https://www.faz.net/-gtm-13q4y

0:4 gegen Freiburg : Hertha BSC ist im Keller und in der Krise

  • Aktualisiert am

Oh, wie ist das schön: Ivica Banovic freut sich mit dem Freiburger Rucksack Du-Ri Cha Bild: ddp

Was ist nur mit den Berlinern los? Im Kellerduell gegen Freiburg verlor die Hertha im Olympiastadion mit 0:4. Teilweise führte der SC die Hausherren vor. Banovic traf doppelt, zudem waren Makiadi und Idrissou erfolgreich. Die Berliner sind nun Tabellenletzter.

          2 Min.

          Mutlos, planlos, hoffnungslos: Mit der fünften Pleite in Serie und dem schlechtesten Saisonstart seit zwölf Jahren ist Hertha BSC im freien Fall in den Abstiegskampf gestürzt. Die Berliner wurden am Sonntag beim 0:4 (0:3) von Aufsteiger SC Freiburg im eigenen Stadion vorgeführt und sind nach sechs Spieltagen Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga. Der Absturz des Vierten der Vorsaison bringt vor allem Trainer Lucien Favre gewaltig unter Druck. Der Hertha-Coach zog nach der Niederlage ein ernüchterndes Fazit. „So kann es nicht weitergehen. Wir waren nicht bereit zu kämpfen und zu verteidigen. Es ist sehr schwer, über dieses Spiel zu sprechen“, sagte der Schweizer.

          Der überragende Ivica Banovic (6. Minute/67.), Cedrick Makiadi (11.) und Mohamadou Idrissou (42.) schossen die Hertha mit ihren Toren vor 38.176 Zuschauern noch tiefer in die Krise und ihr eigenes Team von den Abstiegsrängen. Zuletzt waren die Hauptstädter 1997 im Jahr der Bundesliga-Rückkehr mit zwei Punkten aus sechs Spielen noch schlechter gestartet. Eine höhere Heimniederlage gab es zuletzt im Mai 2006 (1:5 gegen Bayer Leverkusen).

          Hertha findet gegen den SC kein Mittel gegen die Talfahrt

          Schon vor dem Anstoß musste sich Favre ein gellendes Pfeifkonzert aus der Ostkurve gefallen lassen. Ein Rezept gegen die Talfahrt ließen die Hausherren im sonnigen Olympiastadion aber auch diesmal vermissen. Bei seinem Bundesliga-Debüt musste der junge Sascha Burchert, der für den verletzten Jaroslav Drobny ins Tor der Berliner gerückt war, gleich die ersten beiden Torschüsse der Badener passieren lassen.

          Zunächst setzte sich Idrissou gegen den schlecht postierten Hertha-Kapitän Arne Friedrich durch und legte glänzend für Banovic auf. Fünf Minuten später vollendete Makiadi nach feinem Pass von Banovic. Die Gastgeber, bei denen Mittelfeldmotor Gojko Kacar und Neuzugang Florian Kringe verletzt fehlten, bäumten sich kaum gegen die Niederlage auf.

          Immer wieder entdeckten die Freiburger große Lücken

          Phasenweise erinnerte der Auftritt der Hertha-Profis an Arbeitsverweigerung. Der Offensive um den abermals glücklosen Rückkehrer Artur Wichniarek gelang fast gar nichts, die Abwehr war ein Torso. Immer wieder entdeckten die Freiburger die großen Lücken in der Hertha-Defensive und hätten schon bei den Chancen von Tommy Bechmann (22.) und Pavel Krmas (39.) höher führen können. Als Nemanja Pejcinovic abermals patzte, bedankte sich der quirlige Idrissou per strammen Schuss von der Strafraumgrenze mit dem 3:0.

          Mit der Einwechslung von Lukasz Piszczek und Neuzugang Cesar wurde das Spiel der Hertha nach der Pause zwar etwas besser, doch die Fehlerquote blieb viel zu hoch. Die Gäste hatten weiter wenig Mühe mit den erschreckend schwachen Berlinern und kamen bei einem ihrer vielen feinen Konter zum 4:0, als Banovic frei vor Burchert auftauchte und cool vollendete. „Wir haben super umgesetzt, was der Trainer gesagt hat, haben überhaupt nicht auf Hertha geschaut, sondern nur auf uns“, sagte Banovic nach dem Sprung auf Platz elf. „Meine Mannschaft hat das ordentlich gemacht. Wir haben unsere Chancen genutzt, das bewerte ich positiv“, sagte SCF-Trainer Robin Dutt.

          Weitere Themen

          Die Geschichte des Dopings Video-Seite öffnen

          Erklärvideo : Die Geschichte des Dopings

          Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat im Skandal um manipulierte Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor eine Vierjahressperre gegen Russland verhängt. Damit darf Russland als Nation unter anderem nicht an den Olympischen Spielen in Tokio 2020 und Peking 2022 teilnehmen.

          Topmeldungen

          Dicke Luft in Stuttgart

          Klimagipfel : Mit Verzichtspanik wird nichts erreicht

          Als müsste in einer klimafreundlicheren Welt jemand aufs Auto, aufs Heizen, Fliegen oder auf Kinder verzichten! Das Vertrauen in die Technik ist bei denen, die den Innovationsgeist am lautesten für sich reklamieren, am geringsten.
          Leonardos „Heiliger Hieronymus in der Wildnis” blieb um 1480 unvollendet.

          KI im Kunsteinsatz : Großreinemachen

          Mit Hilfe künstlicher Intelligenz wird Shakespeare sortiert und Beethoven vollendet. Werke von Leonardo und Cézanne, Kafka und Musil, Mahler und Musil warten schon. Wohin soll das führen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.