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0:0 gegen Köln : Bremen kommt Leverkusen nicht näher

Wieder torlos, wieder sieglos: Köln und Lukas Podolski spielten gegen Bremen 0:0 Bild: dpa

Sie hätten bis auf einen Punkt zu Fußball-Bundesliga-Spitzenreiter Leverkusen aufschließen können, doch Bremen traf in Köln das Tor nicht. Weil auch die Rheinländer wieder nicht erfolgreich waren, bleibt Bremen drei Punkte hinter Bayer.

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          Werder Bremen hat es am Sonntag verpasst, den Abstand auf Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen zu verkürzen. Zwar hielt bei den Norddeutschen die Serie von nun 23 Pflichtspielen ohne Niederlage, doch das 0:0 beim notorisch heimschwachen Tabellenvierzehnten 1. FC Köln konnte kaum als Erfolg durchgehen.

          Thomas Klemm
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die rheinischen Fußball-Minimalisten, die im heimischen Stadion erst drei Tore erzielten, verharren weiter im Tabellenkeller, verschafften aber ihrem nicht ganz sattelfesten Trainer Zvonimir Soldo eine Verschnaufpause. Die 50.000 Zuschauern sahen im ausverkauften Kölner Stadion eine mäßige Partie, bei dem der regennasse Rasen meistens das einzige war, was glatt ging.

          FC-Trainer Soldo versuchte mit drei defensiven Mittelfeldspielern, den besten Angriff der Liga zu bremsen. Allerdings musste Werder kurzfristig auf Spielmacher Mesut Özil verzichten, der ebenso grippekrank war wie Torhüter Tim Wiese. Weil bei den Kölnern der verletzte Faryd Mondragon durch Thomas Kessler ersetzt werden musste, fehlten auf beiden Seiten die Stammkeeper.

          Die Kölner wurden ihrem schlechten Ruf gerecht

          Die erste Schrecksekunde erlebte Wieses Vertreter Sebastian Mielitz, der in der 14. Minute nur zuschauen konnte, wie FC-Torjäger Milivoje Novakovic eine Flanke Lukas Podolskis volley am Tor vorbeischoss. Auf dem glitschigen Geläuf beherrschte der Tabellenzweite zwar wie erwartet das Spiel, doch den Bremer Vorsprung durch Technik machten die Kölner durch erhöhte Einsatzbereitschaft wett.

          Erleichternd kam für den FC hinzu, dass Werder seine vielen Torchancen nicht nutzte. Hugo Almeida scheiterte per Kopf (25.), mit einem Freistoß (43.) und einem Volleyschuss (45.); auch Torsten Frings (27.) und Marko Marin (34.) fehlten der letzte Kick Konzentration, um den vielbeschäftigten Kessler zu überwinden.

          Nachdem sich Kesslers Bremer Widerpart Mielitz gegen Novakovic hatte auszeichnen können (54.) und Petit verzog (86.), auf der Gegenseite Naldo (81.) und Frings (85.) Werders Schlussoffensive nicht krönen konnten, blieb es bei der Nullnummer zum Nikolaustag. Während vom Bremer 31-Tore-Sturm mehr zu erwarten war, wurden die Kölner ihrem schlechten Ruf gerecht - zum neunten Mal erzielten sie in dieser Saison keinen Treffer.

          „Mit der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden, mit der zweiten schon. In unserer Situation müssen wir stabil spielen“, sagte der Kölner Trainer Soldo. „Wir hatten in Bochum und auch heute gegen Bremen gute Chancen, diese aber leider nicht verwertet. Aber auch das wird sich ändern.“ Sein Bremer Kollege Thomas Schaaf sagte: „Wir haben bis zum Sechszehner gut gespielt. Aber dann haben wir es nicht zum Abschluss gebracht.“

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