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0:0 gegen Wolfsburg : Mainz bleibt erstklassig

  • Aktualisiert am

Bunt ist gut: Die Mainzer Fans zeigen Farbe gegen Homophobie Bild: dapd

Im letzten Freitagsspiel der Saison fallen keine Tore. Für Wolfsburg dürfte es nicht mehr für die Europa League reichen. Mainz indes kann nach einer besonderen Partie für Trainer Thomas Tuchel nur noch rein theoretisch absteigen.

          2 Min.

          Im Jubiläumsspiel von Trainer Thomas Tuchel hat der FSV Mainz 05 den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga gesichert. Nach dem 0:0 gegen den VfL Wolfsburg haben die Mainzer mit 38 Punkten nun neun Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und die deutlich bessere Tordifferenz als die Konkurrenten im Tabellenkeller.

          Für die Niedersachsen war das tor- und trostlose Remis nach zuletzt drei Niederlagen zu wenig im Kampf um die Europa-League-Plätze. Im 100. Spiel unter Tuchel bestimmten die Mainzer vor 31.069 Zuschauern in der nicht ausverkauften Arena die Partie, blieben in ihren Offensivaktionen aber ebenso glücklos wie die insgesamt enttäuschenden Wolfsburger.

          Dabei ging es für beide Mannschaften im letzten Freitagabendspiel dieser Bundesliga-Saison noch um viel: Mainzer Mission Klassenverbleib gegen Wolfsburger vorsichtige Europa-League-Hoffnungen - die nun geplatzt sein dürften.

          Entsprechend engagiert starteten beide Teams in die Partie. Die Mainzer Mohamed Zidan (5.) und Jan Kirchhoff (12.) und auf der anderen Seite Mario Mandzukic (13.) per Kopf hatten die ersten Möglichkeiten. „Wir wollen natürlich in Mainz gewinnen, sonst müssen wir über die Europa League nicht sprechen“, hatte Wolfsburgs Trainermanager Felix Magath noch kurz vor dem Anpfiff gesagt.

          Am Engagement mangelte es nicht, beim Spiel zwischen Mainz und Wolfsburg flog der Ball aber nicht ins Tor

          Dabei musste er auf Angreifer Patrick Helmes verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Bauchmuskelverletzung zugezogen hatte. 20 Minuten bestimmten die Mainzer das Spiel, dann wurde Wolfsburg stärker - offensiv überzeugend waren die Darbietungen beider Teams aber nicht. Fast schon kläglich vergab Zidan kurz vor der Pause die mögliche Führung.

          „Das ist eine sehr schwere Aufgabe heute“, kommentierte der Mainzer Vereinspräsident Harald Strutz zur Pause im TV-Sender Sky die Bemühungen der Profis auf dem Rasen. Wesentlich erfreulicher war die Aufgabe vor dem Anpfiff gewesen, als er Trainer Tuchel ein Trikot mit der Nummer 100 und der Aufschrift „Danke Thomas“ überreichte.

          Der Mainzer Zidan traf nicht und rauft sich die nicht vorhandenen Haare

          Der 38-Jährige saß beim Auftakt des 32. Spieltages gegen den VfL Wolfsburg zum 100. Mal als verantwortlicher Coach auf der Bank der Mainzer. Nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte haben sich die Rheinhessen in der Rückrunde allmählich von der Abstiegszone entfernt und machten nun mit dem Remis gegen Wolfsburg den Klassenverbleib praktisch perfekt.

          Auch in der Anfangsphase nach dem Wechsel waren die Mainzer wieder die zielstrebigere Elf. Adam Szalai, der angeblich von Wolfsburg umworben ist, hatte das 1:0 auf dem Fuß, schoss aber nach Zuspiel von Zidan direkt in die Arme von Wolfsburgs Schlussmann Diego Benaglio (47.).

          Auch der Wolfsburger Hasebe schießt kein Tor - der VfL wird wohl die Europa League verpassen

          Bei der ersten gefährlichen Gästeaktion in Hälfte zwei prüfte Alexander Madlung mit einem strammen Freistoß den Mainzer Torwart Christian Wetklo (64.). Ansonsten wollten die Gastgeber den Sieg offenbar mehr als die Magath-Elf. Zidan (75.) und Sami Allagui (78.) hatten weitere Chancen, konnten aber Benaglio nicht überwinden.

          „Es ist schon ganz wichtig, dass wir heute im wahrsten Sinne des Wortes den Sack zugemacht haben. Das ist ein toller Tag für den Verein“, sagte der Mainzer Vereinspräsident Harald Strutz. „Ich freue mich, dass wir es jetzt auch rechnerisch geschafft haben“, meinte Tuchel. Für die Niedersachsen dagegen war das tor- und trostlose Remis zu wenig im Kampf um die Europa-League-Plätze.

          Bilderstrecke

          „Wenn man international spielen will, muss man auch auswärts ab und zu einen Dreier machen. Sonst ist es schwer“, sagte der Wolfsburger Trainermanager Felix Magath. „Wir waren bemüht, haben alles versucht, aber die letzte Konsequenz vor dem Tor hat gefehlt. Wir wollten unbedingt drei Punkte holen, jetzt müssen wir schauen, was in den anderen Spielen passiert“, sagte Torwart Diego Benaglio.

          FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 0:0

          FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Kirchhoff, Noveski, Zabavnik (68. Caligiuri) - Polanski (83. Baumgartlinger), Soto - Ivanschitz (46. Allagui), Zidan, Choupo-Moting - Szalai
          VfL Wolfsburg: Benaglio - Hasebe (46. Träsch), Russ, Madlung, Rodriguez - Polak, Jiracek (46. Jönsson) - Dejagah, Schäfer - Mandzukic, Vieirinha
          Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)
          Zuschauer: 31.069
          Gelbe Karten: - / Madlung (1)

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