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0:4 gegen Hoffenheim : Mainz fremdelt im neuen Stadion

Tuchels Zeichen kamen nicht an: Mainz 05 verliert 0:4 Bild: REUTERS

Sie wollen, aber sie können nicht: Die Mainzer beginnen engagiert, laufstark und gehen keinem Zweikampf aus dem Weg. Doch ihnen unterlaufen zu viele Fehler, die die Gäste aus Hoffenheim erstaunlich konsequent nutzen.

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          Der ganz große Wohlfühlfaktor will beim FSV Mainz 05 in seiner neuen Arena einfach noch nicht aufkommen. Die Rheinhessen verloren am Samstag auch gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:4 Toren - es war die zweite Pflichtspielniederlage in Folge in dem im Sommer fertig gestellten Stadion. Während die Fußballmannschaft von Trainer Thomas Tuchel durch den Misserfolg im Bundesligaklassement ins hintere Mittelfeld abrutschte, sortierte sich der Gegner vorerst im oberen Tabellendrittel ein.

          Den Mainzern war das Bemühen, diesen Nachmittag erfolgreich zu gestalten, nicht abzusprechen. Sie begannen engagiert, laufstark und gingen keinem Zweikampf aus dem Weg. Rund um den Anstoßkreis hatten sie dadurch das Geschehen zunächst solide im Griff, doch sobald es über Elkin Soto, Eric Choupo-Moting oder Andreas Ivanschitz schnell nach vorne gehen sollte, unterliefen ihnen viele Fehler, die ihnen die Sicherheit raubten. Besonders beim letzten Pass fehlte die Genauigkeit, so dass die Hoffenheimer selten Schwierigkeiten hatten, ihre Defensive rechtzeitig zu ordnen. Bis auf einen Kopfball, beim dem sich Sami Allagui und Choupo-Moting gegenseitig behinderten (9. Minute), erarbeiteten sich die Mainzer keine nennenswerten Möglichkeit, abgesehen von unausgereiften Einzelaktionen im ersten Abschnitt durch Allagui (12.) oder Soto (37.). Und erschwerend kam hinzu: In der Abwehr stand Niko Bungert häufig neben sich, was immer wieder für Aufregung Strafraum sorgte. Gleich den ersten Fehltritt nutzten die ersatzgeschwächten Hoffenheimer mit erstaunlicher Konsequenz aus. Eugen Polanski vertändelte in der Vorwärtsbewegung den Ball ohne Not an Firminho, der so dann auf und davon zog, noch den heraus eilenden Torwart Heinz Müller umkurvte und seinen Alleingang aus kurzer Distanz zum 1:0 vollendete.

          Der erste Hoffenheimer Bundesligasieg gegen Mainz

          Noch vor der Pause legte die TSG, bei der die meiste Zeit zwei Viererketten effektiv ineinandergriffen, nach. Ryan Babel ging beim Kampf um die Kugel mit Zdenek Pospech kurz hinter der Grenze des Sechzehnmeterraums zu Boden, was der Unparteiische Guido Winkmann sofort als strafstoßwürdiges Foul auslegte. Babel ließ sich weder von den Protesten der Mainzer noch von den Pfiffen ihres Anhangs irritieren und schoss die Kugel unhaltbar zum 2:0 unter die Querlatte (45.).

          Unerwarteter Auswärtssieg: Hoffenheim bereitet Mainz ein kleines blaues Wunder

          Wirklich erfreulicher - aus Sicht der Heim-Elf - verlief der fünfte Spieltag der Saison auch nach dem Seitenwechsel nicht. Zwar gaben sie fortan den Takt vor. Doch sowohl Allagui (52.) als auch Marco Caligiuri (54.) scheiterten am aufmerksamen Schlussmann Tom Starke, ehe Babel mit seinem zweiten Treffer (74.) und ein Eigentor von Nikolce Noveski (85.) diesen besonderen Hoffenheimer Sieg perfekt machten: Es war im fünften Anlauf der erste in der gemeinsamen Bundesligageschichte gegen Mainz.

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