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1:1 gegen Hamburg : Werder dank Pizarros Hacke Richtung Champions League

  • -Aktualisiert am

Südamerikanisch: Claudio Pizarro trifft mit der Ferse Bild: REUTERS

Dank eines herrlichen Treffers von Claudio Pizarro hat Werder Bremen die Chance auf die Teilnahme an der Champions League: In einem guten Nordderby gleicht van Nistelrooy für den HSV noch aus - trotzdem endet die Hamburger Saison völlig enttäuschend.

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          Eine Woche vor dem Pokalfinale gegen Bayern München hat Werder Bremen Endspielqualitäten bewiesen und sich für eine gute Saison schon einmal belohnt: durch das 1:1 gegen den Hamburger SV bleibt Werder auf Rang drei und darf im August in zwei Spielen versuchen, sich für die Champions League 2010/2011 zu qualifizieren. Dabei zeigte sich Nationaltorwart Tim Wiese in Galaform und bewahrte Werder vor einer Niederlage.

          Die Bremer Führung schoss Claudio Pizarro in der 58. Minute, der Ausgleich gelang Ruud van Nistelrooy in der 82. Minute. Danach drehte der HSV auf, Tim Wiese hielt einige Male großartig. „Es war ein gutes Derby gegen den HSV, aber es gibt noch nichts zu feiern“, sagte der Bremer Trainer Thomas Schaaf. „Schließlich haben wir noch eine große Woche vor uns.“ Durch das Remis in Bremen haben es die Hamburger verpasst, den sechsten Platz zu erreichen - sie spielen somit nach einer völlig enttäuschenden Saison nicht in der Europa League. 25 Minuten merkte man, dass es für beide Mannschaften um richtig viel ging. Es war eine gute Partie im Bremer Weserstadion.

          Zur Pause nur ein ganz dünnes Polster

          Werder hatte überraschend eine ziemlich defensive Variante gewählt und Hunt und Marin zunächst auf der Bank gelassen. Der HSV wollte die frühe Führung und hatte durch van Nistelrooy schon in der achten Minute eine richtig gute Chance: nach Aogos Flanke kam er mit dem Kopf an den Ball, doch Tim Wiese im Bremer Tor war zur Stelle und lenkte den Ball um den Pfosten. Die Hamburger Möglichkeit in der 17. Minute war noch besser: wieder stand van Nistelooy frei und schoss, zum Glück für Werder warf sich der starke Frings in den Ball.

          Bremer Feierstunde: Platz drei am Ende einer abwechslungsreichen Bundesliga-Saison

          Die Bremer selbst spielten ordentlich, doch fehlte im Mittelfeld oft jemand, der mit dem Ball etwas anfangen konnte, denn Frings, Borowski und Bargfrede kümmerten sich eher um die defensive Ordnung. So kamen nur wenige Bälle bei Pizarro und Hugo Almeida an. Mitte der ersten Halbzeit schlief die Partie ein, und erst kurz vor der Pause machte Werder wieder etwas mehr Druck, vielleicht aufgeschreckt durch die Leverkusener Führung in Gladbach, denn nun war das 0:0 ein äußerst dünnes Polster.

          Nach der Pause bleibt Werder am Drücker

          Dann war die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf allerdings gleich sehr nahe an der Führung: nach einem Eckball köpfte Pizarro den Ball an den Pfosten (44. Minute). Nach der Pause blieb Werder am Drücker, musste kurz zittern, als Trochowski van Nistelrooy fand und dessen Kopfball nur knapp am Tor vorbei strich, war dann aber unwiderstehlich, als Pizarro die scharfe Hereingabe von Clemens Fritz mit der Hacke ins Tor bugsierte: die Bremer Führung in der 58. Minute.

          Ein klasse Tor, sowohl was die Vorarbeit als auch die Ausführung betraf. Es war Pizarros 133. Bundesligatreffer, er hat damit Giovane Elber in der Torjägerliste der Bundesliga-Ausländer eingeholt. Der HSV fand noch einmal in die Partie, hatte gute Chancen durch van Nistelrooy und Petric, aber beide Male parierte Wiese. In der 82. Minute hatte Wiese dann aber keine Chance mehr gegen Nistelrooys wuchtigen Schuss in den Winkel. „Dieses Ergebnis ist wieder eine Riesenenttäuschung für uns“, sagte der Interimstrainer des HSV, Ricardo Moniz.

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