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1:0 in Cottbus : Dante erlöst Mönchengladbach in letzter Minute

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Da oben sitzt einer, der ihm den Weg zum Tor geebnet hat - denkt Dante Bild: REUTERS

Die Gladbacher mausern sich in der heißen Phase im Abstiegskampf zu Glücksrittern in der letzten Minute. Wie schon gegen Schalke am Sonntag traf die Borussia auch in Cottbus in der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg. Dante war der glückliche Torschütze.

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          Der Brasilianer Dante hat Borussia Mönchengladbach der Rettung vor dem Abstieg ganz nahe gebracht. Mit seinem Kopfball-Treffer in der Nachspielzeit (90.+1) sicherte der Abwehrspieler den Borussen am Mittwoch den verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg bei Energie Cottbus, mit dem sich die Mannschaft von Trainer Hans Meyer vielleicht schon entscheidend vom Tabellenende absetzen konnte. Dagegen droht den Lausitzern nach der 19. Saisonniederlage vor 20.850 Zuschauern im Stadion der Freundschaft der zweite Abstieg aus dem Oberhaus nach 2003 (siehe auch: Die aktuelle Tabelle der Fußball-Bundesliga).

          Die Abstiegsangst im Duell der punktgleichen Teams war förmlich spürbar. Zwar stellten die Cottbuser das etwas aktivere Team, allerdings fehlte ihnen in der Offensive ohne die angeschlagenen Angreifer Dimitar Rangelow und Ivica Iliev die Durchschlagskraft. Drei Tage nach dem 1:0-Erfolg gegen Schalke (siehe auch: 1:0 gegen Schalke: Gladbach trifft zur rechten Zeit) wirkte Gladbach spielerisch reifer, suchte aber nach vorsichtigem Beginn erst im zweiten Durchgang entschlossener den Weg nach vorne.

          Galasek verletzt sich schon beim Aufwärmen am Rücken

          Für Trainer Hans Meyer waren im Alles-oder-Nichts-Spiel Kämpfer gefragt, deshalb blieb Dribbelkünstler Marko Marin zunächst auf der Bank. Weil sich Routinier Tomas Galasek beim Aufwärmen am Rücken verletzte, rückte Patrick Paauwe bei der Borussia ins defensive Mittelfeld. Eine Viertelstunde lang tat sich in beiden Strafräumen überhaupt nichts, dann bot sich den Hausherren durch Dennis Sörensen die erste gute Möglichkeit. Doch Borussen-Keeper Logan Bailly parierte den Kopfball des Dänen mit dem Fuß (15.).

          Augen zu und drin: Dante (r.) köpfte Gladbach spät zum Sieg

          Sechs Minuten vor der Pause fand Sörensen mit einem Schuss aus spitzem Winkel erneut in dem belgischen Keeper der Gäste seinen Meister. Auf der Gegenseite blieb Gerhard Tremmel im Kasten der Cottbuser bis zur 45. Minute weitgehend beschäftigungslos, dann musste er bei einem 25 Meter-Freistoß von Michael Bradley erstmals eingreifen. „Mit einem Sieg könnten wir einen echten Befreiungsschlag landen“, hatte Borussia-Sportdirektor Max Eberl vor dem Spiel geäußert.

          Vor dem Gladbacher Tor hat Shao die große Chance zum 1:0

          Doch davon waren die Gladbacher in einer nun lebhafter werdenden Partie zunächst noch weit entfernt. Nach einem missglückten Rückpass von Filip Daems musste Bailly gegen Stanislav Angelow (51.) Kopf und Kragen riskieren, um das 0:1 zu verhindern. Auf der anderen Seite rettete Mario Cvitanovic bei einem Schuss von Karim Matmour (60.) für den schon geschlagenen Keeper auf der Linie und vereitelte die Führung der Gladbacher, die nun einen Zahn zulegten. So war Tremmel beim Schuss von Roberto Colautti (63.) abermals auf dem Posten. Mit Marin für Alexander Baumjohann versuchte Gäste-Coach Meyer seinem nun klar überlegenen Team in der Schlussphase frische Impulse zu geben, doch der erlösende Treffer gelang den Borussen erst, nachdem der eingewechselte Jiayi Shao (85.) das Siegtor für die Gastgeber verpasst hatte.

          „Wir haben mit den zwei Siegen den Ballast ein wenig abgeschüttelt, aber wir sind noch nicht durch“, meinte Gladbachs Coach Meyer nach dem zweiten Last-Minute-Sieg seiner Elf innerhalb von drei Tagen. Derweil drohen in der Lausitz die Bundesliga-Lichter auszugehen. „Das einzig Positive ist, dass die anderen auch nicht gewonnen haben. Wir haben noch zwei Spiele und zwei Chancen“, erklärte Klubchef Ulrich Lepsch. „Es ist nach wie vor die Situation, dass noch alles möglich ist“, gab sich auch Coach Bojan Prasnikar kämpferisch.

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