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1:0 gegen Augsburg : Bremen dankt Schaaf und motiviert Dutt

  • Aktualisiert am

Anfeuerung für den neuen Trainer: Plakataktion für Dutt Bild: dpa

Werder Bremen nimmt bei Robin Dutts Heim-Debüt Abschied von Thomas Schaaf und spielt sich nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Augsburg in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga.

          1 Min.

          Bei Robin Dutts Heim-Debüt ist Werder Bremen eine Premiere gelungen. Der norddeutsche Fußball-Bundesligaklub gewann am Samstag dank Mehmet Ekici (22. Minute) mit 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg und schaffte damit im dritten Anlauf den ersten Heimsieg gegen die Gäste aus Bayern. Die Werder-Fans feierten nach dem Abpfiff den glücklichen und perfekten Saisonstart mit sechs Punkten, nachdem sie vor der Partie den nicht anwesenden Dutt-Vorgänger Thomas Schaaf mit einem bewegenden Programm verabschiedet hatten.

          Die Augsburger erlebten hingegen nach dem misslungenen Auftakt gegen Borussia Dortmund vor 40.112 Zuschauern einen erneuten Rückschlag und bleiben am Tabellenende.

          Unterhaltsamer und auch bewegender als das schwache Spiel waren die Minuten vor dem Anpfiff, als die Werder-Fans den Ex-Trainer Schaaf feierten. Mit einer Ganzstadion-Choreographie ehrten die Anhänger den langjährigen Coach, dessen Ära nach mehr als 14 Jahren im Mai wenig harmonisch geendet hatte.

          Die Initiative namens „Danke Thomas“ organisierte unter anderem 42.000 Plakate, auf denen genau dieser Slogan zu lesen war. Die Anhänger hielten diese Poster in die Höhe, während die Fußball-Hymne „You never walk alone“ abgespielt wurde. Am Ende rollten sie über ein riesiges „Danke Thomas“-Transparent ein „Auf geht’s Robin.“

          Dank an den alten Trainer: Choregraphie für Schaaf
          Dank an den alten Trainer: Choregraphie für Schaaf : Bild: dpa

          So forsch wie die Aufforderung war das Spiel indes nicht. Der Schaaf-Nachfolger, den die Organisatoren sogar vorher um dessen Einverständnis gebeten hatten, sah, dass sich im Vergleich zur Rückrunde unter Schaaf fast nichts geändert hat. Das Spiel der Bremer wirkt weiterhin unsicher und in vielen Bereichen mangelhaft. Die durch den Ausfall von Kapitän Clemens Fritz umgebaute Abwehr war wieder einmal anfällig und wackelig. Vor allem der als Abwehrchef auserkorene Sebastian Prödl sorgte für unnötige Aufregung gegen die früh störenden und mutig angreifenden Augsburger, die deutlich mehr Ballbesitz hatten. Viele Fehlpässe verhinderten ein gefährliches Bremer Offensivspiel. Ausgerechnet dem erfahrenen Aaron Hunt unterliefen viele Patzer. Das Zusammenspiel war fehlerhaft, schnelle Ballverluste die Folge.

          Kein Wunder, dass das 1:0 durch eine Einzelaktion fiel: Der auch sonst stark spielende Ekici zog nach einem schönen Dribbling gegen Jan Moravek aus rund 20 Metern ab und ließ Keeper Mohamed Amsif unglücklich aussehen. Der Kopfballtreffer von Assani Lukimya (43.) wurde ebenso wegen Abseits nicht gegeben wie später ein Drehschuss von Hunt (78.).

          Werder Bremen - FC Augsburg 1:0 (1:0)

          Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Lukimya, Caldirola (84. Ignjovski) - Junuzovic, Makiadi, Ekici (67. Kroos) - Petersen, Hunt, Elia (72. Yildirim)
          FC Augsburg: Amsif - Verhaegh (83. Philp), Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek - Baier - Hahn, Moravek, Altintop (70. Werner), Holzhauser (57. Bobadilla) - Mölders
          Schiedsrichter: Siebert (Berlin)
          Zuschauer: 40.112
          Tor: 1:0 Ekici (22.)
          Gelbe Karten: Ekici (1), Lukimya (1), Prödl (1) / Callsen-Bracker (1), Hahn (1), Moravek (2), Verhaegh (1)

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