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0:2 in Hannover : Mainz fällt deutlich ab

  • -Aktualisiert am

Alle wollen Ya Konan drücken: Hannovers Mann des Tages in der Mitte Bild: dpa

Der Ivorer Didier Ya Konan zeigt bei Sprintduellen mit den Mainzer Abwehrspielern, dass er zu den schnellsten Profis der Liga zählt, erzielt beim 2:0 gegen zehn Mainzer nervenstark sein dreizehntes Tor und sichert Hannover Platz drei.

          Der Traum von einer Teilnahme am europäischen Fußballgeschäft wird für Hannover 96 immer mehr zur Realität. Dank eines souveränen 2:0-Heimsieges gegen den FSV Mainz 05 hat sich die Erfolgsmannschaft auf den dritten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga vorgeschoben. Die Niedersachsen profitierten bei ihrem souveränen Erfolg von der Nervenstärke ihres Torjägers Didier Ya Konan. Der Ivorer hatte Sekunden vor der Halbzeitpause den erlösenden 1:0-Führungstreffer erzielt. Seinem Treffer per Elfmeter war ein Foul von Nikolce Noveski an Mohammes Abdellaoue vorausgegangen, das Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer mit einer Roten Karte bedachte. Die Mainzer wehrten sich vor 48.000 Zuschauern zwar noch tapfer gegen die drohende Niederlage. Aber mit dem 2:0 für Hannover durch den überragenden Sergio Pinto (59.) war der Sieg der Niedersachsen schon so gut wie sicher.

          Das Duell zweier Trainer, die zur jungen und modernen Generation Übungsleiter gezählt werden, blieb von vielen taktischen Winkelzügen geprägt. 96-Trainer Mirko Slomka war der Mainzer Auswärtsstärke mit einer verhaltenen Taktik für seine Mannschaft begegnet. Und die Mainzer hatten für ihre Verhältnisse in des Gegners Stadion ungewöhnlich zurückhaltend begonnen. Bis auf eine Chance von Sami Allagui, der nach einem Eckball zu einem gefährlichen Kopfstoß ansetzen konnte, gab es zunächst keine nennenswerte Mainzer Möglichkeit. Und den Versuch des 05-Stürmers hatte der hannoversche Kapitän Steven Cherundolo in höchster Not noch auf der Linie klären können.

          Ya Konan zeigt bei Sprintduellen seine Schnelligkeit

          Was für einen Sieg nötig ist, wenn sich zwei gute Mannschaften weitgehend gegenseitig neutralisieren, ist ein Einzelkönner wie Ya Konan. Der Stürmer von der Elfenbeinküste zeigte bei Sprintduellen mit den Mainzer Abwehrspielern mehrmals, dass er zu den schnellsten Profis der Liga zählt. Seine Hereingaben und Schussversuche waren am Samstag zwar nicht von Erfolg gekrönt. Aber bei dem Elfmeter Sekunden vor der Halbzeitpause bewahrte sich Ya Konan die nötige Konzentration und ließ Heinz Müller, der immerhin auch vier Jahre bei Hannover 96 unter Vertrag stand, nicht den Hauch einer Abwehrchance. Für den Ivorer war es der dreizehnte Treffer dieser Saison.

          Elfmeter in Hannover: Ya Konan trifft gegen den Mainzer Torwart Müller

          Dass die Mainzer nach dem Seitenwechsel ausgerechnet in Unterzahl zu ihrer besten Chance auf den Ausgleich kamen, war einem Fehler von 96-Verteidiger Karim Haggui zu verdanken. Der Mann aus dem Abwehrzentrum hatte das Nachsehen gegen Allagui. Doch die daraus entstandene Großchance für den Mainzer vereitelte der gewohnt umsichtige Schlussmann Ron-Robert Zieler. Seine Parade in der 55. Minute gegen Allagui alleine stellte unter Beweis, warum Slomka den Schlussmann nach dessen überstandener Schulterverletzung sofort wieder zur Stammkraft im Tor von Hannover 96 erklärt hat. Eine Woche nach der 1:4-Niederlage bei Borussia Dortmund wussten die selbstbewussten Hannoveraner im eigenen Stadion zu überzeugen und konnten ihren fünften Heimsieg nacheinander feiern.

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