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0:1 gegen Wolfsburg : Hannover bleibt mit Slomka ohne Punkt

  • -Aktualisiert am

Erfolgstrio: Misimovic, Grafite und Dzeko (v.l.) bejubeln Wolfsburgs Erfolg in der Landeshauptstadt Bild: dpa

Dank eines Treffers von Zvjezdan Misimovic gewinnt der VfL Wolfsburg in Hannover. Der Abstiegskandidat aus Niedersachsen bleibt unter Trainer Mirko Slomka punktlos und hat nach der neunten Niederlage in Folge nur noch Hertha BSC hinter sich.

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          Mitten in die Feierlichkeiten platzte Zvjezdan Misimovic und schoss das 1:0. Es waren 78 Minuten gespielt, die Fans von Hannover 96 bejubelten noch ihre Mannschaft für eine mutige und gute Leistung, als der bis dahin schwache Wolfsburger Spielmacher herangerauscht kam und den 1:0-Sieg des VfL Wolfsburg vor 34.000 Zuschauern in Hannover besiegelte. Unverdient, glücklich, aber aus Sicht Hannovers in eine Situation passend, in der nichts läuft.

          Hannover taumelt als Tabellenvorletzter weiter dem Abstieg entgegen - da half das lange Zeit beifallumrauschte gute Spiel am Sonntagnachmittag wenig. „Die Mannschaft ist bis an den Anschlag gegangen“, lobte 96-Manager Jörg Schmadtke sein Team, „und hat alles gegeben.“ Torhüter Florian Fromlowitz sagte: „Wenn wir so weiter spielen, werden wir auch die Erfolge einfahren.“

          Mitte der zweiten Halbzeit wollten die Fans von Hannover 96 den Ball am liebsten ins Tor brüllen. Hannover mühte sich, versuchte alles gegen den Meister und Tabellenelften, um aus dem besten Spiel des Jahres einen Sieg zu machen. Am Ende reichte es für 96 wieder nicht zum ersten Sieg seit dem 31. Oktober 2009. Im Gegenteil: Es war die neunte Niederlage in Folge.

          Weiter ohne Erfolg: Mirko Slomka und Hannover 96

          Bissige Hannoveraner

          Der erste Durchgang ließ alle Anhänger der „Roten“ hoffen, dass die Niederlagenserie vielleicht doch irgendwann mal enden würde. Eine Führung wäre gegen die aufreizend lässigen Wolfsburger verdient gewesen. Vor allem Elson, Djakpa und Lala taten dem Spiel der Mannschaft gut. Bei Elsons Schüssen in der 15. und 18. Minute fehlte nur ein bisschen Glück, um die von Trainer Slomka herbeigesehnte Führung zu erzielen. Einmal hielt Marvin Hitz, beim zweiten Schuss strich der Ball am Tor vorbei.

          Dass Hannover so gut aussah, lag auch an der entspannten Haltung des Gegners: Drei Tage nach dem überzeugenden 4:1 in der Zwischenrunde der Europa League gegen Villarreal versuchte Wolfsburg den niedersächsischen Rivalen im Schongang zu bezwingen. Vor allem Gentner und Misimovic überboten sich in Lässigkeit. Viel Platz bot der VfL den „Roten“, und vorn vertraute man wohl der individuellen Klasse Dzekos und Grafites. Ganz so leicht war es aber nicht gegen bissige Hannoveraner, die von Minute zu Minute mutiger wurden und verschüttete Fähigkeiten zeigten: Pässe kamen an, Zweikämpfe wurden.

          Wolfsburg Defensive clever

          Glück war es dann aber doch, dass der deutsche Meister die Führung in der 38. Minute verpasste - Fromlowitz im Tor Hannovers unterlief einen Freistoß Schäfers, am langen Pfosten kam Madlung heran geflogen, sein Kopfball prallte aber an den Pfosten. Fromlowitz hatte vorher den Rückstand verhindert, als er Schäfers Flachschuss abwehrte (27. Minute). Hinten wackelte Hannover, doch weil Kampf und Einsatz stimmten und die Mutlosigkeit der vergangenen Heimspiele verflogen schien, schenkten die Fans ihrer Mannschaft die notwendige Unterstützung .

          Nach der Pause steigerte sich die Wolfsburger Lässigkeit noch - nur noch Dzeko und Madlung schienen dieses Spiel richtig ernst zu nehmen. Hannover 96 merkte das natürlich, reagierte und versuchte alles, um zum Siegtreffer zu kommen. Slomka brachte in Mike Hanke sogar seinen notorisch erfolglosen Stürmer, um irgendwie zu einem Tor zu kommen. Doch die Wolfsburger Defensive war clever genug, die zwar stürmischen, aber auch kopflosen Versuche Hannovers zu überstehen. Und dann kam noch Misimovic.

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