https://www.faz.net/-gtm-9oq9a

1:1 gegen Bielefeld : St. Pauli verpasst nach Trainer-Kritik Überraschung

  • Aktualisiert am

Bielefelds Andreas Voglsammer (4. von rechts) im Kampf um den Ball mit Torwart Robin Himmelmann (5. von links) von St. Pauli. Bild: dpa

Beinahe wäre es ein gelungener Saisoneinstand für den FC St. Pauli geworden. Doch kurz vor Schluss erkämpft sich Bielefeld noch den Ausgleich. Zudem äußert sich Trainer Luhukay zu seinem Verbleib in Hamburg.

          1 Min.

          Trotz eines Tors von Profi-Debütant Christian Joe Conteh hat sich Trainer Jos Luhukay einen Tag nach seiner heftigen Generalkritik an seinem FC St. Pauli mit einem Unentschieden begnügen müssen. Nach dem Treffer des 19 Jahre alten Conteh (32.) führten die Hamburger zum Abschluss des 1. Spieltags in der 2. Fußball-Bundesliga bis zur 90. Minute bei Arminia Bielefeld. Doch Manuel Prietl bewahrte die Ostwestfalen, die mancherorts als Geheim-Tipp auf den Aufstieg gehandelt werden, vor einem Fehlstart.

          2. Bundesliga

          Auf der Pressekonferenz am Sonntag hatte Luhukay unter anderem den nicht fertigen Kader, das Fehlen von Ausnahme-Spielern sowie zu große Selbstzufriedenheit im Verein beklagt und erklärt: „Alles über Platz neun wäre ein großer Erfolg.“

          Trotz seiner schonungslosen Analyse hat Trainer Luhukay nach eigener Aussage nicht über einen Rücktritt nachgedacht. „Keine Sekunde“, sagte der Niederländer am Montagabend dem TV-Sender Sky kurz Anpfiff. „Ich habe mich für St. Pauli entschieden. Ich finde nach wie vor St. Pauli einen fantastischen Verein.“ Vor drei Jahren war Luhukay beim VfB Stuttgart nach etlichen Querelen und Kritik an Klub-Verantwortlichen nach nur wenigen Monaten von seinem Posten zurückgetreten.

          Im ersten Montagabend-Spiel der Saison begannen beide Trainer ohne Sommer-Zugang. Und doch überraschte Luhukay gleich mit zwei Personalien: Im Mittelfeld begannen Marc Hornschuh, der nach einem Bandscheibenvorfall fast zwei Jahre kein Profi-Spiel absolviert hatte, und Conteh. Dem war die Nervosität zunächst extrem anzumerken, ehe er nach einem beeindruckenden Solo die Führung erzielte.

          Bis dahin waren die Gastgeber vor 23.857 Zuschauern mit dem Selbstvertrauen der zweitbesten Rückrunden-Mannschaft nach Aufsteiger Paderborn das tonangebende Team gewesen. Doch Paulis Innenverteidiger Marvin Knoll und Christopher Avevor bildeten ein gutes Bollwerk.

          Nach dem 0:1 brauchte die Arminia bis zur Pause, um sich zu erholen. Danach kam sie dann auch zu Chancen: Reinhold Yabo traf die Latte (48.), Jonathan Clauss scheiterte an Pauli-Keeper Robin Himmelmann (51.). Besonderes Glück hatten die Gäste, als Schiedsrichter Bastian Dankert einen bereits gepfiffenen Handelfmeter nach Videobeweis annullierte (73.). Am Ende wurden die Mühen der Ostwestfalen noch belohnt: Prietl war nach der achten Ecke per Kopf zur Stelle.

          Weitere Themen

          Das Drama um Christian Eriksen Video-Seite öffnen

          Herzdruckmassage auf dem Platz : Das Drama um Christian Eriksen

          Bei der Begegnung zwischen Dänemark und Finnland war der 29-jährige Christian Eriksen kurz vor Ende der ersten Halbzeit kollabiert. Fans und Spieler zeigten sich fassungslos. Die gute Nachricht: Der Zustand des dänischen Nationalspielers hat sich stabilisiert.

          Topmeldungen

          0:1 gegen Frankreich : Deutscher EM-Fehlstart mit Verve

          Mats Hummels trifft – ins eigene Tor: Beim 0:1 gegen Frankreich überzeugt die Einstellung von Joachim Löws Team. Die Niederlage der Deutschen zeigt aber auch, was zur Klasse der Franzosen fehlt.
          Innenansicht des „IBM Quantum System One“

          Quantencomputer vorgestellt : Rechnen mit kleinsten Teilchen

          Bei Stuttgart steht der erste kommerziell nutzbare Quantencomputer in Europa. Die Forschung verspricht sich von ihm bahnbrechende Ergebnisse, die Industrie kräftige Impulse.
          Von Mazar nach Calw: Brigadegeneral Ansgar Meyer, Kommandeur des letzten deutschen Afghanistankontingents

          Ansgar Meyer : Ein Außenseiter für das KSK

          Brigadegeneral Ansgar Meyer hatte in seiner langen Karriere mit dem KSK lange nichts zu tun. Dennoch übernimmt er nun den Eliteverband. Oder gerade deshalb.
          „Ich fühle mich absolut wunderbar“: Eine unabhängige Journalistin widersprach den Aussagen von Roman Protassewitsch während der Minsker Inszenierung.

          Propaganda in Belarus : „Ich glaube Ihnen nicht“

          Das Lukaschenko-Regime in Belarus benutzt den inhaftierten Journalisten Roman Protassewitsch weiter für seine Propaganda-Inszenierungen. Doch in den öffentlichen Vorführungen regt sich nun auch Widerspruch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.