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0:0 in Hoffenheim : Mainz feiert nur Geburtstag

Mit Haken und Ösen: Der Mainzer Szalai (l.) gegen den Hoffenheimer Weis Bild: dpa

Zum 108. Jubiläum bietet der FSV seinen mitgereisten Fans trostlose Tristesse: Beim Remis in Hoffenheim trifft Pospech lediglich die Latte. Die TSG droht den Anschluss an den Relegationsplatz zu verlieren.

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          Farbenfroh war das Spiel zwischen der TSG Hoffenheim und Mainz 05 nur vor dem Anpfiff: Die Hoffenheimer haben für den Abstiegskampf eine Durchhaltekampagne unter dem Motto „Gemeinsam Flagge zeigen“ gestartet und dafür die Ortswappen von insgesamt 76 umliegenden Gemeinden unter dem Stadiondach aufgezogen. Die Fahnenparade soll die Solidarität der Region für ihren in Abstiegsnot geratenen vermeintlichen Vorzeigeverein beweisen - die geringe Zahl von nur 24.500 Zuschauern spricht freilich eine andere Sprache. Die Mainzer Fans präsentierten sich derweil aus Anlass des 108. Geburtstags ihres Lieblingsklubs etwas stärker als gewohnt in den Vereinsfarben Rot und Weiß.

          Auf dem Spielfeld wurde freilich nur ein sehr tristes Fußballspiel geboten, das nahezu zwangsläufig torlos endete. Die Mainzer wahren durch das 0:0 immerhin ihre Chancen auf eine Qualifikation für den Europapokal. Hoffenheim droht indes den Anschluss an Augsburg zu verlieren, das auf dem Relegationsplatz 16 nun vier Punkte Vorsprung hat. Die Hoffenheimer verzichteten freiwillig auf ihren Angreifer Eren Deriyok, dem Trainer Marco Kurz offenkundig nicht mehr zutraut, im Kampf um den Klassenerhalt helfen zu können.

          Wenig Spielfluss: Gomes hält den Ball fest

          Die Mainzer gingen vor allem in der Abwehr mit ihrem annähernd letzten Aufgebot ins Spiel. Zu dem ohnehin seit Wochen gut gefüllten Lazarett gesellten sich kurzfristig noch zwei Defensivakteure hinzu: Elkin Soto fiel wegen einer Rückenblockade aus, Jan Kirchhoff saß wegen einer abermals aufgebrochenen Muskelverletzung statt auf der Ersatzbank in der Loge seines Beraters Roger Wittmann, der seine freundschaftliche Beziehung zur TSG mit der Anmietung einer eigenen Räumlichkeit in der Rhein-Neckar-Arena unterstreicht.

          Von dort aus sah der im Sommer zum FC Bayern München wechselnde Kirchhoff, wie sich sein dezimiertes Team sehr schwer tat. Die Rheinhessen wirkten ungwohnt ungeordnet und boten den abstiegsbedrohten Hoffenheimern die Möglichkeit, sich rund um den Strafraum festzusetzen. Außer bei einer Doppel-Chance durch einen Volleyschuss von Tobias Weis und den Nachschuss von Kevin Volland in der 25. Minute erzeugten sie freilich trotz großer Feldüberlegenheit keine Torgefahr. Die Mainzer entwickelten alleine bei einer Standardsituation etwas ähnliches wie Spielkultur.

          Augen zu und durch: Was Bell (l.) und Williams bieten, ist zu harmlos

          Kapitän Nikolce Noveski köpfte indes nur an den Pfosten. In Halbzeit zwei war Mainz 05 nach einer taktischen Umstellung auf ein System mit einer Raute im Mittelfeld wenigstens etwas gefälliger und hatte bei einem Lattentreffer von Zdenek Pospech Pech (74.). Am schwachen Gesamteindruck änderte dies freilich nichts mehr.

          TSG 1899 Hoffenheim - FSV Mainz 05 0:0

          1899 Hoffenheim: Heurelho Gomes - Ochs, Abraham, Vestergaard, Beck - Weis (77. Polanski), Williams - Schröck (60. Usami), Volland (83. de Camargo), Roberto Firmino - Joselu
          FSV Mainz 05: Wetklo - Bell, Svensson, Noveski, Pospech - Zimling (77. Malli), Baumgartlinger - Nicolai Müller, Ivanschitz (63. Ede), Parker - Szalai (84. Choupo-Moting)
          Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)
          Zuschauer: 24.500
          Gelbe Karten: Ochs (3), Vestergaard (3) / Wetklo (3)

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