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1:1 gegen Hannover 96 : Hamburg verpatzt den Rückrunden-Auftakt

  • Aktualisiert am

Spot an: Hannovers Jiri Stajner ist der Mann im Licht Bild: dpa

Remis gegen den „Angstgegner“: Hannovers Huszti brachte die Gäste per Elfmeter in Führung, die Olic für den HSV ausglich. Der erst spät eingewechselte 96-Spieler Pinto sah in der 89. Minute nach einer Tätlichkeit die Rote Karte.

          Der Hamburger SV hat den Rückrunden-Auftakt gegen „Angstgegner“ Hannover 96 verpatzt und den Abstand zur Tabellenspitze vergrößert. Das Team von Trainer Huub Stevens SV kam am Samstag im Nordderby gegen Hannover nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus.

          Der Ungar Szabolcs Huszti (40. Minute) brachte die Gäste per umstrittenem Foulelfmeter (nach einem Rempler von Guy Demel an Christian Schulz) in Führung, die der Kroate Ivica Olic (70.) ausglich. Der eingewechselte Sergio Pinto sah in der 89. Minute nach einer Tätlichkeit an HSV-Profi Nigel de Jong die Rote Karte.

          Stevens:„Über Titel werde ich nicht reden“

          Die Niedersachsen, die zum fünften Mal in Serie in Hamburg nicht verloren, bleiben mit 28 Zählern in der oberen Tabellenhälfte. Für den HSV (33 Punkte) ist Spitzenreiter Bayern München (39) durch das Remis wieder in weitere Ferne gerückt.

          „In der zweiten Halbzeit haben wir mit Leidenschaft gespielt, das war in der ersten nicht der Fall“, kritisierte Stevens, der weiter kein konkretes Saisonziel ausgeben will: „Über Titel werde ich nicht reden“. Sein Kollege Dieter Hecking attestierte seiner Elf eine „sehr gute Note“ für den ersten Abschnitt: „Es ist uns perfekt gelungen, den HSV nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.“

          An van der Vaart lief die Partie vorbei

          Vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Arena beorderte HSV-Coach Stevens seinen Kapitän Rafael van der Vaart überraschend in die Sturmspitze. Für den Niederländer bemühte sich Piotr Trochowski um die Spielgestaltung. Ein Schachzug, der nicht aufging. An van der Vaart lief die Partie im ersten Abschnitt völlig vorbei, der Kapitän hatte kaum Ballkontakte.

          Daher geriet das Tor von Hannovers Nationalkeeper Robert Enke in dessen 150. Bundesligaspiel im ersten Abschnitt nicht einmal ernsthaft in Gefahr. Auch das Fehlen von Hannovers Routinier Michael Tarnat, der von Schulz ersetzt wurde, machte sich nicht negativ bemerkbar. „Ich denke, dass wir mit der Leistung zufrieden sein können“, sagte Schulz.

          Olic sorgte für Erleichterung

          Angetrieben von Huszti und dem emsigen Jiri Stajner bestimmten die aggressiven und laufstarken Gäste über weite Strecken das Geschehen. Mit einem Distanzschuss hatte Nationalangreifer Mike Hanke (5.) die erste Gelegenheit. Auch Stajner (16.) nach schönem Solo und Regisseur Arnold Bruggink (27.) fanden im guten HSV-Keeper Frank Rost ihren Meister. Doch kurz vor der Pause gelang Huszti mit seinem siebten Saisontreffer, dem fünften per Elfmeter, die verdiente Führung für Hannover.

          Im zweiten Durchgang korrigierte Stevens seine Aufstellung, und sein Team trat deutlich dominanter auf. Van der Vaart agierte nun als hängende Spitze, als weiteren Angreifer brachte Stevens den Peruaner Paolo Guerrero. Doch zunächst hatte Huszti das 2:0 auf dem Fuß, aber der Ungar traf nur den Außenpfosten. Danach berannten die Hausherren das Tor, aber Guerrero (61./66.) verzog zwei Mal freistehend. Erst nach einer Kombination über van der Vaart, gegen den Enke noch klären konnte, sorgte Olic mit seinem achten Saisontor für Erleichterung beim HSV.

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