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1:0 gegen Freiburg : Die Minimalisten vom Niederrhein

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Gladbacher Fahnenappell: Hrgota und Kruse huldigen dem Torschützen Herrmann Bild: dpa

Borussia Mönchengladbach macht im neuen Jahr aus zwei Toren sechs Punkte: auch gegen Freiburg reicht ein Herrmann-Treffer zum Sieg.

          Mit einem perfekten Rückrundenstart hat Borussia Mönchengladbach seinen Champions-League-Platz in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Drei Tage nach dem 1:0 beim VfB Stuttgart musste die Mannschaft von Trainer Lucien Favre beim knappen 1:0 (1:0) gegen den SC Freiburg aber lange um den Heimsieg bangen. Erneut war Patrick Herrmann am Dienstagabend vor der Saison-Minuskulisse von 37.091 Zuschauern im Borussia-Park mit seinem fünften Saisontor (23. Minute) der Matchwinner. Gladbach festigte als Tabellen-Dritter mit nunmehr 33 Punkten seinen Spitzenplatz. Die mutig und frech aufspielenden Freiburger verpassten nach dem 4:1 gegen Frankfurt dagegen einen weiteren Schritt aus der Abstiegszone.

          Nach ihrem 29. Saisonpflichtspiel müssen die Gladbacher schon am Freitag wieder ran - das Spiel gegen den Verfolger auf Schalke ist dann die dritte Partie in sechs Tagen. Dennoch überraschte Favre, der „Meister der Rotation“, diesmal mit dem Fußball-Klassiker „Never change a winning team“. Denn der Schweizer schickte genau jene Startelf auf den Rasen wie beim Sieg in Stuttgart. Das Gästeteam - nur Tabellen-Letzter nach der Hinrunde - spielte drei Tage nach Traumstart ins neue Jahr (4:1 gegen Frankfurt)  selbstbewusst und zuweilen richtig frech auf. Vor allem Jonathan Schmid kurbelte die Angriffe an und führte im Mittelfeld klug Regie, vergab aber die Riesen-Ausgleichschance (83.). Die Winter-Neuzugänge Nils Petersen und Mats Møller Daehli rotierten als Doppelspitze in die Startelf; allerdings fehlten SC-Trainer Christian Streich neben dem verletzten Admir Mehmedi weiterhin vier etatmäßige Innenverteidiger.

          Nach 120 Sekunden setzten die Hausherren ein erstes Signal: Nur mit Mühe konnte der glänzend aufgelegte Roman Bürki den Volley-Kracher von Herrmann parieren. Bei den beiden „Hundertprozentigen“ von Branimir Hrgota und erneut Herrmann innerhalb von einer Minute hätte der SC-Keeper indes keine Chance gehabt (6.) - nur Zentimeter fehlten jeweils zum 1:0. Auf der Gegenseite zischte ein Schuss von Mike Frantz knapp über die Latte (20.), die Gäste wurden mutiger - doch das Tor machte der Europa-League-Teilnehmer.

          Bei Herrmanns fünftem Saisontreffer kam die Vorlage wie beim 1:0 in Stuttgart von Hrgota. Allerdings leisteten die sehr hochstehende Freiburger Abwehr und Außenverteidiger Christian Günter mit einem „Luftloch“ Schützenhilfe.

          Bürki war ein sicherer Rückhalt beim Sportclub, ohne den glänzend aufgelegten Schweizer hätten die Gastgeber zur Pause höher geführt. Die von Streich offensiv eingestellten Breisgauer versteckten sich nicht und hatten deutlich mehr Ballbesitz, Petersen vergab kurz vor der Halbzeitpause aus sieben Metern die bislang beste Chance - er schob Borussia-Keeper Yann Sommer den Ball in die Arme.

          Nach Wiederanpfiff lag das 1:1 erneut in der Luft, nach einem Patzer von Oscar Wendt vergab Felix Klaus (48.). Die Gäste steckten in einem nach der Pause schwächer werdenden Duell nie auf, Max Kruse vergab für die Gladbacher das 2:0 und damit die Entscheidung (81.).

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