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0:3 in Stuttgart : Harmlose Nürnberger in größter Abstiegsnot

  • Aktualisiert am

Nürnberg und Iwan Saenko gingen in Stuttgart früh mit 0:3 unter Bild: ddp

So wird das nichts mit dem Klassenverbleib: Schlusslicht Nürnberg verlor nach einer schwachen Leistung mit 0:3 in Stuttgart. Schon nach 30 Minuten war die Partie entschieden. Der VfB hingegen kann nun nach höheren Zielen schielen.

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          Der VfB Stuttgart hat seine Ambitionen auf einen Champions-League-Platz eindrucksvoll untermauert und den 1. FC Nürnberg noch tiefer in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga gestürzt. Weiterhin ohne Top-Torjäger Mario Gomez, aber wieder mit dem eigentlichen Stammtorwart Raphael Schäfer überzeugte der Noch-Meister gegen den Noch-Pokalsieger beim souveränen 3:0 (3:0) auf der ganzen Linie.

          Vor 45.000 Zuschauern im Daimler-Stadion stellten Cacau mit seinem achten Saisontor (3. Minute), Antonio da Silva (13.) und Fernando Meira (31.) am Mittwochabend den fünften Heimsieg der Schwaben in Serie schon vor der Pause sicher. Als Fünfter mit nunmehr 48 Punkten hat der VfB wieder einen Uefa-Cup-Platz besetzt.

          „So ein Rückschlag ist schon brutal hart“

          Fünf Tage nach dem Regen-Abbruchspiel gegen Wolfsburg gab es für den Tabellen-Letzten Nürnberg (23 Punkte) dagegen die nächste kalte Dusche: Der „Club“ ist in größter Not! „Die Spieler machen Fehler, die man eigentlich in der E-Jugend macht. Dann waren wir plötzlich 0:3 hinten - und so ein Rückschlag ist schon brutal hart“, meinte Trainer Thomas von Heesen.

          Und Mittelfeldmann Marco Engelhardt monierte: „Wir waren einfach nicht aggressiv genug, standen immer einen Schritt zu weit weg. Vielleicht liefen die letzten Spiele zu gut, und wir dachten, es geht jetzt von allein.“ Die VfB-Fans saßen kaum auf ihren Plätzen, da mussten sie schon wieder aufspringen - und durften jubeln: Bereits nach 180 Sekunden leitete Cacau, einzige VfB-Sturmspitze, den 15. Saisonsieg der Mannschaft von Trainer Armin Veh ein.

          Herrliche Stuttgarter Ballstafette vor dem 2:0

          Der Brasilianer nahm ein Geschenk des Argentiniers Javier Pinola dankbar an, der mit einer verunglückten Kopfball-Rückgabe das Abseits aufhob und Cacau „bediente“. Dem 2:0 ging eine herrliche Ballstafette über vier Stationen voraus, Cacau passte in dem Moment auf da Silva, als die unsichere Nürnberger Abwehr mit einem „Alleingang“ gerechnet hatte. Beim 3:0 traf Fernando Meira per Kopf - und wieder war der ganz starke Mittelfeld-Mann da Silva mit einem präzisen Eckball im Spiel.

          Sechs Minuten später musste Meira wegen einer Schulterverletzung vorzeitig vom Rasen, doch auch ohne den Kapitän liefen die druckvollen Kombinationen des VfB weiter. Der FCN spielte wie ein Absteiger und vergab durch Zvjezdan Misimovic und Iwan Saenko selbst die wenigen klaren Chancen. Die Schwaben zeigten sich bestens erholt vom 0:3-Rückschlag in Leverkusen und taten von Anfang an alles, um das bis dato letzte Heimspiel gegen die Franken vergessen zu machen: Am 12. August 2006 gab es eine 0:3-Schlappe, diesmal lief alles wie geschmiert.

          Schäfer steht wieder für Ulreich zwischen den Pfosten

          Zwischen dem 1:0 und 2:0 hatte Cacau per Seitfallzieher sogar eine weitere Riesenchance (11.), doch Nürnbergs Keeper Jaromir Blazek verhinderte mit einer Großtat einen höheren Rückstand. Als der später wegen einer Verletzung ausgewechselte Blazek in der 52. Minute bei einem Querschläger patzte, fehlte nicht viel zum 4:0 durch Cacau. Nach den Patzern von Torhüter Sven Ulreich gegen Leverkusen entschied sich Veh, seinem Keeper nach zehn Spielen eine Pause zu verordnen.

          Für ihn stand Schäfer im Tor, der im Vorjahr noch im „Club“-Trikot Pokalsieger war: Bei Chancen von Robert Vittek (20.) und Angelos Charisteas (21.) war er auf der Hut. „Raphael hat sehr, sehr gut trainiert. Sven ist ein Riesentalent, aber er ist noch nicht soweit“, meinte Veh, der erneut auf das Trio Gomez, Thomas Hitzlsperger und Sami Khedira verzichten musste. Bei den harmlosen Nürnbergern fehlten abermals Glauber, Peer Kluge und Dominik Reinhardt.

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