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0:0 gegen Freiburg : Schönes Wetter und mieses Spiel auf Schalke

  • -Aktualisiert am

Schlüsselszene: Schalkes Suat Serdar sieht die Rote Karte von Schiedsrichter Frank Willenborg Bild: AP

Fast 50 Minuten müssen die Königsblauen in Unterzahl spielen. Erfreuen musste das Publikum sich daher an den kleinen Dingen. Auch Freiburg trifft nicht, zumal ein Elfmeter zurückgenommen wird.

          Die bisherige Schalker Bundesligasaison hat nicht so viele schöne Geschichten hervorgebracht, aber die Bilanz gegen die anderen Abstiegskandidaten ist erstaunlich gut. Von den Duellen mit Teams aus dem unteren Tabellendrittel ging nur die Partie beim SC Freiburg verloren (0:1), und das 0:0 im Rückspiel gegen die Breisgauer kann nun ebenfalls als kleiner Erfolg betrachtet werden, weil die Schalker nach einer Roten Karte gegen Suat Serdar fast 50 Minuten lang in Unterzahl gespielt hatten.

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          Spielerisch war es aber lange Zeit genau jene niveauarme Partie, die Skeptiker erwartet hatten. Hier der krisengeplagte Revierklub, dem Selbstvertrauen, spielerische Klasse fehlen. Und dort der Abstiegskandidat aus Freiburg, dessen Trainer sich auf vielen Positionen für Spieler entschieden hatte, deren Stärken im Stören gegnerischer Bemühungen lagen.

          Erfreuen musste das Publikum sich daher an den kleinen Dingen. Am schönen Wetter, einem harmlosen Schuss von Ahmet Kotucu weit am Tor vorbei (15.), einem hoffnungslosen 35-Meter-Versuch von Salif Sané. Ansonsten wurde fehl gepasst, hinters Tor geflankt und vorbei geschossen. Die beste Gelegenheit vergab Amine Harit, der nach einem Fehler des Freiburgers Dominque Heintz aus knapp 30 Metern auf das leere Tor der Freiburger hätte schießen können, die Chance aber nicht als solche erkannte (20.).

          Der Höhepunkt der ersten Halbzeit daher war ein versehentliches Handspiel des Freiburgers Lukas Kübler im eigenen Strafraum, das offiziell vom Videoassistenten überprüft wurde (32.). Und natürlich die Rote Karte für den Schalker Suat Serdar, der nach einem Tritt mit der offenen Sohle an das Schienbein von Mike Frantz vom Platz flog (42.). Damit hatte die Ausgangslage sich grundlegend geändert. Nicht mehr die Freiburger waren der tief stehende Außenseiter, sondern Schalke. Streich reagierte und wechselte mit Jerome Gondorf für Frantz und Luca Waldschmidt für Lucas Höler fußballerische Qualität ein, und das Geschehen verlagerte sich stärker ins Umfeld des Schalker Strafraums.

          Freiburg erspielte sich immer wieder Chancen, doch Gondorf (46.) und Vincenzo Grifo (61.) scheiterten an Ralf Fährmann. Die beste Chance aber vergab Philipp Lienhart, der aus zwei Metern über das Tor köpfte (71.). Zwar sah in der Nachspielzeit Freiburgs Christian Günter Gelb-Rot, aber Ende war es ein glücklicher Punkt für die Schalker, die Unterstützung vom Videoassistenten erhielten, als ein bereits gepfiffener Handelfmeter zurück genommen wurde (84.).

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