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0:0 in Hannover : Die Eintracht findet das Tor nicht mehr

  • -Aktualisiert am

Keine Tore: Weder der Frankfurter Carlos Zambrano, nach der Hannoveraner Mame Diouf (r.)wissen offenkundig, was sie damit anfangen sollen Bild: dpa

Eintracht Frankfurt wird seinem Ruf als Überraschungsmmannschaft der Saison nur noch bedingt gerecht. Die Hessen warten nun seit dem 2. Februar auf einen Torerfolg. Nach dem torlosen Remis in Hannover rutscht die Eintracht aus den Champions-League-Rängen.

          2 Min.

          Im Kampf um einen Platz im internationalen Fußball-Geschäft haben Hannover 96 und Eintracht Frankfurt 0:0 gespielt. Die Frankfurter können mit dem Punkt etwas besser leben, obwohl sie erstmals seit Monaten durch Schalke 04 vom vierten Tabellenplatz verdrängt wurden. Aber es gelang ihnen wenigstens, die nachdrängenden Niedersachsen auf Distanz zu halten.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Wie so oft in dieser Saison überzeugten die Frankfurter spielerisch. Im Vergleich zur Bundesliga-Hinrunde ist ihnen jedoch die Torgefährlichkeit abhanden gekommen. Die Spieler warten nun schon seit dem 2:0-Auswärtssieg beim HSV am 2. Februar und insgesamt 504 Minuten auf einen Torerfolg. Dafür gestatteten sie Hannover, das seine letzten fünf Heimspiele gewonnen hatte, nur ganz wenige Torgelegenheiten. Hannover investierte in der zweiten Halbzeit mehr, ohne allerdings aus einer gewissen Überlegenheit große Gefahr zu entwickeln. Am Ende war die Punkteteilung gerecht.

          In der ersten Halbzeit war die Eintracht die bessere Mannschaft. Die Profis von Trainer Veh kontrollierten den Ball und den Gegner. Doch wenn es Richtung Hannoveraner Strafraum ging, fehlte den Frankfurtern die Konsequenz. Meier ließ sich in letzter Sekunde von Abdellaoue den Ball vom Fuß nehmen, Jung wurde noch von Pocognoli geblockt, als er einschussbereit schien. Der Hannoveraner Torwart Zieler musste nur einmal eingreifen. In der 21. Minute stoppte er Inui, der frei vor ihm aufgetaucht war. Sein Frankfurter Kollege Trapp blieb dagegen völlig beschäftigungslos.

          Hannover wurde besser

          Das änderte sich mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Nach einer Flanke von Chahed setzte sich Diouf gegen Zambrano durch, und sein Schuss aus 14 Metern wurde zu einer Herausforderung für Trapp - er war ihr gewachsen. Drei Minuten später wirkte Trapp nicht so sicher. Als Ya Konan zum Seitfallzieher ansetzte, war der Frankfurter Torwart schon geschlagen, aber für ihn rettete sein Kapitän Schwegler auf der Linie. Die Niedersachsen protestierten zwar, der Ball habe die Torlinie überflogen, doch die Fernsehbilder bestätigten ihren Verdacht nicht. Genauso knapp war die Entscheidung von Schiedsrichter Dankert wenige Sekunden später. Er erkannte das Tor des Frankfurters Meier nicht an, weil der Mittelfeldspieler zuvor ein paar Zentimeter im Abseits gestanden hatte.

          Schwierige Bedingungen: Im Schnee tun sich Hannover und Frankfurt schwer

          Nach so viel Aufregung in den ersten fünf Minuten des zweiten Durchgangs beruhigte sich die Begegnung wieder ein wenig. Durch den ständigen Schneefall wurde der Boden immer schwerer bespielbar, was den Aktionen Präzision und Schnelligkeit nahm. Insgesamt besaß die Partie aber nun ein höheres Niveau, weil Hannover mehr riskierte. Aber so gut die Ansätze auch waren, beide Abwehrreihen überzeugten mit ihrem hohen Einsatz und bereinigten die Gefahr, bevor es zum Torschuss kam. Meiers Schussversuch nach einer guten Stunde, der zu hoch angesetzt war, war noch die beste Angriffsaktion. So endete die Partie, wie sie enden musste - torlos.

          Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 0:0

          Hannover 96: Zieler - Chahed, Djourou, Schulz, Pocognoli - da Silva Pinto, Hoffmann - Ya Konan, Pander (61. Schlaudraff) - Diouf, Abdellaoue (78. Sobiech)
          Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler - Celozzi, Inui (90. Lakic) - Meier - Aigner (87. Kittel), Matmour (77. Lanig)
          Schiedsrichter: Dankert (Rostock)
          Zuschauer: 44 800
          Gelbe Karten: Djourou (3), Hoffmann (7) / -

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