https://www.faz.net/-gtm-7oq7s

0:0 im Abstiegskampf : Bobic kritisiert Hannover

  • Aktualisiert am

Wie die Szene mit Hannovers Sakai (r) und Stuttgarts Traore, so das Spiel: Unentschieden Bild: dpa

Nach einer niveauarmen Nullnummer bei Hannover 96 hat der VfB Stuttgart den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga noch immer nicht sicher.

          Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler fasste die trostlose Nullnummer in Hannover treffend zusammen. „Ein Punkt ist besser als kein Punkt“, sagte der 96-Torwart nach dem 0:0 im Abstiegsduell mit dem VfB Stuttgart. Viele der 49 000 Zuschauer quittierten den leidenschaftslosen und langweilen Kick der beiden Fußball-Bundesligaklubs am Freitagabend mit Pfiffen. Während die Niedersachsen mit 36 Punkten so gut wie gesichert sind, droht den Schwaben mit lediglich 32 Zählern weiter der Absturz in die Zweitklassigkeit.

          Kritik von VfB-Sportvorstand Bobic

          „Es war nur eine Mannschaft, die Fußball gespielt hat. Hannover
          wollte nur das 0:0 verwalten“, sagte VfB-Sportvorstand Fredi
          Bobic. Der ehemalige Profi, der mit seinen Toren einst Hannover 96
          vor dem Abstieg gerettet hatte, ging mit seinem ehemaligen Klub hart ins Gericht. Beim VfB, der etwas zielstrebiger war, aber auch kein Offensivfeuerwerk abbrannte, ließ er indessen Milde walten. „Für ein
          Auswärtsspiel haben wir ein gutes Spiel gemacht“, sagte Bobic.



          Ähnlich beurteilte Trainer Huub Stevens das Match. „Eigentlich hätten wir mehr als einen Punkt verdient. Leider haben wir uns nicht belohnt“, sagte der Niederländer. Unter seiner Regie hat sich zumindest die VfB-Abwehr stabilisiert. Das hatten die Verantwortlichen erhofft und erwartet. „Wir hatten zehn Endspiele. Jetzt kommen noch zwei, in die wir mit derselben Einstellung wie gegen Hannover gehen müssen“, sagte Stevens.

          Kritischere Töne schlug sein Spieler Daniel Didavi an. „Beide Mannschaften haben nicht viel riskiert. Für die Offensivspieler war es schwierig, Torchancen herauszuspielen“, sagte der beste VfB-Profi. Hinzu kam das Verletzungspech von Martin Harnik. Der treffsicherste Stürmer der vergangenen Wochen wurde mit Verdacht auf eine ausgekugelte Schulter ausgewechselt.

          VfB hofft auf Heimpartie gegen Wolfsburg

          Die Stuttgarter wollen sich nun im letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in Sicherheit bringen. VfL-Trainer Dieter Hecking verfolgte die Partie in Hannover auf der Tribüne. Sein Team wird wohl mutiger auftreten als die harmlose 96-Mannschaft, die nicht an die zwei Klasse-Partien gegen den HSV und in Frankfurt anknüpfen konnte. „Wir hatten uns auf ein zähes Spiel eingestellt und können mit dem Punkt leben“, sagte 96-Trainer Tayfun Korkut. Nur der Hamburger SV könnte Hannover 96 noch auf den Relegationsplatz 16 stoßen.

          Hannover 96 - VfB Stuttgart 0:0

          Hannover 96: Zieler - Sakai, Marcelo, Schulz, Pander - Schmiedebach, Andreasen - Schlaudraff (71. Sulejmani), Stindl, Huszti (90.+2 Dierßen) - Ya Konan (40. Rudnevs)
          VfB Stuttgart: Ulreich - Schwaab, Rüdiger, Niedermeier, Sakai - Gruezo, Gentner - Traoré, Didavi (84. Maxim), Harnik (79. Ibisevic) - Cacau (66. Werner)
          Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
          Zuschauer:
          49 000 (ausverkauft)
          Gelbe Karten: Marcelo (5), Rudnevs (2) / Didavi (1), Niedermeier (4)

          Weitere Themen

          Nur eine kleine Hürde

          Eintracht Frankfurt : Nur eine kleine Hürde

          Die estnische Hauptstadt Tallinn ist für die Eintracht Neuland. Dort treffen die Spieler auf den unumstrittenen Spitzenklub FC Flora Tallinn. Doch die Erfolge des Eintracht-Gegners sind sehr übersichtlich.

          Syrischer Flüchtling kehrt heim Video-Seite öffnen

          Von Berlin in den Krieg : Syrischer Flüchtling kehrt heim

          2015 kam Mohammed al-Naimi über die Balkanroute nach Deutschland, der junge Syrer baute sich in Deutschland ein neues Leben auf. Doch der Krieg in seiner Heimat ließ ihn nicht los, gegen der Rat seiner Familie kehrte er zurück und schloss sich einer ehemals von Amerika unterstützten Widerstandsgruppe an.

          Topmeldungen

          Spahns Notfallplan : Fast schon verdächtig viel Zustimmung

          Der Gesundheitsminister will Kassenärzte und Krankenhäuser zur Zusammenarbeit zwingen – und erhält dafür Lob von allen Seiten. Doch bei der Umsetzung sperren sich die Verantwortlichen noch.
          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.