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1:0 in Düsseldorf : Werder jubelt im Kellerduell – Sorgen um Kevin Vogt

  • Aktualisiert am

Jubelschreie im Düsseldorfer Stadion: Bremens Torschütze Niklas Moisander (Mitte) Bild: EPA

Lange ist die Partie ausgeglichen, dann fällt das entscheidende Tor: Bremen setzt sich knapp bei der Fortuna durch und sichert sich ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Kurz vor dem Abpfiff kommt es jedoch zu einer Schrecksekunde.

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          Nach der hektischen Schlussphase konnte sich Davy Klaassen nicht mehr richtig freuen. „Das ist schon eine schwierige Situation mit der Verletzung von Kevin Vogt und dem Platzverweis gegen Niklas Moisander“, sagte Werder Bremens Mittelfeldspieler nach dem 1:0 (0:0)-Sieg bei Fortuna Düsseldorf und dem Ende der Negativserie.

          Bundesliga

          Doch der Sieg wurde in der Nachspielzeit teuer erkauft. Neuzugang Vogt war nach einem unglücklichen Zusammenprall mit dem eigenen Torhüter Jiri Pavlenka kurz bewusstlos und musste mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zudem erhielt Kapitän Moisander, dessen Kopfball in der 67. Minute von Fortunas Torhüter Florian Kastenmeier ins Tor abprallte, in der Schlussphase wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte.

          Bremens Trainer Florian Kohfeldt war zwar glücklich über den Sieg. „Aber ich mache mir große Sorgen um Kevin Vogt, der ins Krankenhaus musste und auch wieder bei Bewusstsein ist. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist wie es aussah, und dass er da ohne Gesichtsbrüche durchkommt“, meinte der Coach nach der hektischen Schlussphase. Fortunas Trainer Friedhelm Funkel sagte: „Mich hat das sofort an unseren früheren Spieler Kevin Akpoguma erinnert, der sich in einer solchen Szene einen Halswirbelbruch zugezogen hatte. Ich hoffe, dass es diesmal nicht so schlimm ist.“ Am späten Abend kam dann die Entwarnung: Vogt ist tatsächlich „nur“ mit einer Gehirnerschütterung davongekommen, wie die Grün-Weißen mitteilten.

          Mit dem ersten Sieg nach zuvor vier Niederlagen haben die Bremer die direkten Abstiegsplätze verlassen und konnten an Konkurrent Fortuna vorbei auf Platz 16 vorrücken. „Der Sieg tut natürlich super gut“, meinte Leonardo Bittencourt. „Wir haben unser Tor verteidigt, als sei es unser letztes Spiel“, meinte Bremens Mittelfeldspieler. Vor 46.000 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena zeigte die Fortuna eine kämpferisch gute Leistung, hatte aber in der Offensive keine Durchschlagskraft.

          Kohfeldt, der durch eine Fußverletzung selbst gehandicapt war, hatte nach der intensiven Vorbereitung seine Mannschaft gleich auf fünf Positionen verändert und Winterzugang Vogt in das Zentrum der Dreier-Abwehrreihe setzt. Im defensiven Mittelfeld erhielt diesmal Nuri Sahin den Vorzug.

          Die Düsseldorfer, die ohne ihren Stamm-Torhüter Zack Steffen (Knieverletzung) auskommen mussten und in Kastenmeier einen Bundesliga-Debütanten zwischen den Pfosten hatten, wählten eine offensive Variante mit Neuzugang Steven Skrzybski und Dawid Kownacki neben Torjäger Rouwen Hennings.

          Die Gäste setzten die Düsseldorfer und ihren 22 Jahre alten Schlussmann früh unter Druck und hatten auch spielerische Vorteile. Ein Distanzschuss des gefährlichen Milot Rashica (17.) verfehlte nur knapp das Ziel. Fortunas Reservekeeper, der lediglich im DFB-Pokal diese Saison einen Einsatz hatte, parierte in der 52. Minute noch einen Kopfball von Rashica.

          Im Angriff fehlte der Fortuna allerdings trotz des Stürmer-Trios die Durchschlagskraft. Eine Doppelchance von Alfredo Morales (31.) und Hennings (32.), die beide mit einem Linksschuss an Pavlenka scheiterten, ließen die Rheinländer ungenutzt. Die Entscheidung fiel nach einem Freistoß von Rashica, der bei Moisander landete. Fortunas Torhüter, der sich bei dieser Flanke verschätzte, lenkte den Kopfball dann mit der Schulter ins eigene Tor. „Da gibt es keinen Vorwurf. Das war unglücklich“, meinte Funkel.

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