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0:1 in Mönchengladbach : Immer vor Ostern: Labbadia findet keine Punkte

  • -Aktualisiert am

In der Krise: HSV-Trainer Bruno Labbadio wirkt nach der Niederlage in Mönchengladbach ratlos Bild: dpa

Wie im Vorjahr in Leverkusen kriselt Bruno Labbadia auch mit seiner neuen Mannschaft dem Saisonende entgegen. Dem HSV droht nach der Niederlage in Mönchengladbach ein bitteres Saisonende.

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          Vor dem Anpfiff hatte Rob Friend gern noch einmal an das Hinrundenspiel in Hamburg zurückgedacht. „Das war ein großer Tag für mich und die Mannschaft“, sagte er. Ende Oktober war ihm als Einwechselspieler der Siegtreffer für Borussia Mönchengladbach gegen den HSV gelungen. Diesmal war er von Beginn an dabei, und das Wiedersehen mit den Hamburgern machte ihm Freude, auch wenn es diesmal Verteidiger Roel Brouwers vorbehalten war, die Partie mit dem einzigen Treffer des Tages (43. Minute) zu entscheiden.

          Dank des 1:0 über den HSV dürften die Gladbacher, die zuvor fünfmal nacheinader sieglos waren, sich endgültig aus der Abstiegszone verabschiedet haben. Der Abstand zum Relegationsrang, den der SC Freiburg belegt, ist auf zehn Punkte gewachsen. Die Hamburger dagegen sehen im Rennen um einen Platz im Europokal die Verfolger immer näherkommen. Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt haben nur drei Punkte weniger als der Bundesliga-Sechste aus dem Norden.

          In Hamburg waren zuletzt allerlei Gerüchte über mögliche Trennungen laut geworden, verschiedene Spieler wie Elia und Boateng, aber auch den Trainer betreffend. Doch Bruno Labbadia wollte sich „von dem ganzen Gerede nicht beeinflussen lassen“. Der HSV habe weiter die Chance, den vierten oder fünften Platz zu erreichen, „dieses Ziel nehmen wir in Angriff“.

          Mönchengladbach jubelt: Daems, Meeuwis und Jantschke feiern den Siegtorschützen Roel Brouwers (2.v.l.)

          Dürftiges Spiel

          Im Borussia-Park war seine Elf durchaus bemüht, auf Angriff spielen. Aber wo ein Wille war, da war zunächst kein Weg. Da es an einer zündenden Idee fehlte, kamen die Hamburger in der ersten Hälfte allenfalls bis zum gegnerischen Strafraum, den die Gladbacher sorgfältig abgeriegelt hatten. Die Stürmerstars Ruud van Nistelrooy und Mladen Petric kamen überhaupt nicht zum Zuge und schon gar nicht zum Schuss.

          Auch die Gladbacher hielten zunächst nicht, was ihre flotten Vorstöße aus der Anfangsphase versprochen hatten. Nachdem HSV-Torhüter Frank Rost einen Schuss von Matmour und einen Kopfball und Friend reaktionsstark gemeistert hatte, blieb er für längere Zeit ebenso unbehelligt wie sein gegenüber Logan Bailly im Tor der Borussen, die im eigenen Stadion geduldig auf Konterchancen lauerten.

          Der HSV zu einfallslos

          Bei ihren dosierten Gegenstößen wirkten die Gladbacher gefährlicher als ihre phantasielos drauflos stürmenden Widersacher. Kurz nachdem Juan Arango die dritte Gladbacher Möglichkeit vergeben hatte, nutzte Rouel Brouwers das Durcheinander in der HSV-Abwehr nach einem Eckstoß von Arango zum Führungstreffer. Die Hamburger ließen den angriffslustigen Innenverteidiger am Fünfmeterraum gewähren, obwohl sich bis in den Norden herumgesprochen haben dürfte, dass Brouwers der erfolgreichste Torschütze der Borussia ist - das 1:0 gegen Hamburg war sein siebter Treffer in dieser Saison.

          Unter dem Eindruck des Rückstandes verlieh der HSV seinen Angriffen ein wenig mehr Nachdruck. Ze Roberto und besonders der eingewechselte Jonathan Pitroipa mögen die Heimelf mit ihren Schüssen ein wenig erschreckt haben, mehr aber auch nicht. Nach gut einer Stunde beendete Labbadia den Sonntagsdienst des wirkungslosen Angreifers van Nistelrooy und schickte für ihn Paolo Guerrero aufs Feld, den ein Kreuzbandriss zu einer fast sieben Monate dauernden Pause gezwungen hatte. Doch es blieb dabei: Die Hamburger kickten zu einfallslos und gingen leer aus.

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