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1:0 gegen Bochum : Stuttgart atmet auf: Hilbert erlöst den VfB

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Osorio kommt zu spät, Pfertzel zieht ab Bild: ddp

Der VfB Stuttgart hat den Sprung ins Tabellenmittelfeld geschafft. Roberto Hilbert erzielte kurz nach der Pause gegen den VfL Bochum den entscheidenden Treffer. Die Gäste stecken nun im Abstiegskampf.

          Der VfB Stuttgart hat den ersten Schritt aus der Krise gemacht, bis zur Meisterform aber noch einen weiten Weg vor sich. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh besiegte am Mittwochabend den VfL Bochum mit 1:0 (0:0) und schaffte in einer schwachen Begegnung mit dem dritten Saisonsieg den Sprung ins Mittelfeld der Fußball-Bundesliga.

          Nationalspieler Roberto Hilbert erlöste in der 50. Minute den schwächelnden Meister, der sich vor 34.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion lange Zeit schwer tat. Während der VfB nun schon 19 Heimspiele ungeschlagen ist, stürzten die harmlosen Westfalen nach der vierten sieglosen Partie hintereinander in die Abstiegszone.

          Meira: „Hauptsache drei Punkte“

          „Drei Punkte - alles andere ist scheißegal“, sagte VfB-Torschütze Hilbert nach dem Abpfiff. Auch Kapitän Meira fand: „Hauptsache drei Punkte, auch wenn wir nicht so gut gespielt haben.“ Bei Bochum war die Enttäuschung - auch über die eigene Leistung - groß. „Wir waren einfach zu mutlos nach vorne. Um hier was zu holen, muss man etwas riskieren“, sagte VfL-Profi Christoph Dabrowski. Und Coach Marcel Koller räumte ein: „Wir haben versucht nach vorne zu kommen, aber leider die Konter nicht ausgespielt.“

          Veh hatte sein Team nach der 1:4-Niederlage bei Werder Bremen nur auf einer Position geändert: Arthur Boka wurde dem zuletzt schwächelnden Schweizer Nationalverteidiger Ludovic Magnin vor die Nase gesetzt. Bochum schonte zunächst seinen bislang erfolgreichsten Torjäger: Tommy Bechmann nahm nur auf der Bank Platz und wurde erst nach einer guten Stunde eingewechselt.

          Hilbert verwertete Cacaus feines Zuspiel

          Bei kühlen Temperaturen dauerte es lange, bis die Mannschaften die Zuschauer etwas erwärmen konnten. Erst in der 21. Minute sorgte der Bochumer Philipp Bönig mit einem Distanzschuss für so etwas für Torgefahr. VfB-Schlussmann Raphael Schäfer musste sich strecken, um zur Ecke abzuwehren. Die erste nennenswerte Aktion des Meisters hatte drei Minuten später Cacau, der nach Pass von Sami Khedira nur Zentimeter am linken Pfosten vorbeischoss.

          Bei seinem Heimspieldebüt für den VfB trat Neuzugang Yildiray Bastürk nach einer guten halben Stunde erstmals in Erscheinung, als er sich im Strafraum gegen mehrere Gegenspieler seines früheren Vereins durchsetzte, dann aber den Schuss verzog. Ansonsten tat sich der VfB im ersten Durchgang mit seinem bewährten Sturmduo Cacau/Mario Gomez schwer, stand aber wenigstens in der Defensive um den zuletzt kritisierten Kapitän Fernando Meira sicher.

          Der Meistersturm hatte kurz nach der Pause die Führung auf dem Fuß, doch sowohl Cacau als auch Gomez verpassten Hilberts Flanke knapp. Wenige Augenblicke später hatten die Stuttgarter Angriffsbemühungen Erfolg: Hilbert verwertete Cacaus feines Zuspiel zur Führung. Auch nach dem Rückstand fiel Bochum in der Offensive zu wenig ein. Selbst nach Bechmanns Einwechslung kamen die harmlosen Gäste zu keiner Chance mehr.

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