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0:1 gegen Hannover : Premiere von Schwarz in Mainz geht schief

  • Aktualisiert am

Trauriger Blick des Trainers: Der Mainzer Sandro Schwarz Bild: dpa

Der neue Mainzer Trainer Schwarz sieht bei seinem Bundesliga-Debüt nur ein Tor, und das schießt der Gegner. Hannovers Fans fällt der Jubel trotz des Auswärtssiegs schwer.

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          Die Bundesliga-Premiere des neuen Mainzer Cheftrainers Sandro Schwarz ist mit dem 0:1 (0:0) gegen Aufsteiger Hannover 96 gründlich daneben gegangen. Martin Harnik bescherte den Niedersachsen in der 73. Minute mit dem Siegtreffer nach einem Zweitliga-Jahr eine erfolgreiche Rückkehr ins Oberhaus. „Alle sind genervt“, sagte Schwarz nach seinem verpatzten Debüt am Samstag.

          Viel Anlass zur Begeisterung löste das Geschehen auf dem Rasen insgesamt nicht aus, vor allem der Liga-Rückkehrer hatte vor 28.279 Zuschauern in der ersten Halbzeit nicht viel zu bieten. Deshalb dürfte den rund 2000 mitgereisten 96-Fans das selbstauferlegte Schweigen nicht schwer gefallen sein. Sie protestierten damit gegen Clubchef Martin Kind wegen dessen geplanter Übernahme der Mehrheitsanteile an der 96-Profigesellschaft.

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          Noch keine Aufbruchstimmung kam auch durch das erste Auftreten der Mainzer unter der Regie von Schwarz auf. Die von ihm verordnete neue Spielweise mit Vorwärtsverteidigung, viel Ballbesitz und flexiblem Positionsspiel klappte nur in Ansätzen, wenngleich das aggressive Auf-Mann-und-Ball-Gehen den Gästen wenig Raum zur Entfaltung ließ. „Das war eine solide Halbzeit, wir hätten nur ein Tor machen müssen“, befand 05-Sportvorstand Rouven Schröder.

          Der neue 05-Torwart René Adler - außer ihm standen in Abdou Diallo, Alexandru Maxim und Viktor Fischer drei weitere Neulinge in der Mainzer Startelf - war angesichts von null Torchancen der Gäste im ersten Durchgang so gut wie beschäftigungslos. Sein Gegenüber Philip Tschauner war auch nicht im Dauerstress, musste aber immer hin ein paar Mal eingreifen oder bangen. In der 6. Minute fand Maxim mit einem langen Eckball Daniel Brosinski, der Zentimeter am gegnerischen Tor vorbei köpfte. Eine knappe Viertelstunde später jagte der Mainzer Stürmer Yoshinori Muto (19.) dem unaufmerksamen Florian Hübner den Ball kurz vor dem Strafraum ab, doch sein Querpass auf den mitlaufenden Pablo De Blasis wurde geblockt. In der 33. Minute musste dann Tschauner selbst eingreifen: Er parierte einen Schuss des von De Blasis geschickt angespielten Muto aus Nahdistanz.

          Nach der Halbzeit trauten sich die Hannoveraner mehr und bekamen mehr Spielanteile - und Mainz-Keeper Adler seine Chance, seine Qualität zu zeigen, als Florian Hübner unbedrängt auf ihn zulief und er mit einer Fußparade klärte. Um seine Mannschaft wieder intensiver ins Spiel zu bringen, wechselte 05-Coach Schwarz Quaison und Levin Öztunali für Maxim und Fischer ein, die ein mäßiges Debüt gaben. Schon Sekunden danach hätte es sich beinahe prompt ausgezahlt, doch Öztunalis Schuss aus spitzem Winkel und nur drei Metern wehrte Tschauner ab. „In der Eins-zu-Eins-Situation war er sehr gut“, lobte Schwarz.

          Dagegen wurden die Gäste von der Leine dafür belohnt, in der zweiten Hälfte mehr zu wagen. In der 73. Minute nutzte Harnik einen Flachpass von Matthias Ostrzolek und schoss aus elf Metern zum entscheidenden Tor ein. Da jubelten dann doch trotz Schweigegelöbnis ein paar Anhänger aus Hannover. Glück hatten die Gäste in der Nachspielzeit, als Waldemar Anton einen Schuss von Quaison noch vor der Torlinie weg schoss.

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