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1:1 gegen Hamburg : Wolfsburg verpasst seine Chance

  • Aktualisiert am

Kann nur noch hinterher schauen: Hamburgs Adler muss sich in Wolfsburg einmal geschlagen geben Bild: dapd

Der VfL Wolfsburg spielt am Sonntagabend gegen den Hamburger SV 1:1. Die „Wölfe“ verpassen damit nach der Niederlage der TSG Hoffenheim wenige Stunden zuvor, sich entscheidend von den Abstiegsrängen abzusetzen.

          Engagiert aufgetreten, aber glücklos im Abschluss: Simon Kjaer (68. Minute) rettete dem VfL Wolfsburg an diesem Sonntag beim 1:1 (0:1) im Nord-Duell gegen Hamburger SV zwar einen Punkt, doch nach einer sieglosen Englischen Woche mit nur zwei Punkten aus drei Spielen kommt der VfL einfach nicht aus der Abstiegszone. Mit 16 Punkten bleiben die Niedersachsen Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga. Der HSV, der vor 28.121 Zuschauern in der VW-Arena lange durch das zweite Saisontor von Maximilian Beister (26.) geführt hatte, verpasste den möglichen Sprung auf Rang sieben. Die Hamburger waren auch ohne den verletzten Spielgestalter Rafael van der Vaart lange Zeit das bessere Team.

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          Am Ende aber waren die Gäste im Glück. Der Portugiese Vieirinha traf für den VfL in der 76. Minute nur den rechten Pfosten. Vor allem Diego trumpfte auf, doch das Tor wollte nicht fallen. Köstner musste nach dem 0:2 in Möchengladbach sein Team verändern. Für den grippekranken Christian Träsch rückte Vieirinha in die Mannschaft. Thorsten Fink ersetzte nach dem überraschenden 3:1-Erfolg über Schalke, schon da ohne den verletzten van der Vaart, zwei Spieler. Jeffrey Bruma und Tomas Rincon kamen für den verletzten Marcel Jansen und den gelbgesperrten Tolgay Arslan. Vier Minuten vor dem Abpfiff stand jedoch ein anderer Protagonist im Mittelpunkt: Schiedsrichter Peter Sippel. Bruma hatte den Ball an den Ellbogen bekommen, die VfL-Anhänger forderten Strafstoß. Mit dem Freistoß von der Strafraumgrenze traf der Brasilianer Diego aber nur die Hamburger Abwehrmauer.

          Der HSV wurde nach einer Viertelstunde kecker und nutzte seine erste echte Torchance. Mit spielerischer Leichtigkeit nahm Beister ein Anspiel von Rudnevs auf halbrechter Position auf und ließ VfL-Keeper Diego Benaglio keine Chance. Für den früheren Düsseldorfer war es nach dem Treffer gegen Schalke das zweite Saisontor – der Knoten bei ihm scheint geplatzt. Danach hielt HSV-Torwart Rene Adler die Führung fest. Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Hamburg wurde wieder stärker, Beister vergab kurz vor seiner Auswechslung die Vorentscheidung. Fink brachte in der 53. Minute Heung-Min Son, der gegen Schalke noch verletzt hatte pausieren müssen. In der 65. Minute sah HSV-Keeper Rene Adler die Gelbe Karte, als er bei Sippel lautstark  protestierte, dass er vor dem Ausgleich von Olic in der Luft behindert worden sei. Kjaer hatte eine präzise Flanke von Marcel Schäfer per Kopf verwandelt.

          Wolfsburger Aktivposten: der Brasilianer Diego (rechts)

          VfL Wolfsburg - Hamburger SV 1:1 (0:1)

          VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer - Polak, Hasebe - Vieirinha, Diego, Olic (86. Lakic) - Dost
          Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Bruma - Rincón, Badelj - Skelbred (73. Sala), Aogo - Rudnevs (84. Scharner), Beister (53. Son)
          Schiedsrichter: Sippel (München)
          Zuschauer: 28.121
          Tore: 0:1 Beister (26.), 1:1 Kjaer (68.)
          Gelbe Karten: Naldo (4) / Adler (3), Rincón (1), Westermann (2)

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