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0:3 gegen Paderborn : Der HSV-Horror geht weiter

  • -Aktualisiert am

Bitte verstecken: Hamburgs Heiko Westermann Bild: dpa

Neue Saison, alte Sorgen: Der Hamburger SV kassiert gegen Aufsteiger Paderborn eine 0:3-Niederlage. Während die Ostwestfalen stark in ihre erste Bundesliga-Saison starten, wartet der HSV sehnsüchtig auf Neuzugänge.

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          Die Saison ist neu und frisch, aber der HSV wirkt schon wieder müde und abgekämpft. Das peinliche 0:3 gegen Aufsteiger SC Paderborn am zweiten Spieltag erinnerte stark an die Fülle schwacher Heimpartien der vergangenen Saison. Während das Team von Trainer Mirko Slomka nun saisonübergreifend seit neun Spielen auf einen Sieg wartet, durften sich die Paderborner dank Elias Kachungas Treffer (18. Minute), Mario Vrancics 2:0 (68.) und Moritz Stoppelkamps Tor zum Endstand kurz vor Schluss über den ersten Erfolg in der Bundesliga freuen. Trainer André Breitenreiter fand mit seinem Team der Namenlosen genau die richtige Spielweise gegen den einfallslosen HSV.

          „Das ist nicht der Viererbob von Jamaika, sondern eine richtig gute Mannschaft.“ Das hatte Mirko Slomka über Paderborn gesagt. Richtig. In der ersten Halbzeit besaß der Aufsteiger die bessere Spielanlage und hätte höher als 1:0 führen müssen. In der 34. Minute zum Beispiel fand Kachungas Kopfballtor keine Anerkennung – eine Fehlentscheidung, denn er stand keineswegs im Abseits, wie der Schiedsrichter entschieden hatte.

          Mister Bundesliga in Paderborn: Elias Kachunga erzielt die ersten beiden SC-Treffer in der ersten Liga Bilderstrecke

          Wie immer zum Ende einer Transferphase war es auch in Hamburg ein Kommen und Gehen: Jacques Zoua und Kerim Demirbay verließen den Klub ebenso wie Per Skjelbred. Weniger klar war am Samstag indes, wer womöglich noch den HSV verstärkt. Mit dem Talent des FC Bayern, Julian Green, steht die Ausleihe bis zum Saisonende kurz vor dem Abschluss.

          Ein ähnliches Konstrukt stellt sich HSV-Vorstand Dietmar Beiersdorfer mit Lewis Holtby vor. Der ehemalige Schalker soll Tottenham für diese Spielzeit entliehen werden – was die Frage aufwirft, ob neben Holtby noch Platz und Geld für van der Vaart wäre. Nach den Eindrücken vom Samstag wird Holtby dringend benötigt. Als Mario Vrancic in der 69. Minute zum 2:0 einschoss, war die Geduld der Fans mit ihrem HSV dahin: Pfiffe, hämischer Beifall. Das späte 0:3 ließ den Zorn noch größer werden.

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