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1:0 in Karlsruhe : Frankfurt siegt in einem hitzigen Duell

  • Aktualisiert am

Matchwinner in Karlsruhe: Frankfurts Michael Fink Bild: dpa

Ein Tor entschied das hitzige und hochklassige Duell zwischen Karlsruhe und Frankfurt. Michael Fink traf für die Eintracht nach 25 Minuten und ließ die imposante Heimserie des Aufsteigers reißen. Aber auch abseits des Platzes gab es viel Aufregung.

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          Der erfolgsverwöhnte Aufsteiger Karlsruher SC ist erst einmal aus seinen Uefa-Cup-Träumen gerissen worden: Die Badener unterlagen am Samstag Eintracht Frankfurt mit 0:1 (0:1) und kassierten damit die erste Heimniederlage in der Fußball-Bundesliga seit dem 23. September beim 1:4 gegen den FC Bayern.

          Vor 29.348 Zuschauern erzielte Michael Fink (25. Minute) das Tor des Tages in einer zeitweise hektischen, aber selten hochklassigen Partie. Damit drehten die Hessen das Ergebnis aus dem Hinspiel und feierten ihren dritten Auswärtssieg in dieser Saison. „Das war grauslig“, räumte Andreas Görlitz ein. „Wir haben viel zu viele Fehlpässe gespielt und kein Mittel gefunden, uns Torchancen zu erarbeiten.“

          „Sehr zerfahren, sehr unruhig, mit vielen Fehlern“

          Die schon feststehenden Abgänge zum Saisonende hätten das Team nicht aber verunsichert. „Das war kein großes Thema heute. Es gibt einfach so Tage“, sagte der KSC-Verteidiger, der in „zwei, drei Wochen“ entscheiden will, ob er im Sommer zu Bayern München zurückkehren wird. KSC-Coach Edmund Becker sprach von einem schlechten Spiel seiner Elf: „Es war sehr zerfahren, sehr unruhig und mit vielen Fehlern.“

          Frankfurt hatte in Karlsruhe immer wieder die Nase vorne
          Frankfurt hatte in Karlsruhe immer wieder die Nase vorne : Bild: dpa

          Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel musste angesichts der Personalnot eine Notabwehr aufbieten. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen angesichts unserer personellen Lage“, lobte er seine Schützlinge. „Wir haben gut gespielt, aber trotzdem hatte ich immer Angst, dass wir irgendwann ein blödes Gegentor kassieren.“

          Fenin hat die dickste Chance für die Frankfurter

          Die Hintermannschaft der Gäste stand jedoch gut gegen die meist ideenlos anrennenden Karlsruher. Bei den Badenern wog der Ausfall von Torjäger Joshua Kennedy schwerer: KSC-Coach Edmund Becker hatte zum ersten Mal in diesem Jahr wieder Edmond Kapllani das Vertrauen geschenkt. Der Albaner, der noch ohne Saisontor ist, tat sich jedoch enorm schwer als einzige Sturmspitze.

          Zudem konnte Spielmacher Tamas Hajnal an seinem 27. Geburtstag in keiner Phase glänzen. Die erste dicke Chance hatte Martin Fenin für die Frankfurter: Nach schönem Zuspiel von Ioannis Amanatidis über die Abwehr hinweg schoss der Tscheche jedoch übers Tor (12.). Die ansonsten so sichere Innenverteidigung des KSC mit Kapitän Mario Eggimann und Maik Franz war beim Führungstreffer der Hessen abermals nicht im Bilde.

          Viel Aufregung auf und neben dem Spielfeld

          Nach einer Flanke von Markus Weissenberger entwischte Fink den beiden Abwehrspielern und schoss zum 1:0 ein. Der Treffer war der Auslöser für einige Hektik im Wildparkstadion: In der Eintracht-Kurve wurden Rauchbomben gezündet und auf dem Rasen ging es heiß her zwischen Amanatidis und Franz: Der Frankfurter Kapitän und der für sein Temperament bekannte Karlsruhe Abwehrspieler gerieten mehrfach aneinander. Schiedsrichter Günter Perl hatte alle Hände voll zu tun, die Streithähne zu trennen.

          Zur Halbzeit ließ Funkel seinen griechischen Stürmer dann in der Kabine. Eine Vorentscheidung zugunsten der Eintracht verpasste Benjamin Köhler in der 54. Minute, als er frei vor Markus Miller den KSC- Torwart anschoss. Der KSC blieb in der zweiten Halbzeit ohne klare Chance. Patrick Ochs und Fenin verpassten es bei Kontern auf der Gegenseite, frühzeitig alles klarzumachen.

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