https://www.faz.net/-gtm-t0v4

1:1 gegen Frankfurt : Amanatidis ärgert die Schalker

  • Aktualisiert am

Rettete den Punkt: Torschütze Amanatidis jubelt mit Spycher Bild: AP

Die Schalker Meisterschaftsträume haben gleich zu Beginn einen Dämpfer erhalten: Der selbst ernannte Titelfavorit kam nicht über ein 1:1 gegen die Frankfurter Eintracht hinaus. Dabei vergab Lincoln per Foulelfmeter die große Chance zur 2:0-Führung.

          2 Min.

          Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Eintracht Frankfurt hat den Titel-Ambitionen des FC Schalke 04 gleich zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga einen Dämpfer verpaßt. Der selbst ernannte Meisterschaftskandidat aus Gelsenkirchen kam trotz spielerischer Überlegenheit und zahlreicher Chancen am Samstag nicht über ein 1:1 (1:0) gegen die Hessen hinaus.

          Vor 61.482 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena brachte Neuzugang Halil Altintop (30.) Schalke zwar mit 1:0 in Führung, doch Ioannis Amanatidis gelang in der 72. Minute für die fleißige Eintracht der Ausgleich. Die größte Chance zum Sieg für die Elf von Trainer Mirko Slomka vergab der Brasilianer Lincoln, der in der 50. Minute per Foulelfmeter am Frankfurter Keeper Markus Pröll scheiterte.

          „Mit dem glücklichen Unentschieden bin ich zufrieden, mit unserer Leistung kann ich überhaupt nicht zufrieden sein“, sagte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel. Sein Schalker Kollege Slomka bemängelte die schlechte Chancenauswertung: „Wir hatten genügend Möglichkeiten, das Spiel schon in der ersten Hälfte zu entscheiden. Ein Bruch kam ins Spiel, als wir den Elfmeter nicht verwandelt haben.“

          Elfmeter gehalten: Frankfurts Torhüter Pröll hielt die Eintracht im Spiel
          Elfmeter gehalten: Frankfurts Torhüter Pröll hielt die Eintracht im Spiel : Bild: REUTERS

          Die Hessen traten stark ersatzgeschwächt beim Revierclub an. Trainer Friedhelm Funkel mußte gleich sieben Spieler wegen Verletzung oder Krankheit ersetzen. Darunter waren auch die drei Neuzugänge Sotirios Kyrgiakos (Magen-Darm-Grippe), Michael Fink und Naohiro Takahara. So mußte in der Abwehr der junge Marco Russ aushelfen, vorn setzte Funkel auf das neue Sturmduo Ioannis Amanatidis und Michael Thurk.

          Pröll rettet in höchster Not

          Die Schalker dagegen konnten bis auf Sören Larsen und Christian Pander ihre beste Formation aufbieten. Die beiden Neuzugänge Peter Löwenkrands und Halil Altintop bildeten gemeinsam mit Nationalspieler Kevin Kuranyi den neuen Angriff.

          Die Schalker übernahmen gegen die Eintracht von Beginn an die Initiative und erspielten sich vor der Pause zahlreiche Torchancen. Doch zunächst konnte der Frankfurter Torhüter Markus Pröll, der den Vorzug vor Oka Nikolov erhalten hatte, gute Möglichkeiten zunichte machen. So entschärfte Pröll Distanzschüsse von Lincoln (14.), Marcello Bordon (14.) sowie Löwenkrands (16.). In der 23. Minute hatten die Schalker Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch ein Versuch von Halil Altintop wurde in höchster Not über die Latte gelenkt.

          Lincoln verpaßt Vorentscheidung

          Wenig später aber fiel die längst überfällige Führung für Schalke. Der ehemalige Lauterer Halil Altintop hatte keine Mühe eine maßgerechte Hereingabe von Kuranyi zum verdienten 1:0 zu verwerten. Bis zum Halbzeitpfiff hätten Kuranyi (39.) und Gustavo Varela (40.), der völlig frei an Pröll scheiterte, das Ergebnis durchaus höher schrauben können. Frankfurt machte aus seinen Möglichkeiten das Beste und blieb bei gelegentlichen Kontern über Amanatidis und Thurk stets gefährlich. Der frühere Mainzer Thurk vergab die beste Möglichkeit der Hessen, als er schon in der zweiten Minute am herauseilenden Schalke-Torhüter Frank Rost scheiterte.

          Schon fünf Minuten nach dem Wechsel hatte Schalke die große Chance zur Vorentscheidung, denn Christoph Spycher hatte im Strafraum Kuranyi gefoult. Doch Schalkes Regisseur Lincoln, der schon in der Vorsaison zwei Elfmeter verschossen hatte, scheiterte per Strafstoß am gut reagierenden Pröll. Auch in der Folgezeit blieb der Gastgeber spielerisch überlegen, machte aus seinen Möglichkeiten jedoch zu wenig. Das sollte sich letztlich rächen, denn Amanatidis gelang nach einer Flanke des eingewechselten Christopher Reinhard der überraschende Ausgleich.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die dänischen Spieler vor dem Spiel gegen Finnland

          Nach Eriksen-Schock : „Dänemark verliert. Aber das Leben hat gewonnen.“

          Die Erleichterung, dass Dänemark Topspieler Cristian Eriksen seinen Zusammenbruch beim EM-Spiel gegen Finnland überlebt hat, ist riesig. Der Schock bei einigen Mitspielern ist dennoch groß. Der dänische Verband kündigt deshalb professionelle Hilfe an.
          Moderator Ken Jebsen während einer Demonstration am 13.12.2014 vor dem Schloss Bellevue in Berlin

          Anonymous : Hacker greifen Ken Jebsen an – Webseite lahmgelegt

          Die Hacker-Gruppe Anonymous hat sich die Seite des Verschwörungstheoretikers Ken Jebsen vorgenommen. Dabei habe sie nicht nur zehntausende Daten zu Abonnenten erbeutet, sondern auch Informationen zu Spenden abgegriffen.

          G 7 in Cornwall : Brexit-Störgeräusche für Johnson

          Eigentlich sollte es beim G-7-Gipfel vor allem um Corona und die Herausforderung durch China und Russland gehen. Doch immer wieder muss sich Gastgeber Boris Johnson auch mit dem Streit mit der EU auseinandersetzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.