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0:2 gegen Freiburg : Wolfsburg im freien Fall

  • Aktualisiert am

Scherensprung: Wolfsburgs Vieirinha (r) fliegt in Richtung Ball Bild: dpa

Wolfsburg muss sich dem SC Freiburg im eigenen Stadion geschlagen geben. Nach dem 0:2 befindet sich der VfL von Trainer Magath im freien Fall.

          2 Min.

          Felix Magaths VfL Wolfsburg befindet sich in der Fußball-Bundesliga weiter im freien Fall. Am Samstag verlor der Meister von 2009 das zuvor zum Schlüsselspiel ausgerufene Duell gegen den SC Freiburg verdient mit 0:2 (0:1). Schlimmer noch: Nach der bereits dritten Heimniederlage am achten Spieltag ist der selbst ernannte Champions-League-Aspirant nun Tabellenletzter.

          Vor 25.080 zum Großteil entsetzten VfL-Fans erzielten Daniel Caligiuri (40. Minute) per Foulelfmeter und Julian Schuster (84.) im 450. Bundesligaspiel für den Sportclub die Freiburger Tore. Wolfsburgs einstiger Meistercoach Magath, der zuvor „Ohne Wenn und Aber“ einen Sieg verlangt hatte, wurde bereits vor dem Spiel ausgepfiffen. Während der vor allem von seinem Team kläglichen Partie musste sich der 59-Jährige dann „Magath-raus“-Rufe und Forderungen nach Amateurtrainer Lorenz-Günther Köstner gefallen lassen.

          Diego 90 Minuten auf der Bank

          Im Kampf gegen die sportliche Krise hatte Magath wieder einmal sein Team kräftig umgekrempelt und erstmals von Beginn an auf zwei Spitzen gesetzt. Offensiv blieb sein Team gegen biedere Badener indes einiges schuldig. Der erst vor der Saison begnadigte und zum Offensiv-Fixpunkt ausgerufene Diego musste erstmals in dieser Saison auf die Bank und musste 90 Minuten lang zusehen. In Josué und Marcel Schäfer flogen weitere Führungsspieler aus der ersten Elf. Dafür durfte etwa der im Januar verpflichtete Ferhan Hasani in seinem zweiten Bundesligaspiel zum ersten Mal von Beginn an ran.

          Trifft souverän vom Punkt:  Freiburgs Daniel Caligiuri
          Trifft souverän vom Punkt: Freiburgs Daniel Caligiuri : Bild: dpa

          Die personellen und taktischen Umstellungen blieben ohne Wirkung. Die verunsicherten Wolfsburger Profis offenbarten teils eklatante Abstimmungsprobleme und erhebliche Mängel in der Defensive. Lediglich VfL-Keeper Diego Benaglio und die Torlatte verhinderten ein ums andere Mal eine mögliche höhere Niederlage. Schon in der 19. Minute lief SC-Mittelfeldspieler Jonathan Schmid allein auf Benaglio zu, der die bis dahin beste Chance des Spiels souverän klärte. Als Wolfsburg auch danach kaum Zugriff aufs Spiel fand, kamen erstmals während des Spiels Pfiffe auf. Richtig ungemütlich wurde es vor der Pause, nachdem Freiburgs Caligiuri wie schon im vorherigen Bundesligaspiel gegen Nürnberg wieder per Foulelfmeter erfolgreich war. Der zuvor von Magath arg kritisierte Naldo hatte Erik Jendrisek ungeschickt gefoult. Mit einem Pfeifkonzert und in aufgeheizter Stimmung wurden die Wolfsburger in die Kabine verabschiedet.

          Trotz des unglücklichen Auftritts ließ Magath sein Team zunächst unverändert. Die verunsicherten Gastgeber mühten sich indes weiter vergebens. Benaglio bewahrte sein Team etwa erneut gegen Caligiuri kurz nach Wiederanpfiff vor dem 0:2. Erste „Magath-raus“-Rufe von der Haupttribüne waren die Folge. Als Freiburgs Schmid (62.) und Caligiuri (64.) jeweils nur die Latte trafen, waren die folgenden „Wir haben die Schnauze voll“-Krakeeler noch lauter. Angesichts der Freiburger Entscheidung nach Schusters Kontertor gut fünf Minuten vor dem Ende flüchteten sich die Wolfsburger Anhänger in Galgenhumor, sangen vom „Europapokal“ und dem „deutschen Meister VfL“.

          VfL Wolfsburg - SC Freiburg 0:2 (0:1)

          VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner (61. Träsch), Naldo, Pogatetz (68. Lakic), Rodriguez - Knoche, Kahlenberg - Vieirinha (61. Schäfer), Hasani - Olic, Dost

          SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Ginter, Diagne, Sorg (89. Hedenstad) - Makiadi, Schuster - Schmid, Caligiuri - Jendrisek (46. Kruse), Freis (79. Flum)

          Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)

          Zuschauer: 25.080

          Tore: 0:1 Caligiuri (40./Foulelfmeter), 0:2 Schuster (84.)

          Gelbe Karten: Naldo (2) / Diagne (2), Mujdza (3)

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