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0:1 in Dortmund : Gladbach in höchster Not

  • Aktualisiert am

Freis Tor entschied die Partie Bild: dpa

Borussia Mönchengladbach ist nach dem 0:1 in Dortmund auf den letzten Platz abgerutscht. „Vielleicht ist es ganz gut, dass nun jeder weiß, wie ernst die Lage ist“, sagte Sportdirektor Peter Pander.

          Die Lage von Borussia Mönchengladbach wird immer bedrohlicher. Beim 0:1 (0:1) gegen Borussia Dortmund musste der Altmeister vom Niederrhein die erste Niederlage unter der Regie des neuen Cheftrainers Jos Luhukay hinnehmen und rutschte damit auf den letzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga ab.

          Im 72. Borussen-Duell besiegelte der BVB-Torschütze Alexander Frei (19.) die neunte Auswärtsschlappe der Gäste. Dagegen entledigten sich die Dortmunder vor 73.600 Zuschauern im Signal Iduna Park dank einer Leistungssteigerung vorerst aller Abstiegssorgen.

          „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“

          Nicht nur der unglückliche Spielverlauf, sondern auch der Blick auf die Tabelle verdarb Mönchengladbachs Sportdirektor Peter Pander gründlich die Laune. Schließlich hatten die meisten Mitkonkurrenten im Kampf um den Abstieg überraschend gepunktet: „Vielleicht ist es ganz gut, dass nun jeder weiß, wie ernst die Lage ist. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, jedes weitere Spiel ist ein Endspiel.“ Anders als beim Gegner sind in Dortmund die größten Sorgen ausgestanden. Der erste Sieg nach zuletzt drei Niederlagen stellte Trainer Jürgen Röber zufrieden: „Die Mannschaft hat eine positive Reaktion gezeigt, es aber versäumt, mit dem 2:0 für klare Verhältnisse zu sorgen.“

          Die Maßnahme von Röber, seine Mannschaft in der Sportschule Kaiserau auf das Duell vorzubereiten, zeigte Wirkung. Auch ohne die verletzten Sebastian Kehl und Christian Wörns sowie den gesperrten Leonardo Dede erspielte sich der Gastgeber Feldvorteile. Der couragierte Spielbeginn wurde früh belohnt: Nach Zuspiel von Tinga beendete Frei mit seinem neunten Saisontreffer die 321 Minuten anhaltende Torflaute des BVB.

          Kampfbetonte Schlussphase

          Der Flachschuss des Schweizers aus 12 Metern durch die Beine des schuldlosen Gäste-Keepers Kasey Keller sorgte beim BVB zwar für große Erleichterung, aber nicht für mehr Sicherheit. Stattdessen leistete nun der zu Beginn sehr zurückhaltende Gast mehr Gegenwehr. Zwingende Möglichkeiten blieben jedoch hüben wie drüben eher Mangelware. Nur bei einem Schuss von Michael Delura (29.) ließ Mönchengladbach Torgefahr erkennen. So reichte Dortmund eine durchschnittliche Leistung, um mit einer knappen Führung und dem Applaus der Zuschauer in die Pause zu gehen.

          Erst nach Wiederanpfiff stieg der Unterhaltungswert der Partie. Sowohl Federico Insua (46.) als auch Ze Antonio (55.) verpassten binnen zehn Minuten die Chance zum Ausgleich. Auf der Gegenseite scheiterte Frei (54.) aus kurzer Distanz an Keller und traf wenig später bei einem Freistoß aus 18 Metern die Latte. In einer kampfbetonten Schlussphase rettete Dortmund den verdienten vierten Heimsieg über die Zeit.

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