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0:3 in Stuttgart : Hannover kann noch verlieren

  • -Aktualisiert am

Hand drauf bei Okazaki: Stuttgarts Japaner trifft beim Heimsieg gegen Hannover Bild: AFP

Die Niedersachsen wirken zum ersten Mal in dieser Saison unkonzentriert und müssen sich in Stuttgart 0:3 geschlagen geben. Nicht mal zu einer wirklichen Aufholjagd kann sich Hannover aufraffen.

          War es die sommerliche Hitze von knapp 30 Grad oder die kommenden Donnerstag anstehende erste Partie in der Europa League in Lüttich? Hannover 96 jedenfalls wirkte zum ersten Mal in dieser Saison unkonzentriert und kassierte beim 0:3 prompt seine erste Saisonniederlage. In Stuttgart erwies sich vor 53.000 Zuschauern in der Mercedes Benz Arena dagegen die Angst vor einem abermaligen „Fehlstart“ als unbegründet. Shinji Okazaki (9.), Zdravko Kuzmanovic (79.) und Serdar Tasci (86.) erzielten die Treffer zu einem verdienten Stuttgarter Sieg über die bisher ungeschlagenen Niedersachsen.

          Es ging schon schlecht los für Hannover. Nach wenigen Minuten musste Steven Cherundolo wegen einer Platzwunde nach einem Ellbogenschlag des Stuttgarters Christian Molinaro in der Kabine behandelt werden. Kaum war der Kapitän der Norddeutschen wieder auf dem Platz, rückte der Nationalspieler unter den Augen des amerikanischen Nationaltrainers Jürgen Klinsmann nicht weit genug ins Mittelfeld auf, um wie die Kollegen eine Abseitssituation zu schaffen. Weil Cherundolo nicht aufpasste, konnte Martin Harnik ohne Regelverstoß eingreifen und den Ball in Hannovers Strafraum spielen, wo Shinji Okazaki (9.) wartete und die verdiente Stuttgarter Führung erzielte.

          Die Niedersachsen mussten ohne den verletzten Stürmer Mohammed Abdellaoue auskommen, für den der Ivorer Didier Ya Konan zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf stand. Bei Stuttgart fehlte weiterhin Julian Schieber, und der zuletzt schwache Regisseur Tamas Hajnal saß diesmal zunächst nur draußen auf der Bank. Trotzdem erwies sich Stuttgart in der ersten Hälfte als die deutlich aktivere Mannschaft, die die Unordnung im 96-Mittelfeld nutzte, um den Konkurrenten unter Druck zu setzen. Zu einem strukturierten Aufbauspiel war Hannover nicht im Stande. Mehrmals vergaben die Schwaben nach der Führung die Chance zum 2:0. So konnte Hannover mit dem knappen Rückstand in die Pause gehen und auf Hälfte zwei hoffen.

          In der 52. Minute vergaben Ya Konan und Lars Stindel die erste Chance zum Ausgleich. Zu einer wirklichen Aufholjagd konnte sich Hannover nicht aufraffen, zu ungenau gestaltete man den Spielaufbau, der durch viele Abspielfehler gekennzeichnet war. Stuttgart hielt nach zwei Niederlagen in Folge die Partie unter Kontrolle und hatte durch Harnik mehrmals die Chance, die Begegnung mit einem zweiten Tor zu entscheiden.

          Tasci gelang noch eine Zugabe

          Der Stuttgarter Trainer Bruno Labbadia ersetzte Gentner in der 66. Minute durch Hajnal, und Hannover musste Konstantin Rausch auswechseln, der nach einem Zusammenprall mit Harnik vom Platz musste. Für ihn kam Moritz Stoppelkamp. Obwohl Ya Konan in der 69. und 75. Minute zu den nächsten großen Chancen kam, blieben die Stuttgarter das bessere Team. Weil der zweite Treffer nicht gelingen wollte, lief man ständig Gefahr, doch noch den Ausgleich zu kassieren, den sich Hannover von Minute zu Minute mehr verdiente.

          Dem VfB schien in dieser Phase die Kraft auszugehen, doch dann fiel Zdravko Kuzmanovic genau das richtige Mittel ein, um Zuschauer und Mitspieler zu beruhigen. Sein platzierter Schuss aus 25 Metern in der 79. Minute war für den Hannoveraner Torwart Ron-Robert Ziegler unhaltbar. Damit war die Partie entschieden, eher Tasci noch eine Zugabe zum 3:0 gelang.

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