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0:0 in Stuttgart : Nutzloses Ballgeschiebe

  • -Aktualisiert am

Wenigstens nicht verloren: Marco Kurz Bild: dpa

Keine Tore, nicht mal Gelbe Karten: 50.000 Zuschauer werden Zeuge eines blutleeren Fußball-Abends. Gelohnt hat sich das Spiel höchstens für Kaiserslauterns Trainer Kurz.

          2 Min.

          Von Endspielstimmung war beim Blick auf Marco Kurz, den Trainer des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga, vorher die Rede. Was folgte, war ein über weite Strecken inhaltsarmer Kick, der den Klassenkämpfern des 1. FC Kaiserslautern immerhin ein 0:0 beim VfB Stuttgart, dem Achten der Tabelle, bescherte. Damit dürfte der gebürtige Stuttgarter Kurz zumindest vorläufig weiterarbeiten am Betzenberg, zumal ihn der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz menschlich und fachlich weiterhin sehr schätzt.

          Die akut abstiegsbedrohten Lauterer verschafften sich am Freitagabend eine Atempause im Ringen um den Ligaverbleib; der VfB aber versäumte nach zuletzt zwei deutlichen Siegen eine günstige Gelegenheit, sich mit einem weiteren Erfolg wärmstens für eine Teilnahme an der kommenden Europa-League-Spielzeit zu empfehlen.

          Die Mannschaft, die das Toreschießen (16 Saisontreffer) und Siegen (erst drei volle Erfolge) verlernt hat, wollte in Stuttgart zunächst nur ein Gegentor verhindern und sich der zuletzt stürmischen Schwaben zumindest ordentlich erwehren. Wenigstens dieser destruktive Plan des FCK ging bis zur Pause auf. Mochte auch der VfB Ballbesitzanteile von siebzig Prozent haben, so machte er nichts aus seiner meist behäbig ausgespielten Überlegenheit.

          Und wenn Harnik, mit vierzehn Saisontoren bester Schütze der Schwaben, oder Ibisevic mal zu Gelegenheiten kamen, parierte der seit dem vorigen Spieltag ins Tor der Lauterer zurückgekehrte Sippel deren Schüsse. Viel zu sehen bekamen die 50.000 Zuschauer in der Stuttgarter Arena jedenfalls nicht.

          Typische Handbewegung: Vedad Ibisevic wollte den Ball so nicht haben
          Typische Handbewegung: Vedad Ibisevic wollte den Ball so nicht haben : Bild: dapd

          Daran sollte sich auch in den zweiten 45 Minuten nicht viel ändern. Da sich die Stuttgarter nun aber so umständlich zeigten wie zuvor die „Roten Teufel“, fassten sich die abstiegsbedrohten Pfälzer ein Herz und trauten sich endlich häufiger in die Offensive. Tifferts Schuss traf sogar das Netz (57.), wenn auch außen. Nach einer Stunde war VfB-Trainer Labbadia des nutzlosen Ballgeschiebes müde und schickte in Cacau einen zweiten Stürmer aufs Feld.

          Den wachsenden Unmut im traditionell besonders anspruchsvollen Anhang der Schwaben konnte er damit nicht besänftigen, da die Stuttgarter in diesem zähen Duell nicht den Dreh heraus hatten, wenigstens eine zündende Idee in die Tat umzusetzen. Am nächsten kam Cacau dem Ziel (81./86.), doch der gute Sippel stand ihm beide Male im Weg.

          Typisches Zeichen: Christian Tiffert hatte sich die Aktion anders vorgestellt
          Typisches Zeichen: Christian Tiffert hatte sich die Aktion anders vorgestellt : Bild: dpa

          Wesentlich mehr Zustimmung ernteten die Lauterer von ihren 4000 Fans. Die sind zum einen schwere Kost gewohnt und waren zum anderen mit dem Punktgewinn nach frustrierenden Wochen zufrieden. So auch Trainer Kurz, dessen Team das 0:0 zäh verteidigte und damit ihrem Chef einen wertvollen Dienst erwies.

          VfB Stuttgart - 1. FC Kaiserslautern 0:0

          VfB Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Niedermeier, Sakai - Kvist, Kuzmanovic - Harnik (68. Schieber), Hajnal (60. Cacau), Okazaki (82. Gebhart) - Ibisevic
          1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Simunek, M. Abel, Jessen - Borysiuk, de Wit - Derstroff (86. Schechter), Tiffert, Sukuta-Pasu (35. Sahan) - S. Wagner
          Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)
          Zuschauer: 50.100
          Tore: Keine
          Gelbe Karten: Keine

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