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0:1 in Bielefeld : Leverkusen kann den Alm-Fluch nicht ablegen

  • Aktualisiert am

Bielefeld freut sich über drei eminent wichtige Punkte gegen Leverkusen Bild: ddp

Wie gewinnt man in Bielefeld? Leverkusen fand die Antwort auch diesmal nicht - und verlor beim Abstiegskandidaten mit 0:1. Während Bayer nun um die Uefa-Cup-Teilnahme bangen muss, verschafften sich die Arminen im Tabellenkeller etwas Luft.

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          Verfluchte Alm: Bayer 04 Leverkusen hat seinen Bielefeld-Komplex wieder nicht ablegen können und muss nun sogar um eine Uefa-Cup-Teilnahme bangen - die seit 1999 gegen die Werkself daheim ungeschlagenen Arminen haben dagegen die Abstiegsränge verlassen. Vor 19.400 Zuschauern in der Schüco-Arena erzielte Manndecker Andre Mijatovic per Kopf in der 51. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg am Mittwochabend.

          Bielefeld durfte damit den zweiten Rückrundensieg in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga bejubeln und kletterte auf Rang 15 (28 Punkte). „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Das war über 90 Minuten das beste Spiel unter meiner Leitung“, lobte Coach Michael Frontzeck sein Team. „Das kann nächste Woche schon wieder ganz anders aussehen“, warnte Bielefelds Finanzvorstand Roland Kentsch: „Es wird bis zum Ende der Serie auf und ab gehen.“

          Nichts war von der Gala gegen Stuttgart zu sehen

          Ab ging es am 29. Spieltag für Leverkusen. Die Rheinländer (47) rutschten nach der vierten Niederlage aus den vergangenen fünf Ligaspielen hinter den deutschen Meister VfB Stuttgart (48) auf den sechsten Rang ab. Vom überzeugenden Auftritt der Leverkusener drei Tage zuvor beim 3:0 über die Stuttgarter war nichts mehr zu sehen. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil wir gegen einen sehr aggressiven Gegner nicht aggresiv genug gespielt haben“, schimpfte 04-Trainer Michael Skibbe nach der „verdienten“ Niederlage.

          Obwohl die Mannschaft nur auf einer Position verändert antrat - Sergej Barbarez stand bei seinem 325. Bundesliga-Einsatz für den verletzten Kapitän Bernd Schneider in der Anfangsformation - war die Mannschaft nicht mehr wiederzuerkennen. Zu allem Überfluss musste Tranquillo Barnetta, der in der 19. Minute mit einem raffinierten Freistoß an Arminen-Schlussmann Rowen Fernandez scheiterte, auch noch nach einer guten halben Stunde angeschlagen vom Platz.

          „Wir hätten den Sack viel eher zumachen müssen“

          In Tore ummünzen konnten die diszipliniert und engagiert aufspielenden Bielefelder ihre Feld- und Ballüberlegenheit nicht. „Wir hätten den Sack viel eher zumachen müssen“, monierte Kentsch. Beim Kopfball von Christian Eigler in der 15. Minute hatte Bayer-Keeper René Adler keine Probleme. Artur Wichniarek verfehlte anschließend erst mit einem Distanzschuss den Gäste-Kasten (20.), dann eine Hereingabe von Daniel Halfar (30.).

          Kurz vor der Pause scheiterte Oliver Kirch an Adler (42.). In der teilweise neu formierten Defensive leisteten sich die Gastgeber keine Unkonzentriertheiten. Auf dem ungewohnten rechten Verteidigerposten ließ Radim Kucera nichts anbrennen, während der etatmäßige Abwehrspieler Markus Bollmann gelb-gesperrt zum Zuschauen verurteilt war. Neu in die Mannschaft rückte für ihn Petr Gabriel. Er machte seine Sache ebenso gut wie der Arminen-Rest.

          Torwart Hain sieht die Gelbe Karte - auf der Bank

          Dementsprechend schickte Frontzeck seine Startelf auch in die zweiten 45 Minuten. Kollege Skibbe nahm hingegen Barbarez zur Pause wieder aus der Mannschaft und brachte den Schweizer Pirmin Schwegler. Nach einer Stunde brachte der Coach auch noch Dmitry Bulykin. Doch da hatten die Bielefelder, deren auf die Ersatzbank verbannte Stammtorwart Mathias Hain die Gelbe Karte sah, bereits Grund zum Jubeln gehabt, als Mijatovic eine Freistoß-Hereingabe von Thorben Marx einköpfte.

          Nur fünf Minuten später verfehlte er abermals per Kopf seinen zweiten Treffer. Nachdem der eingewechselte Jonas Kamper und Wichniarek weitere Chancen vergeben hatten, scheiterte Mijatovic mit seinem Foulelfmeter - von Lukas Sinkiewicz an Kamper verwirkt - fünf Minuten vor dem Ende am Pfosten, doch am Ende war die Freude riesengroß. „Das war ein tolles Kampfspiel“, lobte Arminen-Präsident Hans-Hermann Schwick.

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