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1:0 gegen Freiburg : Die Hertha macht Klinsmann froh

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Als Kollektiv erfolgreich: Berlin gewinnt gegen Freiburg. Bild: EPA

Gegen den SC Freiburg kommt Jürgen Klinsmann zu seinem ersten Bundesliga-Sieg als neuer Hertha-Trainer. Vladimir Darida glänzt als Torschütze und macht Hoffnung für die kommenden Wochen.

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          Jürgen Klinsmann hat dank Vladimir Darida den ersehnten ersten Sieg als Trainer von Hertha BSC gefeiert und darf weiter auf Aufbruchstimmung im Nichtabstiegskampf hoffen. Die Berliner bezwangen den SC Freiburg in einer mäßigen Partie am Samstag mit 1:0 (0:0) und versetzten den Breisgauern im Rennen um die Europapokalplätze einen Dämpfer. Mit einem Flatterschuss aus gut 20 Metern sorgte Darida in der 53. Minute für den Premierenerfolg im dritten Spiel unter Klinsmann.

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          „Das waren drei wichtige Punkte vor den letzten beiden Spielen in diesem Jahr“, meinte Matchwinner Darida bei Sky. „Der Sieg sollte uns Selbstbewusstsein geben. Ich hoffe, wir können in den nächsten beiden Spielen auch punkten und uns dann in der Rückrunde weiter steigern.“ Klinsmann freute sich mit Darida: „Dass Vladi trifft, ist bezeichnend, er opfert sich immer für die Mannschaft. Wir haben uns diesen Sieg gemeinsam erarbeitet.“

          Vor der mäßigen Kulisse von 37.343 Zuschauern im Olympiastadion schien die Atmosphäre angesichts von lauten Pfiffen zur Halbzeit schon zu kippen, nach dem Schlusspfiff durften Klinsmann und die Hertha-Fans aber befreit jubeln. Der Hauptstadtklub verhinderte die vierte Heimniederlage in Serie und damit die Einstellung eines Vereinsnegativrekords in der Bundesliga. Die passiven Freiburger warten weiter seit Ende September auf einen Auswärtserfolg und rutschten vor den Augen des neuen DFB-Präsidenten und früheren Vereinschefs Fritz Keller vom fünften Tabellenplatz.

          Hertha präsentierte sich kollektiv zwar etwas gefestigter, zeigte aber bei individuellen Aussetzern weiter deutliche Verunsicherung. Torwart Rune Jarstein offenbarte bei seiner Rückkehr nach Rotsperre gleich mehrfach ungewohnte Unsicherheiten im Aufbauspiel. Nach einer Viertelstunde erhob sich Klinsmann erstmals von seiner Trainerbank, versuchte Einfluss zu nehmen, beklatschte den zu schwachen Schussversuch von Vedad Ibisevic (16.) aus gut 20 Metern.

          Durch das Startelfdebüt des Kapitäns in seiner Amtszeit ging Klinsmann ins Risiko, setzte auf eine Doppelspitze mit dem formschwachen Davie Selke. „Das ist eine offensivere Variante, aber wir brauchen hier unbedingt drei Punkte“, betonte der frühere Bundestrainer vor dem Anpfiff im Pay-TV-Sender Sky.

          Sein Team versuchte durch schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn zum Erfolg zu kommen, doch bis auf zwei Chancen durch Javairo Dilrosun (26.) nach feinem Solo und Selke (37.) blieb Hertha harmlos. Bei Ballbesitz von Hertha zog sich Freiburg weit zurück, das Heimteam wusste mit dem Platz wenig anzufangen. So tönten bereits zehn Minuten vor der Halbzeitpause erste Pfiffe durch das Olympiastadion, zu einem Pfeifkonzert trotteten die Hertha-Profis dann in die Kabine.

          Nach vier Auswärtsspielen ohne Sieg nacheinander waren aber auch die Gäste auf Sicherheit bedacht. SC-Coach Christian Streich vertraute der gleichen Anfangsformation wie gegen den VfL Wolfsburg, anders beim späten 1:0-Erfolg vor einer Woche blieb es aber nicht bis zur Schlussphase torlos.

          Nach Doppelpass mit Selke bestrafte Darida die Freiburger Passivität in der Defensive. Der Mittelfeldspieler traf in seinem 100. Bundesligaspiel für Hertha gegen seinen früheren Verein. Vier Minuten später verpasste Nationalverteidiger Robin Koch knapp den Ausgleich. Doch nach einer kurzen Drangphase der Freiburger stand die Hertha-Verteidigung wieder sicher – und ließ nichts mehr zu.

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