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0:1 in Dortmund : „Zu viel Respekt“ - Rückschlag für Rostock

  • Aktualisiert am

Stürmerglück: Klimowicz (l.) lässt Rostocks Torwart Wächter keine Chance Bild: ddp

Borussia Dortmund hat nach 90 Minuten Schwerstarbeit den Anschluss an das obere Tabellenmittelfeld geschafft. Gegen die auswärtsschwachen Gäste von Hansa Rostock gelang den Westfalen ein glanzloser Sieg.

          Hansa Rostock hat die Chance verpasst, im Kampf um den Klassenverbleib weiter Boden gutzumachen. Nach zuletzt zwei Spielen ohne Niederlage musste der Tabellen-14. beim 0:1 (0:1) gegen Borussia Dortmund einen Rückschlag hinnehmen.

          Vor 70.700 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgte „Joker“ Diego Klimowicz (67.) am Samstag mit seinem sechsten Saisontreffer für den glanzlosen Erfolg des Revierclubs, der mit dem zweiten Sieg in Serie Kurs auf die obere Tabellenhälfte nahm und eine erfolgreiche Generalprobe für das Pokal-Viertelfinale am Dienstag gegen den Zweitligaklub Hoffenheim feierte. Wie so oft traten die Gäste die Heimreise mit leeren Händen an: Im insgesamt zwölften Gastspiel in Dortmund gab es die elfte Niederlage.

          „So komme ich gern von der Bank“

          Gefeierter Matchwinner einer insgesamt dürftigen Partie war Klimowicz. Bereits zum vierten Mal gelang dem Angreifer seit der Winterpause ein wichtiges Joker-Tor. „Wenn ich immer das entscheidende Tor schieße, komme ich gerne von der Bank“, kommentierte Klimowicz seinen Treffer. Dagegen monierte Hansa-Mittelfeldspieler Christian Rahn die lange Zeit zurückhaltende Gangart seiner Mannschaft: „Wir haben erst nach dem Rückstand angefangen Fußball zu spielen und vorher zu viel Respekt gezeigt.“

          Im Duell der zweitschwächsten Abwehr (Dortmund) gegen den schwächsten Sturm (Rostock) der Liga blieben Höhepunkte lange Zeit Mangelware. Die Borussia, die kurzfristig auf den an einer Magen- Darm-Infektion erkrankten Sebastian Kehl verzichten musste, fand nur schleppend ins Spiel. Lediglich bei einem sehenswerten Volleyschuss von Torjäger Mladen Petric (8.) nach Flanke von Alexander Frei war Torgefahr erkennbar. Auch ohne die ausgefallenen Abwehrspieler Dexter Langen und Gledson erwies sich die Hansa-Defensive als sattelfest.

          Hansa zu lange in der Defensive

          Zwar erspielte sich der Gastgeber deutliche Feldvorteile, doch auf dem Weg nach vorn mangelte es an Tempo, Ideen und Präzision. Viele gute Torchancen gab es deshalb bis zur Pause nicht zu sehen. Giovanni Federico (32.) fand aus kurzer Distanz in Hansa-Keeper Stefan Wächter seinen Meister. Auf der Gegenseite verfehlte Marc Stein (40.) mit einem Fernschuss nur knapp das BVB-Tor. Ansonsten trugen auch die Gäste nur wenig zur Steigerung des dürftigen Unterhaltungswerts bei: Sie beschränkten sich zumeist auf die Defensivarbeit.

          Auch nach Wiederanpfiff hielt sich das Niveau der Partie weiter in Grenzen. Dortmund suchte vergeblich nach einer Lücke in der Gäste- Deckung, Hansa lauerte auf Konter. So verpasste Enrico Kern bei einem Schuss aus 18 Metern das mögliche 1:0 für Hansa. Erst mit der Einwechslung eines dritten Stürmers wendete sich das Blatt zugunsten der Borussia. Klimowicz war nur zehn Minuten im Spiel, als er eine Flanke von Antonio Rukavina aus zwei Metern über die Linie beförderte. Danach gab Hansa die defensive Grundausrichtung auf, drängte aber vergeblich auf den Ausgleich. Stattdessen eröffneten sich der Borussia glänzende Kontermöglichkeiten durch Klimowicz (81.) und Nelson Valdez (86.).

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