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1:0 gegen Hannover : Eintracht-Sieg nach Fehlentscheidung

Jubel bei den Frankfurtern nach dem Erfolg gegen Hannover. Bild: EPA

Weil es Eckball statt Abstoß gab, kommt Frankfurt zum Torerfolg und ist nun zumindest tabellarisch weiter ein Champions-League-Kandidat. Hannover hat wenige Chancen, die Unruhe im Klub wird bleiben.

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          Als Schiedsrichter Marco Fritz am Samstag die Partie in Frankfurt anpfiff, hatte André Breitenreiter ein Zwischenziel erreicht: Endlich ging es für ihn und die Spieler von Hannover 96 mal wieder ausschließlich um Fußball. Knapp zwei Stunden später, nachdem für seine Elf beim 0:1 gegen die Eintracht die neunte Saisonniederlage zu Buche stand, musste der Trainer des Tabellenzehnten feststellen, dass es seiner Mannschaft nicht gelungen war, die Aufregung, die dem Klub in der zurückliegenden Woche zu schaffen machte, auszublenden.

          Bundesliga
          Marc Heinrich
          (mah.), Sport

          Der Misserfolg dürfte nicht dazu beitragen, dass bei den Niedersachsen die Unruhe verschwindet, die vom Streit zwischen Fans und Präsident Kind sowie anhaltenden Abschiedsspekulationen um Manager Horst Heldt befeuert wird. Breitenreiters Arbeitsumfeld bleibt ein besonders schwieriges, während sich Kollege Niko Kovac mit den Frankfurtern in der Spitzengruppe der Tabelle ungeahnte Perspektiven bieten.

          Es war nicht allzu viel, was beide Seiten zur Unterhaltung des Publikums beitrugen. Die Hessen begannen engagiert. Ante Rebic vergab die Chance zur frühen Führung (6. Minute), Timothy Chandler schloss einen Vorstoß ohne Übersicht ab (11.), und Danny da Costa zielte mit dem Kopf auf Vorlage von Jonathan de Guzman zu ungenau (13.). Später trat de Guzman einen Eckstoß mit Wucht in den Strafraum, wo Da Costa die Kugel mit der Stirn unhaltbar ins Netz drückte (39.). Ein glücklicher Treffer für die Hessen, dem eine Unachtsamkeit des Schiedsrichtergespanns vorausgegangen war: Den Eckstoß hätte es nicht geben dürfen, weil zuvor der Frankfurter Marius Wolf zuletzt den Ball berührt hatte.

          Große Aufregung herrschte nach einer Stunde: Albornoz ging im Strafraum beim Duell mit da Costa zu Fall. Korb zeigte prompt auf den Strafstoßpunkt, nahm die Entscheidung nach Studium der Videobilder aber zurück. Stattdessen sah Albornoz für seine Schwalbe die Gelbe Karte. Den Vorsprung brachte die Eintracht danach mit Glück und Geschick über die Zeit.

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          Sportvorstand Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt will sich bei Hannover 96 und Martin Kind entschuldigen, weil Frankfurter Fans den Hannoveraner Klubchef während des Spiels massiv beleidigt hatten. „Das geht nicht. Ich werde mich dafür bei Martin Kind entschuldigen“, sagte Bobic, der früher selbst einmal für Hannover 96 gespielt hatte. Der Unternehmer liegt schon seit Monaten mit Anhängern seines eigenen Vereins im Streit. Die 96-Ultras wollen nicht, dass Kind neben seiner großen Machtfülle auch noch die Mehrheitsanteile an dem Klub übernimmt. Doch während sie in der vergangenen Woche während des Heimspiels gegen Borussia Mönchengladbach noch lautstark gegen Kind protestierten, blieb es an diesem Samstag beim Spiel in Frankfurt für 90 Minuten im Gästeblock still. Dafür beleidigten Eintracht-Anhänger den 96-Chef zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Sprechchören. (dpa)

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