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1:1 gegen Gladbach : Schalker Herbstdepression dauert an

  • -Aktualisiert am

Schalkes Torwart Hildebrand muss sich an die eigene Nase fassen Bild: REUTERS

Schalke geht auf der Zielgeraden der Hinrunde die Puste aus. Gegen Gladbach droht nach de Camargos Tor lange eine Niederlage, ehe Draxler zum 1:1 trifft. Auch ein Torwartwechsel hilft Schalke nicht zum Sieg.

          Der graue November ist zu Ende, die Herbstdepression des FC Schalke 04 aber noch nicht überwunden. Beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach enttäuschten die „Königsblauen“ abermals und mussten sich am Ende im eigenen Stadion sogar Pfiffe anhören. Aus den zurückliegenden sechs Spielen in der Fußball-Bundesliga erreichte Schalke nur fünf von möglichen 18 Punkten.

          Angesichts ihrer Formschwäche können die Westfalen froh sein, dass sie in der Champions League schon vor dem letzten Gruppenspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr / Live im Champions-League-Ticker bei FAZ.NET) in Montpellier für das Achtelfinale qualifiziert sind. Julian Draxler erzielte in der 85. Minute den Ausgleich, nachdem Igor de Camargo die harmlosen Gladbacher in Führung gebracht hatte (62.).

          Schalke hatte es zuletzt an Stabilität und Sicherheit in der Defensive gefehlt. Einen Grund dafür sahen viele Fans in Torhüter Lars Unnerstall, der seit längerem umstritten war. Vor der Partie gegen Gladbach schloss sich auch Trainer Huub Stevens den Skeptikern an. Er gab wieder Timo Hildebrand den Vorzug, der vor Saisonbeginn den Status der Nummer eins erhalten, sich nach dem ersten Spieltag aber verletzt hatte und seinen vermeintlichen Stammplatz wieder verloren hatte.

          Unnerstall stand 13 Mal nacheinander in der Bundesliga zwischen den Pfosten, lieferte meist solide Handarbeit ab, mehr aber nicht. Hildebrand hatte zwischen den Pfosten zunächst fast genauso wenig zu tun wie in der Zeit, als er auf der Bank saß. Während des gesamten ersten Durchgangs drohte von den Gladbachern keinerlei Gefahr.

          Das 0:1 - de Camargo trifft für Gladbach zur Führung Bilderstrecke

          Auch sein Gegenüber Marc-Andre ter Stegen blieb lange unbehelligt. Die Schalker zeigten zwar mehr Interesse am Spiel nach vorn, brachten bei ihren Angriffen aber zu wenig Präzision und Durchschlagskraft auf. Lewis Holtby hatte zwar schon nach wenigen Minuten einen Warnschuss abgegeben, danach geschah lange nichts, was bei den Borussen erhöhte Wachsamkeit erfordert hätte.

          Den Fans blieb nur die Hoffnung auf einen Produktivitätsschub nach der Pause. Davon war zwar nicht viel zu sehen. Aber nach gut einer Stunde wagten die Gladbacher zum ersten Mal einen ernsthaften Vorstoß und erwischten den fröstelnden Hildebrand prompt auf dem falschen Fuß. De Camargo gelang mit einem Schuss, der haltbar erschien, die Führung. Wenig später verpasste es Patrick Herrmann, den Vorsprung auszubauen. So blieben die enttäuschenden Schalker im Spiel und vermochten dank Draxlers Treffer die zweite Heimniederlage doch noch abwenden.

          FC Schalke 04 - Bor. Mönchengladbach 1:1 (0:0)

          FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida, Höwedes, Matip, Fuchs - Jones, Neustädter - Farfán, Holtby (70. Pukki), Draxler - Huntelaar (71. Marica)
          Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Rupp (89. Brouwers), Arango - de Camargo (80. Hanke), Herrmann (78. Mlapa)
          Schiedsrichter: Brych (München)
          Zuschauer: 61.673 (ausverkauft)
          Tore: 0:1 de Camargo (62.), 1:1 Draxler (86.)
          Gelbe Karten: Draxler (4) / Dominguez (4), Herrmann (1), Nordtveit (3)

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