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0:2 gegen Köln : Stuttgart verliert sogar gegen das Kellerkind

  • -Aktualisiert am

Mitkommen zum Jubeln: Kölns Sebastian Freis traf in Stuttgart Bild: ddp

Auch gegen den bisherigen Letzten Köln verpasste Champions-League-Teilnehmer Stuttgart seinen zweiten Saisonsieg. Freis traf früh, Sanou nutzte einen Lehmann-Fehler zum 2:0-Endstand. Nun steht VfB-Trainer Babbel in der Kritik.

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          Am Donnerstag hatte der Stuttgarter Teamchef Markus Babbel die Rotation für beendet erklärt. Es war sein verzweifelter Versuch, auf die sportliche Krise des VfB und den verpatzten Saisonstart in der Fußball-Bundesliga zu reagieren und seinen Spielern einen Ausweg zu weisen. Die hatten sich gegen ständige Personalwechsel ausgesprochen.

          Die VfB-Profis revanchierten sich nicht für das Entgegenkommen ihres Trainers. Im Gegenteil. Sie spielten noch eine Spur schlechter als zuletzt und verloren ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln 0:2. Sebastian Freis gelang das 1:0 vor 41.000 Zuschauern in der 24.Minute. Wilfried Sanou nutzte in der 89. Minute einen groben Fehler von Jens Lehmann, der mehr als zwanzig Meter vor seinem Tor stand, zum 2:0. Es war der erste Saisonsieg der Rheinländer.

          Frühe Pfiffe und Buhrufe der Stuttgarter Zuschauer

          Gegen die Kölner standen der verletzte Alexander Hleb (Muskelverhärtung) und Kapitän Thomas Hitzlsperger (Formtief) nicht im Stuttgarter Kader, die Wiedergutmachung misslang trotzdem. Ohne Linie und Tempo rannte sich der VfB immer wieder in der massiven Kölner Deckung fest. Über die Flügel konnten sich Roberto Hilpert und Timo Gebhart kaum einmal durchsetzen; sie blieben wirkungslos Im Zentrum gelang Nationalspieler Sami Khedira und Neuzugang Zdravko Kuzmanovic kaum etwas.

          Bezeichnende Miene bei Stuttgarts Trainer Babbel: Heimniederlage gegen den Tabellenletzten

          Wie angespannt die Stimmung in Stuttgart ist und wie wenig Kredit Trainer und Mannschaft früh in der Saison genießen, zeigte sich dann schnell. Schon nach einer halben Stunde gab es Pfiffe und Buhrufe der Zuschauer. Die Stuttgarter Spieler reagierten darauf mit noch mehr Verunsicherung. Christian Träsch lieferte ein Beispiel dafür. Der Verteidiger vermied selbst sinnvolle Rückpässe zu Torwart Lehmann. Die Folge: Unter anderem der Führungstreffer der Kölner in der 24. Minute. Serdar Tasci und Träsch verloren an der Strafraumgrenze den Ball, Fabrice Ehret eroberte ihn. Seine Flanke erreichte Sebastian Freis, der gegen die Laufrichtung von Jens Lehmann zum 1:0 einköpfte.

          Trainer Babbel vor einer ernsten Bewährungsprobe

          Köln war keineswegs die aktive Mannschaft. Die von Trainer Zvonimir Soldo gewählte Taktik aber erwies sich als äußerst effektiv. Obwohl sie ohne den verletzten Mittelstürmer Milivoje Novakovic antreten mussten, hielten die Kölner den VfB lange auf Distanz und waren bei eigenen Konterversuchen lange Zeit ungestört. Der VfB kam in den 90 Minuten zu insgesamt vier Chancen.

          Nach der Niederlage steht VfB-Trainer Babbel vor einer ernsten Bewährungsprobe. Nun wird zum Thema, ob die häufigen Fehlzeiten des Teamchefs mit zur sportlichen Schieflage beitragen. Babbel pendelt seit Monaten zwischen Stuttgart und Köln. an der Sporthochschule erwirbt er die Lizenz als Fußballlehrer, was ihn oft von Montag bis Mittwoch nicht in Stuttgart sein lässt. Der ehemalige Stuttgarter Profi Zvonimir Soldo dagegen hat sich nach fünf Spielen ohne Sieg nun in Köln Luft verschafft. In Stuttgart erhielt der Kroate vor dem Spiel sogar Beifall des Stuttgarter Publikums. Nach dem Spiel jubelten ihm auch die Kölner Fans zu.

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