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0:0 in Nürnberg : Bayerische Stagnation

  • Aktualisiert am

Viel Kampf, viel Krampf: Nürnberg und Augsburg bieten den Fans ein niveauarmes Derby Bild: dpa

Der 1. FC Nürnberg und der FC Augsburg trennen sich im bayerischen Derby 0:0. Nach einem Spiel arm an Höhepunkten stecken beide Mannschaften weiter im Tabellenkeller fest.

          2 Min.

          Der 1. FC Nürnberg und der FC Augsburg treten in der Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Beide Teams trennten sich an diesem Sonntagabend in einem spielerisch trostlosen Spiel 0:0. Nünrberg bleibt somit auf Platz vierzehn der Tabelle, Augsburg steht weiter auf dem Relegationsrang. Immerhin aber stoppte das Team von Trainer Dieter Hecking im bayerischen Derby vor 40.171 Zuschauern seine Serie an Niederlagen. Zuletzt hatten die Franken vier Pleiten in Folge kassiert.

          In einem über weite Strecken schwachen Duell mit Augsburg ließ Nürnberg ebenso wie der zwei Punkte schlechter plazierte Kontrahent lange jegliches Erstligaformat vermissen. Der FC Augsburg spielte nach der Pause kecker, war näher dran am Siegtor – doch Nürnbergs eingewechselter Ersatztorhüter Patrick Rakovsky rettete das Unentschieden. Damit wartet der FCA inzwischen schon seit 36 Jahren auf den ersten Sieg gegen den Club.

          Drei Neue brachte Hecking nach der 0:3-Klatsche in Freiburg. Augsburgs Markus Weinzierl wechselte nur einmal nach dem ersten Bundesliga-Sieg der Saison, dem 3:1 gegen Werder Bremen. Die Heimmannschaft hatte zunächst etwas mehr vom Spiel. Bereits in der dritten Minute verpassten Tomas Pekhardt und Timo Gebhart eine Flanke von Mike Frantz. Wenn bei Nürnberg etwas nach vorne ging, dann fast immer über den japanischen Neuzugang Hiroshi Kiyotake – doch  die erste echte Chance aus dem Spiel heraus hatten die Gäste. Club-Keeper Raphael Schäfer hielt den Schuss von Knowledge Musona nach dem Augsburger Konter nach genau einer halben Stunde. Ansonsten gelang kaum eine Kombination. Kurz vor der Pause hatte Nürnbergs Hanno Balitsch noch eine Möglichkeit – das war’s.

          Kein Tempo, keine Klasse, keine Inspiration

          Tempo und Klasse fehlten völlig – der Tabellenstand beider Teams passte in Hälfte eins zur Leistungsfähigkeit. Bei Augsburg landeten in den ersten 45 Minuten 40 Prozent der Pässe beim Gegner, die Nürnberger waren in der Fehlpass-Statistik nur unwesentlich besser. Nach der Pause blieb Club-Kapitän Schäfer mit Achillessehnenproblemen in der Kabine, Ersatztorhüter Rakovsky stand zum dritten Mal in der Bundesliga im Nürnberger Tor. Der U-19-Nationalspieler, in dieser Saison achtmal in der Regionalliga Bayern zum Einsatz gekommen, hatte Schäfer bereits in der letzten Saison zweimal vertreten. Der junge Keeper wäre beinahe zur tragischen Figur geworden, als er den Ball nach einer Ecke nicht festhalten konnte.

          Wenig später wurde er von den Nürnberger Fans gefeiert: Er pflückte einen scheinbar unhaltbaren Kopfball des eingewechselten Aristide Bancé von der Linie. Das Spiel wurde etwas besser, vor allem weil die Augsburger, bei denen in der Nachspielzeit Kapitän Paul Verhaegh verletzt ausgewechselt werden musste, mutiger nach vorne spielten. Unzufrieden waren vor allem die Nürnberger Fans, sie forderten von ihrem Team: „Wir wollen Euch kämpfen seh’n.“ Am Ende bliebs beim trostlosen 0:0.

          Mürrischer Blick: FCA-Trainer Markus Weinzierl kann mit dem Spiel seines Teams nicht zufrieden sein Bilderstrecke
          Mürrischer Blick: FCA-Trainer Markus Weinzierl kann mit dem Spiel seines Teams nicht zufrieden sein :

          1. FC Nürnberg - FC Augsburg 0:0

          1. FC Nürnberg: Schäfer (46. Rakovsky) - Chandler, Klose, Nilsson, Pinola - Balitsch, Simons - Gebhart, Kiyotake (63. Esswein), Frantz (77. Polter) - Pekhart
          FC Augsburg: Amsif - Verhaegh (90.+2 Ostrzolek), Langkamp, Klavan, de Jong - Vogt, Baier - Musona, Oehrl (86. Callsen-Bracker), Werner - Hain (58. Bancé)
          Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
          Zuschauer: 40.171
          Gelbe Karten: Pekhart (1), Pinola (4), Simons (2) / Bancé (2), Langkamp (1), Vogt (3)

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