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1:0 in Nürnberg : Seferovic macht Frankfurt froh

Mann des Tages: Haris Seferovic macht Frankfurt froh Bild: Reuters

Nach einem halben Jahr trifft Stürmer Seferovic wieder das Tor – und Eintracht Frankfurt bleibt erstklassig: das 1:0 bei zu defensiven Nürnbergern reicht nach dem 1:1 im Hinspiel.

          Geschafft! Die Rettung erster Klasse ist geglückt. Ein einziges Tor reichte der Frankfurter Eintracht dafür, um sich im Relegationsduell gegen den Zweitligadritten 1. FC Nürnberg durchzusetzen. Haris Seferovic war der umjubelte Mann des Rückspiels, denn es war der Schweizer, der in der 66. Minute den 1:0-Siegtreffer erzielte. Wie schon im Hinspiel am Donnerstag, als der „Club“ dank eines Eigentores von Eintracht-Verteidiger Marco Russ zu einem schmeichelhaften 1:1 gekommen war, war die Eintracht auch im zweiten Kräftemessen am Montag die spielerisch klar dominierende Mannschaft.

          Diesmal aber wurde ihr Einsatz im mit 50.000 Zuschauern ausverkauften Frankenstadion belohnt. Seferovics Volltreffer versetzte die gesamte Eintracht in Glückseligkeit. „Ich freue mich, dass wir es geschafft haben“, sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac in der ARD: „In zwei Spielen waren wir klar besser. Es wäre tragisch gewesen, wenn wir es nicht geschafft hätten.“ Er zeigte aber auch „totales Mitgefühl für die Nürnberger“. Held der Frankfurter war Seferovic. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, meinte der Stürmer. „Das ist eine Erleichterung für die Fans, den Verein, die Stadt.“

          Der Moment nach dem entscheidenden Moment: Seferovic dreht jubelnd ab, die Nürnberger fallen in sich zusammen. Bilderstrecke

          Auf jetzt, Frankfurt. Am Tag der Tage hatten sich zur Einstimmung auf das Spiel der Spiele jede Menge Prominente aus der Stadt zu Wort gemeldet. Tenor all der Mutmacher: Die Eintracht packt das. Der Abstieg wird vermieden. Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte fast schon fordernd: „Die Eintracht muss in der ersten Liga bleiben. Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern weil ein Erstligaklub auch wichtig für das Image der Stadt ist.“ Der für den Sport in Frankfurt zuständige Dezernent Markus Frank fühlte sich sogar besonders dicht am Puls der Zeit, denn er glaubte zu wissen: „Die Eintracht spürt, dass sie die ganze Stadt hinter sich hat.“

          Im Frankenstadion waren es dann am Abend vor allem die mehr als 5000 mitgereisten Fans, die hinter der Eintracht standen. Einige Chaoten nutzten wieder einmal die Bühne, um Raketen und Bengalos zu entzünden, was auch die sogenannten Nürnberger Fans veranlasste, Feuer unter dem Dach des Frankenstadions zu entfachen.

          Daumen drücken und ganz nah dabei sein: Die Eintracht hatte sich dazu entschlossen, mit dem kompletten Kader inklusive aller Mitarbeiter der Lizenzspielerabteilung nach Nürnberg zu fahren. Eine Maßnahme, die es in dieser Form zuletzt beim Europa League-Spiel in Porto gegeben hatte. Die Frankfurter wollten Zusammenhalt und Geschlossenheit dokumentieren. Eine Strategie, die sich auch auf das spielende Personal übertragen sollte.

          Auf jene elf Profis, auf die es an diesem zukunftweisenden Montagabend ankam. Trainer Niko Kovac hatte sich dazu entschlossen, Alexander Meier und Stefan Aigner zunächst auf der Bank zu lassen. Marc Stendera, einer der sogenannten Kreativspieler, durfte sich ebenso von Beginn an in der Startelf beweisen wie auch Stürmer Änis-Ben Hatira. Kovac brachte zudem Carlos Zambrano als dritte Änderung gegenüber dem Hinspiel in die Mannschaft. Der Peruaner, gemeinhin der Abwehrchef der Eintracht und in Nürnberg Kapitän, ersetzte Marco Russ, der im Hinspiel beim 1:1 die zehnte Gelbe Karte gesehen hatte und für das Rückspiel gesperrt war. Russ hatte als einziger die Reise nach Nürnberg nicht mitgemacht. Der Innenverteidiger und stellvertretende Mannschaftskapitän wurde bereits am Montagmorgen wegen seiner Tumorerkrankung operiert.

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