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1:0 gegen Augsburg : Freiburgs erster Streich

  • -Aktualisiert am

Daumen hoch, Kopf nach unten: Freiburgs neuer Trainer Streich wusste nicht so recht Bild: dapd

Im ersten Bundesligaspiel von Trainer Christian Streich gewinnt Freiburg das Kellerduell gegen Augsburg. Der erst 18 Jahre alte Matthias Ginter trifft kurz vor Schluss. Augsburg ist nun Letzter.

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          Dass Christian Streich um einiges lebhafter ist als sein Vorgänger Marcus Sorg, konnte man im Abstiegsduell gegen den FC Augsburg schon nach wenigen Sekunden sehen. Der Sechsundvierzigjährige stand in seinem ersten Bundesligaspiel als Cheftrainer ganz weit vorne in der Coachingzone.

          Dort dirigierte der neue Mann des SC Freiburg jeden Angriff und jede Situation in der Verteidigung. Der langjährige A-Junioren-Trainer und Leiter der Freiburger Fußballschule klatschte unentwegt in die Hände und rief Anweisungen aufs Feld. Kurz vor Schluss wurde der unermüdliche Einsatz von Streich belohnt – Nachwuchsmann Matthias Ginter gelang in der 88. Minute doch noch der verdiente Freiburger 1:0-Sieg durch einen Kopfball.

          Es geht auch ohne Cissé

          Ohne ihren für rund zwölf Millionen Euro nach Newcastle gewechselten Torjäger Papiss Cissé, den verletzten Kapitän Julian Schuster und Stürmer Garra Dembele (Afrika Cup), aber dafür mit den Neuzugängen Michael Lump und Fallou Diagne, legte die erneuerte Freiburger Mannschaft ähnlich große Leidenschaft an den Tag wie Trainer Streich, der Ende vergangenen Jahres seinen Job antrat, nachdem sich der SC von sechs Profis und Sorg getrennt hatte. Dieser war nur sechs Monate im Amt. Der Neuanfang verlief zunächst etwas holprig.

          Letzter gegen Vorletzter: Mehr als Abstiegskampf war auch nicht zu erwarten

          Die neue Innenverteidigung um Lump und Diagne hatte unübersehbare Abstimmungsprobleme, die die zuletzt verbesserten Augsburger ohne ihren verletzten Zugang Jan Moravek zur ersten Chance nutzten, als Cedrik Makiadi auf der Linie klärte und Torsten Oehrls Kopfball bei SC-Torwart Oliver Baumann landete (12.).

          Auf der Gegenseite vergab Anton Putsila die größte Freiburger Chance (18.), bevor auch Nachwuchsmann Oliver Sorg scheiterte (36.). Freiburg dominierte jetzt die Partie deutlich, von der Streich gesagt hatte, sie sei keinesfalls ein „Endspiel“. Wirklich durchsetzen aber konnten sich die Badener gegen die im Laufe des Spiels immer defensivere Augsburger nicht.

          Bilderstrecke

          Nach der Pause verpatzte Jendrisek zwei gute Konterchancen und musste in der 65. Minute dem Freiburger Joker Stefan Reisinger weichen. Weiterhin aber zeigte sich, dass auf den neuen Freiburger Coach eine Menge Arbeit wartet und der Kampf um den Klassenverbleib ein Kraftakt wird. Leidenschaft aber zeigten die Freiburger – gerade nach der Pause. Trotz zaghafter Augsburger Angriffsversuche blieb der Sportclub die aktivere Mannschaft und hatte durch Jonathan Schmid (73.), Reisinger (75.) und Ginter (80.) gute Möglichkeiten – bis Ginter traf. So verdiente sich das Team den Heimerfolg redlich.

          SC Freiburg - FC Augsburg 1:0 (0:0)

          SC Freiburg: Baumann - Sorg, Krmas, Diagné, Lumb - Schmid, Flum, Makiadi, Caligiuri (82. Freis) - Putsila (70. Ginter), Jendrisek (65. Reisinger)
          FC Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Callsen-Bracker, Langkamp, de Jong (77. Reinhardt) - Hosogai, Sinkala - Baier (59. Ndjeng), Oehrl, Werner (58. Hain) - Mölders
          Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
          Zuschauer: 19 600
          Tor: 1:0 Ginter (88.)
          Gelbe Karten: Flum (5) / Verhaegh (1), Werner (3), de Jong (3)

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