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1:0 gegen Wolfsburg : Hannover ist die Nummer eins in Niedersachsen

  • -Aktualisiert am

Das war nichts: Diego Benaglio lässt einen Fernschuss durchrutschen - Wolfsburg verliert Bild: dapd

1:0 im „Sparflammen-Derby“: Hannover besiegt die personell runderneuerten Wolfsburger knapp. Pinto schießt früh das Tor des Tages, weil VfL-Torwart Benaglio patzt. Wolfsburgs Diego verschießt zudem spät einen Foulelfmeter.

          Die Tabelle lügt nicht, und so bewies Hannover 96 am Samstagnachmittag mit einem 1:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg, wer zurzeit die führende Kraft im niedersächsischen Segment der Fußball-Bundesliga ist. Sergio Pintos früher Treffer (5. Minute) reichte, weil Diego Wolfsburgs beste Ausgleichschance bei seinem verschossenen Strafstoß vergab. 96 bleibt als Tabellenvierter ein Europapokal-Anwärter; der VfL dagegen muss sich als derzeit Zwölfter auf einen harten Abstiegskampf gefasst machen. „Wir müssen jetzt punkten und punkten und weiter hart arbeiten“, sagte der Wolfsburger Kapitän Marcel Schäfer.

          Von einem „Sparflammen-Derby“ hatte der hannoversche Trainer Mirko Slomka vorher gesprochen. Und hatte damit völlig recht. Nur 37.000 von 49.000 möglichen Besuchern waren zum Duell des Traditionsklubs mit dem neuzeitlichen Werksverein in die AWD-Arena gekommen. 96 wollte eine schwarze Serie gegen den VfL beenden: Nach sechs Niederlagen in Serie sollte mal wieder ein voller Erfolg über den östlichen Nachbarn her.

          Zum Vorprogramm gehörte auch eine kleine Stichelei, für die unter Slomkas Spielern auch auf dem Rasen der Portugiese Sergio Pinto allemal gut ist. „Der VfL“, sagte der Mittelfeldspieler beim Blick auf die sechs Wintertransfers des deutschen Meisters von 2009, „kann wahllos einkaufen. Ist da eine Strategie oder ein Konzept dahinter?“

          Hannovers Torschütze Sergio Pinto lässt sich feiern

          Diego knallt einen Foulelfmeter an die Latte

          Beim VfL ließen sie sich auf solcherlei Scharmützel nicht ein. Trainer Steve McClaren ließ zwei seiner Neuen von vornherein ran: den aus Nürnberger Zeiten bekannten Tschechen Jan Polak und Tuncay, den Kapitän der türkischen Nationalmannschaft, auf der linken Mittelfeldseite. Der aus Leverkusen für fünf Millionen Euro gekommene Angreifer Patrick Helmes saß zunächst auf der Bank.

          Die erste Spitze aber setzte der Hannoveraner Agent provocateur: Mit dem ersten Schuss aufs Wolfsburger Tor traf Sergio Pinto auch schon aus rund zwanzig Metern (5.). Torhüter Benaglio war in diesem Moment noch nicht auf Betriebstemperatur und ließ den Ball unter sich durchflutschen. In der Folge setzte sich das aggressivere Spiel von 96 im Zweifel meistens durch. Zu selten wehrten sich die Wolfsburger Profis beherzt gegen schneidige Widersacher wie Pinto, Schulz oder Pogatetz.

          Und so reagierte McClaren, schickte zur zweiten Hälfte Helmes als Partner des einsamen Grafite auf den Platz, um endlich den Vortrieb des Wolfsburger Spiels zu beflügeln. Für den deutschen Nationalspieler blieb der brasilianische Nationalspieler Josué draußen. Nun wurde die Partie bewegter - auf beiden Seiten.

          Auch dem VfL boten sich gute Gelegenheiten; die allerbeste vertat Diego, der von Pogatetz im Strafraum gefoult worden war. Der Strafstoß des Brasilianers knallte gegen die Latte (80.). Glück für Hannover 96, das letztlich jedoch seine Negativserie gegen den Nachbarn beendete und bewies, warum die „Roten“ derzeit die Nummer eins in Niedersachsen sind.

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