsschnell über die Latte (47.). Auf der Gegenseite köpfte Jiri Stajner völlig freistehend eine Flanke von Hanno Balitsch am Tor vorbei (53.).

          Mit fortschreitender Spielzeit mussten die Dortmunder dann aber doch ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Hannover gestaltete die Partie ausgeglichen, versäumte es aber, entschlossen nachzusetzen. Die letzte Gelegenheit der Partie vergab Blaszczykowski (85.), der an Enke scheiterte.

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