https://www.faz.net/-gtm-8f6av

0:5 bei der Borussia : Bruchlandung für Hertha

  • Aktualisiert am

Hazard (10) bejubelt mit den Kollegen seinen Doppelpack. Bild: dpa

Von einem Duell auf Augenhöhe im Kampf um die übrigen Champions League-Plätze kann an diesem Nachmittag keine Rede sein. Hertha enttäuscht über 90 Minuten – Gladbach tut was fürs Torverhältnis.

          Hertha BSC hat durch die höchste Saisonniederlage einen großen Schritt Richtung Champions League verpasst und die Konkurrenz um die Königsklassenteilnahme wieder im Nacken. Die Berliner wurden am Sonntag im Top-Duell bei Borussia Mönchengladbach mit 0:5 (0:1) deklassiert und liegen nur noch drei Punkte vor den punktgleichen Verfolgern Gladbach und Bayer Leverkusen.

          Die Gastgeber feierten ihren fünften Heimsieg in Serie und bleiben im Kampf um die lukrativen Plätze nach dem höchsten Saisonsieg im Rennen. Vor 53 114 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Thorgan Hazard (14./80.), André Hahn (60.), Patrick Herrmann (76.) und Ibrahima Traoré (86.) die Treffer für Borussia. Die Gäste, die zuvor in fünf Spielen vier Mal gewannen, enttäuschten auf der ganzen Linie.

          Mönchengladbachs Fabian Johnson (links) und Granit Xhaka (rechts) und Tolga Cigerci von Hertha BSC versuchen an den Ball zu kommen. Bilderstrecke

          Gladbachs Trainer André Schubert war zu zwei Änderungen gezwungen. Torjäger Raffael konnte gegen seinen ehemaligen Club wegen eines Muskelfaserrisses nicht antreten, für ihn rückte Hahn in die Offensive. Der genesene Linksverteidiger Oscar Wendt übernahm den Part von Martin Hinteregger. Die seit mehr als sieben Jahren im Borussia-Park sieglosen Berliner mussten nur ihren Innenverteidiger John Anthony Brooks ersetzen, für ihn kam Fabian Lustenberger in der zentralen Abwehr zum Einsatz.

          Ohne ihren Ideengeber Raffael organisierten die Gastgeber ihre Offensive vor allem mit großer Laufbereitschaft, vielen Ballstafetten und setzten den Gegner durch frühes Attackieren immer wieder unter Druck. Die Angriffsspieler Hahn, Hazard und Lars Stindl wechselten dabei häufig ihre Positionen und kamen dadurch zu guten Aktionen vor dem Hertha-Tor und provozierten die Berliner zu Abspielfehlern.

          Die erste große Gelegenheit nach einem Schnitzer von Rune Jarstein nutzte Hazard zum Führungstreffer für die Borussen. Berlins Torhüter spielte einen Ball unbedrängt in die Füße von Mo Dahaoud, dessen Pass nahm Hazard auf und spitzelte Jarstein den Ball durch die Beine zum 1:0. Acht Minuten später scheiterte Gladbachs Kapitän Granit Xhaka mit einem Kopfball aus kurzer Distanz, Hazard vergab vor der Pause eine weitere Gelegenheit zum 2:0.

          Die Gäste suchten zwar auch ihre Möglichkeiten, kamen bei ihren Angriffen aber nicht zu zwingenden Chancen gegen die gut organisierte Dreier-Abwehrreihe der Gastgeber, die vor eigenem Publikum seit 394 Minuten ohne Gegentreffer sind.

          Die Entscheidung fiel nach einer Stunde, als Hahn in seinem ersten Spiel von Beginn an nach seiner schweren Verletzung mit einem sehenswerten Drehschuss aus halbrechter Position zum 2:0 traf. Wendt aus abseitsverdächtiger Position und Johnson leisteten die Vorarbeit zu dem Treffer. In der Schlussphase verstärkte Hertha die Offensivbemühungen, fand aber gegen die sichere Defensive der Gladbacher keine Mittel. Dafür kamen die Gastgeber durch Herrmann, Hazard und Traoré innerhalb von zehn Minuten zum höchsten Saisonsieg.

          Weitere Themen

          Fortuna fit trotz Verletzungen Video-Seite öffnen

          Rheinderby gegen Gladbach : Fortuna fit trotz Verletzungen

          Im Rheinderby treffen die Düsseldorfer am Sonntag auf Borussia Mönchengladbach, die am Donnerstag in der Europa League eine 0:4-Heimniederlage verkraften mussten. Trotz Verletzungspech freut sich Trainer Funkel auf das Spiel.

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.
          Bittet zum Rapport: Gauland bei einem Wahlkampftermin in Thüringen

          Streit in der AfD : Zum Vorsprechen bei Gauland

          Die AfD-Führung zitierte am Freitag einige Unruhestifter zum Rapport – einer kam gar nicht erst, sondern schimpfte auf Facebook. Andere verkündeten den Frieden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.