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0:1 in Nürnberg : Leverkusen verspielt die letzte Chance

  • Aktualisiert am

Volltreffer: Eigler besiegt Leverkusen Bild: dpa

Gegen starke Nürnberger wirkt Bayer Leverkusen nicht wie ein Champions-League-Kandidat und erst recht nicht wie ein deutscher Meister. Die Mannschaft von Jupp Heynckes tritt auf der Stelle. Nürnberg zeigt weiter starke Form.

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          Bayer Leverkusen hat bei der Jagd auf Tabellenführer Borussia Dortmund mit der ersten Saison-Auswärtsniederlage die wohl letzte Chance verspielt. Die Werkself verlor am Samstag beim 1. FC Nürnberg nach einem erschreckend schwachen Auftritt 0:1 (0:0), bleibt aber Tabellenzweiter. Mit seinem zweiten Saisontor sicherte Christian Eigler (59. Minute) in seinem 100. Bundesligaspiel den siebten Saison-Heimsieg der Franken. „Ich habe einfach abgezogen - und der Ball schlägt natürlich göttlich ein“, sagte Eigler. Der Torschütze musste allerdings mit einer Gelb-Roten Karte (86.) vorzeitig in die Kabine.

          Die enttäuschende Bayer-Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes, die zuletzt am 17. April 2010 in Stuttgart (1:2) auswärts verloren hatte, war in keiner Phase der Partie in der Lage, ihre Champions-League- Ambitionen unter Beweis zu stellen. Die Nürnberger überzeugten vor 34.113 Zuschauern einmal mehr durch vorbildlichen Einsatz. Heynckes war nach dem Spiel unzufrieden: „Der Schiedsrichter hat parteiisch gepfiffen. Das hat eine große Rolle gespielt. Wir haben aber auch nicht gut gespielt.“

          Den ersatzgeschwächten Nürnbergern, die neben dem weiterhin verletzten Ilkay Gündogan auch den gesperrten Kapitän Andreas Wolf ersetzen mussten, gelang es in den ersten Spielminuten, sich mit robustem Körpereinsatz Respekt zu verschaffen. Leverkusen wirkte beeindruckt, denn im Spiel nach vorne lief nur wenig zusammen. Michael Ballack war beim giftigen Almog Cohen gut aufgehoben, Arturo Vidal sah gegen Timmy Simons kein Land, und im Angriff stand der frühere Nürnberger Stefan Kießling auf verlorenem Posten.

          Der „Club“ spielte wie beim 2:0 vor einer Woche gegen den Hamburger SV mit großem Engagement und kontrolliert nach vorne. Hochkarätige Chancen blieben aber zunächst aus. Der stramme Schuss von Julian Schieber (22.) war zu unplatziert, um Nationaltorwart René Adler in Verlegenheit zu bringen. Die uninspirierte Bayer-Elf tauchte in der ersten Halbzeit bei einem Kopfball von Kießling (42.) nur einmal halbwegs gefährlich vor dem FCN-Tor auf.

          Auch nach der Pause änderte sich nichts am lethargischen Auftritt der Rheinländer. Dagegen nahm der unermüdlich kämpfende „Club“ noch mehr Fahrt auf und ging nach gut einer Stunde Spielzeit verdient in Führung. Nach Zuspiel von Jens Hegeler ließ Eigler Bayern-Schlussmann Adler mit einem satten 20-Meter-„Hammer“ keine Abwehrchance und sorgte für den insgesamt verdienten Erfolg. „Wir spielen momentan ungemein gut als Mannschaft“, sagte „Club“-Trainer Dieter Hecking. „Jeder ist bereit für den anderen einzustehen.“

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