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1:1 gegen Fürth : Hohn für hilflose Wolfsburger

  • -Aktualisiert am

Genervte Blicke auf der Bank: Trainer Magath und seine Mitstreiter sind fassungslos Bild: dapd

Auch gegen Greuther Fürth gelingt dem VfL nur ein 1:1. Die Hilflosigkeit der Wolfsburger wird durch ein kurioses Eigentor von Verteidiger Pogatetz gekrönt.

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          Der Start in eine Saison, in der beim VfL Wolfsburg so vieles besser werden soll, darf nach dem vierten Spieltag der Fußball-Bundesliga als missglückt bezeichnet werden. Im Heimspiel gegen Aufsteiger Greuther Fürth, das 1:1 endete, reichte es wieder nicht zu einem Erfolg vor eigenem Publikum. Die Mehrheit der 25.000 Zuschauer staunte angesichts der Wolfsburger Hilflosigkeit, die durch ein Eigentor von Innenverteidiger Emanuel Pogatetz gekrönt wurde.

          Zwei geschossene Tore und fünf von zwölf möglichen Punkten sind die magere Ausbeute eines teuren Teams, das weiterhin nach einem erfolgreichen Miteinander sucht. Die lautstarken Pfiffe, mit denen die Niedersachsen während der ersten Halbzeit von den eigenen Fans bedacht worden waren, ließen sich vor allem den Unzulänglichkeiten in der Defensive zuordnen.

          Der Däne Simon Kjaer, der eigentlich nie wieder unter der Regie von Felix Magath spielen wollte, wirkt in seiner Rolle als Abräumer vor der Abwehr überfordert und stößt vor allem im Spielaufbau an seine Grenzen. Gleiches gilt für Neuzugang Pogatetz, wenn er knifflige Situationen mit Geschick lösen soll. Beim Führungstreffer der Fürther, der nach einer kuriosen Szene in der 27. Minute als Eigentor gewertet wurde, hatte Pogatetz einen Torwartabschlag von Max Grün unterschätzt und VfL-Torhüter Diego Benaglio den Weg versperrt. Dass der Ball danach im Zweikampf mit Ilir Azemi auch noch von der Schulter von Pogatetz abprallte und zum 0:1 über die Torlinie kullerte, bescherte der mit internationalen Ambitionen bedachten Wolfsburger Mannschaft Hohn und Spott.

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          Während sich die Magath-Elf vergeblich mühte, Ordnung in ihren Spielaufbau zu bekommen, zeigte ihr Herausforderer einen durchaus mutigen Auftritt. Vor allem Sercan Sararer im Mittelfeld und Angreifer Azemi schafften es immer wieder, sich ihren Weg zu bahnen. Der Elan der Franken kam erst ins Stocken, als Ivica Olic den Ausgleich für den VfL Wolfsburg geköpft hatte: Nach einer Vorlage von Bas Dost und einem Lattentreffer von Thomas Kahlenberg behielt der Routinier den Überblick und sorgte für das 1:1 (42. Minute).

          Aber auch nach diesem Treffer und der Auswechslung von Kjaer zur Halbzeit boten die Niedersachsen mehr Solides als Geniales. Und das reichte nicht aus, um eine durchschnittlich besetzte Mannschaft wie Greuther Fürth in die Knie zu zwingen.

          VfL Wolfsburg - SpVgg Greuther Fürth 1:1 (1:1)

          VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Pogatetz, Rodriguez - Kjaer (46. Knoche) - Kahlenberg (87. Lakic), Diego - Olic, Schäfer (46. Vieirinha) - Dost
          SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig (71. Pekovic), Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Fürstner, Petsos - Prib, Sararer (90.+2 Pektürk) - Edu, Azemi (83. Asamoah)
          Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
          Zuschauer: 25 225
          Tore: 0:1 Pogatetz (27./Eigentor), 1:1 Olic (42.)
          Gelbe Karten: - / Mavraj (1), Petsos (1)

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