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0:3 in Nürnberg : Eintracht geht am Ende unter

Am Freitag freuen sich nur die Franken, denn sie schlagen Frankfurt Bild: dpa

Die Frankfurter Talfahrt geht auch in Franken weiter: Sechs Rückrundenspiele, kein Sieg, kein Tor: die Eintracht verliert in Nürnberg 0:3. „Wir können den Helm aufsetzen“, sagt Trainer Skibbe.

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          Die Talfahrt geht weiter. Nun sind es schon sechs Spiele in Folge, die die Eintracht in der Bundesliga nicht gewonnen hat. Schlimmer noch: Wieder ist es den Frankfurter Fußballprofis nicht geglückt, seit dem Rückrundenbeginn ein Tor zu erzielen. Eine knappe Woche nach der empfindlichen 0:3-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen mussten sich die Hessen beim 1. FC Nürnberg wieder 0:3 geschlagen geben. Die Treffer erzielten Julian Schieber mit einem Freistoß aus 28 Metern (67.), Robert Mak in der 87. Minute und Almog Cohen in der 90. Minute.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Das 0:3 in der Vorwoche gegen Leverkusen zeigte Wirkung. Trainer Skibbe entschied sich am Freitag in Nürnberg, gleich vier Änderungen in der Stammelf vorzunehmen. Innenverteidiger Aleksandar Vasoski, Mittelfeldmann Sebastian Rode sowie die beiden Angreifer Halil Altintop und Marcel Heller durften sich von Beginn an gegen den „Club“ beweisen. Allerdings erst nach einer ungewohnten Verzögerung. Wegen massiver Verkehrsprobleme hatte die Nürnberger Polizei Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer darum gebeten, das Duell zwischen Franken und Hessen fünfzehn Minuten später anzupfeifen.

          „Vieles blieb doch Stückwerk“

          Belohnt wurden die 40.800 Zuschauer für die Verzögerung nicht. Die Partie war in der ersten Halbzeit auf bescheidenem Niveau, packende Torraumszenen blieben Mangelware. Dabei machten es die seit Jahresbeginn sieglosen Frankfurter durchaus geschickt, indem sie immer wieder versuchten, nach Kontern die schnellen Außen Heller und Patrick Ochs in Szene und den „Club“ damit unter Druck zu setzen. Ertrag aber brachte diese Strategie nicht. „Vieles blieb doch Stückwerk“, bemängelte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen später.

          Und so waren es die Nürnberger, denen sich durch zwei Kopfbälle noch die besten Chancen boten, um vor der Pause in Führung zu gehen. Almog Cohen jedoch verfehlte sein Ziel (27.), und Eintracht-Verteidiger Marco Russ hatte Glück, dass Oka Nikolov seinen verunglückten Kopfstoß aus kurzer Distanz prächtig parierte (41.).

          „Die Ampel steht auf Gelb“

          Angetrieben vom unerschütterlichen Optimismus ihres Trainers suchten die Eintracht-Profis nach dem Seitenwechsel weiter ihr Glück. „Die Mannschaft wird die Kehrtwende schaffen“, glaubte Skibbe. „Wir müssen endlich punkten, denn sonst können wir den Helm aufsetzen.“ Schon in der 52. Minute, nach einem feinen Konter über drei Stationen, kamen die Frankfurter vor das Nürnberger Tor - Sturmführer Theofanis Gekas nach der Flanke von Ochs jedoch zu spät.

          Die Partie wurde nun besser, was auch an der engagierten Eintracht lag. Sogar einen Treffer erzielte sie. Doch das Tor des auffällig lauffreudigen und kampfstarken Rode nach Vorarbeit von Gekas entsprang einer Abseitsposition (60.). Und dann ging wie aus dem Nichts heraus der „Club“ 1:0 in Führung. Jungstar Julian Schieber, die dominierende Kraft der vergangenen Wochen, nahm mit einem Freistoß Maß und überlistete Nikolov (67.). Ein Schuss wie ein Stich ins Frankfurter Herz, von dem sich die Eintracht nicht mehr erholen sollte. Skibbe brachte zwar noch mit Martin Fenin und dem wieder integrierten Ioannis Amanatidis für Ochs und Altintop zwei frische Kräfte in die Partie (72.). Der Ausgleich aber blieb aus. Im Gegenteil: in den Schlussminuten kam es mit den beiden späten Treffern richtig dicke für die Eintracht.

          Sechs Rückrundenspiele, und noch immer kein Sieg: Die Eintracht steht vor ungemütlichen Zeiten. In den kommenden Heimspielprüfungen gegen Stuttgart und Kaiserslautern sind Siege Pflicht. „Die Ampel steht auf Gelb“, hatte Präsident Peter Fischer schon vor Tagen gesagt. Nicht auszuschließen, dass sich der Farbton sogar noch ändert.

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