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0:1 in Stuttgart : Hamburg verspielt die letzte Hoffnung

  • Aktualisiert am

Hamburgs Benjamin leidet, Stuttgarts Hilpert jubelt Bild: REUTERS

Der Hamburger SV hat durch ein 0:1 beim deutschen Meister VfB Stuttgart wohl seine letzte Minimalchance auf den Titel verspielt und muss nun wieder um die Qualifikation für die Champions League bangen.

          Auch ohne Top-Torjäger Mario Gomez hat der VfB Stuttgart seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga erfolgreich fortgesetzt und dem Hamburger SV einen herben Rückschlag versetzt. Der deutsche Meister bezwang am Samstag den Tabellenzweiten glücklich mit 1:0 (1:0) und darf weiter von einer abermaligen Champions-League-Teilnahme träumen.

          Roberto Hilbert erzielte in der 20. Minute das Tor des Tages für den seit acht Spielen ungeschlagenen VfB. Beide Mannschaften konnten allerdings vor 55.800 Zuschauern im ausverkauften Daimler-Stadion ihre Reife für die Königsklasse nicht unter Beweis stellen.

          „Wir haben gut begonnen, aber es ist unverständlich, was wir in der zweiten Halbzeit gemacht haben. Da haben wir uns ganz weit hinten reindrängen lassen“, sagte VfB-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer ärgerte sich: „So ein Spiel kann man auch gewinnen.“

          Löw sieht viele Fehler

          Die Hamburger warten nun schon seit dem 28. Oktober (1:0 in Duisburg) auf einen Auswärtssieg. Ohne den verletzten Ivica Olic und die gesperrten David Jarolim und Joris Mathijsen, aber wieder mit Nigel de Jong und Vincent Kompany im defensiven Mittelfeld versteckten sich die Gäste keineswegs. Der VfB zeigte, warum er mit 40 Gegentoren die schlechteste Abwehr aller Spitzenmannschaften hat: Die Stuttgarter ließen nicht nur in der abwechslungsreichen ersten Halbzeit eine ganze Reihe von Chancen zu, aber Pablo Guerrero (9./19.), Rafael van der Vaart (30.) und zweimal de Jong (39.) scheiterten an VfB-Keeper Sven Ulreich oder zielten nicht genau genug.

          Aber auch die HSV-Hintermannschaft war gegen den Ein-Mann-Sturm der Schwaben (Cacau) mehrmals nicht im Bilde. Nach einem Eckball von Pavel Pardo kam Hilbert frei zum Schuss und brachte sein Team per Direktabnahme in Führung. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw wurde der Nationalspieler damit für seinen Eifer belohnt, dennoch leistete sich der Mittelfeldakteur einige Stockfehler. Auch Thomas Hitzlsperger an seinem 26. Geburtstag und auf HSV-Seite Piotr Trochowski konnten sich bei Löw nur wenig empfehlen.

          Hamburg drängt in der zweiten Hälfte

          Kein großes Vertrauen hatte VfB-Coach Armin Veh in seinen Acht-Millionen-Einkauf Ciprian Marica: Der Rumäne musste trotz des Ausfalls von Nationalstürmer Gomez (Muskelfaserriss im Oberschenkel) ebenso wie sein Landsmann Sergiu Radu draussen bleiben und durfte erst in der 67. Minute aufs Feld.

          Nach dem Seitenwechsel spielte nur der HSV, die Stuttgartern mit ihren sogenannten Kreativspielern Yildiray Bastürk und Antonio da Silva hatten völlig den Faden verloren. Zudem zeigte Abwehrchef und Kapitän Fernando Meira einige Unsicherheiten, die die Hamburger bei ihren zahlreichen Schussversuchen jedoch nicht zu nutzen wussten. So blieb der zuletzt kritisierte Regisseur van der Vaart glücklos und stand nicht nur wegen eines Wolkenbruchs in der Schlussphase im Regen.

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